Aufmerksam-zuhören

Aufmerksam hinhören und zuhören

[Jeden Sonntag gibt es hier eine Intention der Woche – eine Absicht, die ich mir für die nächsten 7 Tage setze. Du bist herzlich eingeladen mitzumachen.]

Gestern rief mich mit meine Mutter an, als ich gerade am Schreiben und Recherchieren war. Ich hielt mich für Multitasking fähig, googelte und tippte fröhlich weiter, während sie mir etwas erzählte. Plötzlich meinte sie etwas vorwurfsvoll:

Du hörst mir überhaupt nicht zu!

Erwischt!

Jeder weiß, wie sich das anfühlt, wenn man ins Leere spricht. Nicht gut.
Und jeder weiß, wie sich das anfühlt, wenn man ins Leere spricht, wenn man wirklich etwas dringendes braucht oder am Herzen hat. Gar nicht gut.

Nicht-Zuhören ist ein Beziehungskiller.

Die meisten Menschen beschweren sich nicht einfach, wie meine Mutter das getan hat, sondern fühlen sich nicht wahrgenommen und nicht wertgeschätzt und ziehen sich früher oder später frustriert zurück.

Nicht-Zuhören beschädigt auf Dauer jede Art von Beziehung, vor allem die wertvollsten. Mal ganz abgesehen von den unzählige, unnötigen Missverständnissen, die daraus entstehen.

Aufmerksam zuzuhören ist eine mächtige Fähigkeit, die oft unterschätzt und vernachlässigt wird. Die meisten genialen und inspirierenden Menschen sind gute Zuhörer. Zeit, diese Woche diese Fähigkeit bewusst zu trainieren.

Diese Woche übe ich mich im aufmerksam Zuhören

Wenn jemand mit mir spricht, lasse ich diesem Menschen meine ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen. Ich schau nicht auf mein Handy (weder um nach schlauen Antworten zu googeln noch um Mails zu checken) oder auf sonst ein elektronisches Gerät, ich schau auch nicht in der Gegend herum oder lenke mich sonst wie ab.

Ich höre wirklich hin, was mir mein Gegenüber zu sagen hat, quassle nicht dazwischen und vervollständige keine Sätze, die noch ungesagt sind. Letzteres ist eine kleine Krankheit von mir.

Außerdem lege ich mir in meinem Kopf keine Antworten zurecht und überlege mir nicht schon vorab was ich sagen werde, wenn mein vis-à-vis fertig ist. Ich bin geistig präsent und offen für die Worte des Anderen sowie für das, was zwischen den Zeilen gesagt wird, und rede nur und erst, wenn ich dran bin.

Jetzt hab ich natürlich nicht für jeden ewig Zeit und ich kann mir nicht alles anhören – und du vermutlich auch nicht. In dem Fall sage ich sowas wie: „Ich hab leider nur wenig Zeit. Aber die nächsten X Minuten bin ich ganz Ohr und für dich da.“ Und dann bin ich das auch.

Wie geht es dir mit unaufmerksamen Zuhörern? Wie reagierst du darauf?
Und übst du mit mir gemeinsam, mehr Aufmerksamkeit in die Welt zu bringen?

Go for flow!

P.S: Dich schleudert es in einer Beziehung und du suchst nach einer Lösung: Life-Coaching.

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