Ballast-loslassen

Aufräumen. Loslassen. Außen (und innen) Platz schaffen.

[Jeden Sonntag gibt es hier eine Intention der Woche – ein Absicht, die ich mir für die nächsten 7 Tage setze. Du bist herzlich eingeladen mitzumachen.]

Ausmisten und putzen! Klingt nicht sehr sexy. Ist es aber!

So ein großer Frühjahrsputz hat bei mir schon Tradition und ich bin immer wieder erstaunt über die großartige Wirkung. Zwar bin ich mir bewusst, dass meine unmittelbare räumliche Umgebung einen großen Einfluss auf mich und mein Leben hab. Dennoch vergesse ich immer, wie praktisch das ist.

Wie innen so außen. Wie außen so innen.

So lautet das universelle Gesetz der Entsprechung. Die Außenwelt spiegelt mein Innenleben und umgekehrt.

Wohnungstechnisch heißt das: Ich kann in meinem Inneren Ballast loswerden und aufräumen, in dem ich in meiner Wohnung Ballast loswerde und aufräume. Ich kann in meinem Leben Raum für Neues schaffen, in dem ich in meiner Wohnung Raum schaffe. Ich kann mein inneres Wohlbefinden steigern, in dem ich für mehr Wohlbefinden zu Hause sorge. Und so weiter.

Und das kannst du auch! Praktisch, oder?

Diese Woche mach ich meinen Frühjahrsputz

1. Ich miste radikal aus

Nachdem ich so einen Frühjahrsputz regelmäßig mache, war ich letztes Jahr überzeugt, dass ich nicht viel Zeug finden werde, das ich nicht mehr brauche. Halleluja! Ich war erstaunt, wie viel Unnötiges dabei wieder aufgetaucht ist.

Ich gehe die Sache diese Woche radikal an.
Diesmal kommt auch alles weg, was ich IRGENDWANN einmal…
Hinter meinem Schreibtisch stapeln sich beispielsweise Zeitschriften, die ich seit Monaten irgendwann lesen möchte.
Im Bad horte ich zig Kosmetik-Pröbchen, die ich mitnehmen werde, wenn ich irgendwann mal verreise – a.) verreise ich selten und b.) wenn ich verreise, immer ohne tolle Pröbchen.
Und diesmal mach ich mich auch über meine heiligen Bücher her. Mich von Büchern zu trennen, fällt mir echt schwer. Ich könnte ja, irgendwann mal wieder hineinschauen wollen.

Beim Ausmisten mach ich mir bewusst: An Dingen festzuhalten, bindet Energie – Energie, die ich für mein Leben nicht mehr zur Verfügung habe.
Bei ganz vielen Dingen frag ich mich:

„Will ich das in mein weiteres Leben mitnehmen
oder jetzt hinter mir lassen?“

Alles, was…

  • ich nie benutze,
  • kaputt ist,
  • ich doppelt oder dreifach besitze,
  • mit schlechten Erinnerungen verbunden ist,
  • mich sonst wie runterzieht,
  • ich nicht (mehr) mag oder wertschätze, …

… kommt weg! In den Müll oder dorthin, wo es jemand brauchen kann.

In echten Zweifelsfällen hilft mir ein „Kommt-testweise-weg-Karton“:
Eine Kiste, in die ich Dinge reingebe, bei denen ich es noch nicht übers Herz bringe, sie ganz loszulassen. Die Kiste kommt in den Keller und alles, was ich davon im nächsten Jahr nicht vermisst und wieder herausgeholt habe, fliegt nächstes Jahr raus.

2. Ich putze gründlich und mit Achtsamkeit

Nach dem Ausmisten ist dann putzen, wischen, saugen, ordnen und sortieren dran. Ich nutz das gleich als Achtsamkeitsübung. Ja, in buddhistischen Klöstern wird nicht nur geputzt, um sauber zu machen, sondern das Putzen ist eine Form von Meditation.

Ich übe mich bei den Aufräumarbeiten darin, ganz bei der Sache zu seinpräsent im Hier und Jetzt. Wenn meine Gedanken abschweifen, was sie sicherlich tun werden, hole ich sie sanft zur Putzerei zurück. Fertig.

Diese ganze Aktion schaffe ich übrigens nicht an einem Tag und in einem Aufwasch. Ich nehme mir diese Woche (und wahrscheinlich auch nächste) jeden Tag je nach Zeit einen mehr oder weniger großen Bereich vor – wie meinen Kleiderschrank, meine Bücherregale, meine Küche  oder mein Badezimmer. Das fällt mir leichter und ist auch zeitlich machbar.

Machst du mit bei der Befreiungs- und Putzaktion?
Du wirst staunen, wie sehr das dein Wohlbefinden verbessert, wie das deinen Kopf klärt und wie viel mehr Energie dir danach zur Verfügung steht.

Go for flow!

P.S: Falls du mehr Hilfe oder ein System fürs Aufräumen brauchst, schau dir mal das Buch von der Aufräumberühmtheit Marie Kondo an: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert

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One Response to Aufräumen. Loslassen. Außen (und innen) Platz schaffen.

  1. K. Beate Richter 29. März 2017 at 9:09 #

    Genau. Und bei der Gelegenheit kann man auch gleich mal überprüfen: welche alten Gewohnheiten kann man noch ausmisten? Und welche Beziehungen haben sich überlebt und dürfen losgelassen werden?

    Und danach: geniessen!

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