Sidearmbalance-Yoga

Blockierende „Das kann ich nicht“ Gedanken loslassen!

Sehr witzig! Das kann ich NIEEEEEE!

Das hab ich gedacht, als meine damalige Yogalehrerin Vidya Jacqueline Heisel zum ersten Mal die Armbalance „Astavakrasana“  unterrichtet hat.

Sie konnte nicht nur auf Armen balancieren, sondern auch meine Gedanken erraten. Denn, während sie scheinbar schwerelos aus der Position herausschwebte, erklärte sie:

Lass jeden „Das kann ich nicht“ Gedanken los!
Was du dir nicht vorstellen kannst, kannst du nicht erreichen.
Stell dir dich selbst in der Position vor. Und übe, übe und übe….

Ähä…!?!

Ehrlich gestanden war ich nicht wirklich überzeugt von ihren Worten. Ja, dass es theoretisch so gehen kann, wusste ich, aber dass ICH auf diese Weise….

Nun gut, ich wollte diese Position unbedingt lernen und war bereit, es wenigstens zu versuchen. Also habe ich mir vorgestellt… und geübt und geübt und geübt… Und eines Tages: Tatarata!

Astavakrasana

Was willst du Neues lernen? Oder besser können?

Auf Händen balancieren zu können ist dir vermutlich kein besonderes Anliegen. Ist ja auch wirklich nicht sonderlich nützlich :-)!

Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es aber auch in deinem Leben etwas, das du gerne können willst – eine Fähigkeit oder eine Eigenschaft, die du entwickeln möchtest.

Egal, was es ist:

Blockiere dich nicht mit „Das kann ich nicht“ Gedanken!

Um nur ein paar Beispiel zu nennen, die im Flow-Coaching immer wieder auftauchen:

  • Ich kann mich einfach nicht gut verkaufen.
  • Ich kann nicht frei präsentieren und vortragen.
  • Ich kann nicht delegieren.
  • Ich kann mich (oder andere) nicht motivieren.

Wenn du dir so etwas oft genug erzählst, wirst du gar nicht erst versuchen, das Ganze ganz einfach zu lernen.

Wie kannst diese blockierenden Gedanken loslassen?

„Einfach loslassen!“ klingt so simple, aber bei mir persönlich haut dieser Tipp leider meist nicht hin. Mittlerweile hab ich mir vielmehr angewöhnt solche Gedanken näher zu untersuchen und mir drei Fragen zu stellen:

  • Will ich das wirklich können?
  • Ist mir das wichtig?
  • Bin ich bereit, etwas dafür zu tun?

Wenn nein, fein!

Nicht jeder muss auf Händen balancieren können. Genauso wenig wie jeder frei präsentieren und vortragen muss.

Etwas nicht können zu wollen oder keinen Wert darauf zu legen, fühlt sich besser an als etwas nicht zu können. Und wer nicht bereit ist, etwas für sein Können zu tun, braucht sich nicht zu wundern, dass nix weitergeht.

Wenn ich eine der drei Fragen mit „Nein“ beantworte, dann ist die Angelegenheit für den Moment ad acta gelegt. Vielleicht bin in meinem späteren Leben bereit dazu…

Wenn ich alle drei Fragen mit „Ja“ beantworte, beginne ich mit Gedankenklauberei:

Aus „Das kann ich nicht!“ wird:

Das kann ich NOCH nicht!

oder noch viel besser:

Ich bin gerade dabei, das zu lernen!

So banal das klingt, durch diese Gedanken entsteht in meinem Gehirnkastel Raum:

1. Raum für die Vorstellung

Der Gedanke „Ich bin gerade dabei, etwas zu lernen“ eröffnet Raum für die Vorstellung, es zu können, und diesen Raum betrete ich in meiner Fantasie regelmäßig.

Was das heißt?

Ich stelle mir vor, wie ich das kann, was ich können will. Also in meinem Fall auf Händen balancieren. Und in deinem Fall könnte das zum Beispiel sein, wie du vor vielen Menschen frei von der Leber weg eine große Rede schwingen. Oder wie du dich authentisch vermarktest.

2. Raum für Lernmöglichkeiten

Jetzt kann ich darüber nachdenken, was mir eigentlich fehlt bzw. was ich brauche, um zu können, was ich können will.

Ist es Wissen, Übung, Know-how, Zeit, Unterstützung oder Erfahrung?
Oder fehlt nur der Mut, es einfach auszuprobieren?

Wie auch immer die Antwort lautet, die nächste Frage ist:
Wie komme ich zu dem was mir fehlt?
Wo und wann kann ich beginnen? Was ist der erste Schritt?

Und dann heißt es: Einfach anfangen!

Jeder weiß, dass er nur im Lotto gewinnen kann, wenn er sich auch ein Los kauft! Ich fang also damit an, zu tun, was ich eben tun kann und was mir gerade möglich ist. Ich übe, so oft und wo auch immer das geht.

Und wenn ich wirklich dran bleib, kommt der Rest von allein.

Wie gehst du mit „Das-kann-ich-nicht“ Gedanken um?
Und was wirst du als nächstes lernen?

Go for flow!

Su Coach

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