Geschäftsideen

3 Fragen, um die richtigen Geschäftsideen auszuwählen

1001 Idee! Und was packe ich jetzt an?

Letzte Woche war ich auf einem UnternehmerInnen-Workshop. Es ging darum , wie sich das eigene Geschäftsmodell erweitern lässt – also Ideen zu entwickeln, um sein Business voranzutreiben. Der Enthusiasmus war groß und die meisten Teilnehmer haben nur so gesprudelt vor Ideen.

Genauso ging es einer Klientin, die neben ihrem angestellten Job ein zweites Standbein aufbauen wollte. Viele Ideen – und jetzt?

Ideen zu haben ist eine Sache. Die richtigen Ideen umzusetzen eine andere. Gerade Menschen, die Ideen ausspucken wie ein Sprungbrunnen Wasser, haben oft Probleme damit, eine Auswahl zu treffen, sich auf ein Projekt zu fokussieren und das eine umzusetzen bevor sie das nächste angehen.

Welche Geschäftsidee / welches Projekt ist jetzt dran?

Sagen wir, du sitzt vor einer Liste von Ideen und du hast die Qual der Wahl, dann können dir drei einfache Fragen bei der Entscheidung ein gutes Stück weiterhelfen:

1.  Was bringt´s aus unternehmerischer Sicht?

Wenn du mich schon ein wenig kennst, weißt du, dass ich ein Verfechter des Weges der Freude bin. Jetzt müssen wir aber alle unsere Rechnungen bezahlen, viele müssen obendrein Vorgaben erfüllen und viele haben eine Verantwortung zu tragen.

Die Frage lautet daher:

Bringt diese Idee mein Business(-Leben) voran? 

Die Rede ist hier nicht davon, was eine Wahnsinns-Idee theoretisch bewirken könnte, wenn tatsächlich ein Wunder geschieht. Bleib realistisch! Außerdem geht es nicht nur darum, was eine Idee bringt, sondern auch wann.

Eine ganz entscheidende Frage dabei ist:

Wie dringend muss Geld fließen bzw.
wie wichtig ist ein rasches Ergebnis?

Manche Projekte brauchen Zeit, um Früchte zu tragen. Manche sogar viel Zeit und noch mehr Durchhaltevermögen! Je höher der Ergebnisdruck oder je leerer das Konto, desto wichtiger wird die Frage nach dem schnellen Nutzen.

Wenn ich heute anfange, ein Buch zu schreiben (Ja, das steht wieder mal auf meiner Liste.), dann hab ich frühestens in einem Jahr etwas davon und da rede ich nur von PR. Bis da Geld reinkommt braucht es noch länger und es fließt, realistisch betrachtet, nicht in rauen Mengen – obwohl ich natürlich vorhabe einen Bestseller zu schreiben :-).

Die Frage, die ich mir daher stellen muss: Kann und will ich mir das jetzt leisten und erlaubt es mein Business, meine Energie dafür einzusetzen oder macht ein anderes Projekt mehr Sinn?

Ein anderes Beispiel: Viele kommen heute mit der Idee ein Online-Business aufzubauen – beispielsweise ein Online-Training oder ein virtuelles Produkt anzubieten. Das kann durchaus funktionieren, aber das braucht Zeit, Energie und Einsatz. Das geht also weder so schnell noch so leicht, wie vielerorts angepriesen. Selbst die erfolgreichsten Blogger haben ein paar Monate und viel Arbeit gebraucht, um ein Income zu generieren.

Solche erst langfristig fruchtbringenden Business Ideen machen nur Sinn, wenn ein finanzieller Polster da ist, ein Sicherheitsnetz. Sonst würde ich dringend anraten, zuerst eine Idee anzupacken, die ein schnelleres Ergebnis bringt. Finanzieller Stress und Existenzängste sind nämlich weder dem Flow noch dem Erfolg besonders förderlich.

Wenn der Ergebnisdruck groß ist, besteht allerdings auch oft die umgekehrte Gefahr: Das sinnvollste Projekt wird fallen gelassen, nur weil es das Quartalsergebnis nicht verbessert. Auch nicht immer die beste Lösung.

2.  Was bringt´s aus persönlicher Sicht?

Untersuch deine Ideen nicht nur mit deinem unternehmerischen Auge, sondern auch mit deinem persönlichen. Bekanntlich sind Geld und Ergebnisse beim besten Willen nicht alles. An dieser Stelle geht´s um die Frage:

Wonach ist mir?

  • Wo kommt dein Enthusiasmus, deine Freude und dein Esprit ins Spiel?
    Worauf hast du Lust? Wofür brennst du?
  • Bei welchem Projekt hast du die Möglichkeit, deinen einzigartigen Anlagen und Fähigkeiten Raum zu geben, dich zu zeigen und zu entwickeln?
  • Welche Idee entspricht deinen jetzigen Bedürfnissen? Was macht für dich Sinn?

In den Flow kommst du am leichtesten dann , wenn du von innen heraus motiviert bist. [Siehe auch : Flow-Merkmale Punkt 3]

Daraus folgt eine banale, aber oft vernachlässigte Milchmädchenrechnung:

Innere Motivation = bessere Leistung = mehr Chancen auf Erfolg

Umgekehrt mag ein Projekt noch so gewinnversprechend sein, wenn kein eigener Antrieb dafür da ist, hapert es in aller Regel bei der Umsetzung.

Auch deine persönliche Verfassung und deine Kapazität haben hier ein entscheidendes Wörtchen mitzureden. Manche Ideen erfordern viel persönlichen Einsatz.

Wenn du bereits aus dem letzten Loch pfeifst, macht es keinen Sinn, dir noch dazu eine Aufgabe aufzuhalsen, die deinen Terminkalender und deine To-do-Liste über längere Zeit zum Bersten füllt.

Frag dich also auch:

Welche Kapazität hab ich zur Verfügung?
Wie groß ist mein persönlicher Aufwand, um diese Idee auf den Boden zu bringen? 

3. Was kannst und willst du jetzt TUN?

Ich habe in meinem Leben schon viele Luftschlösser gebaut und in meinem Kopf geniale Ideen ausgebrütet. Manche Projekte haben´s bis in die Konzeptionsphase geschafft – ja, manche davon waren sogar akribisch durchgeplant. Trotzdem sind sie letzten Endes nicht auf die Erde gekommen.

Worauf ich hinaus will:
Die beste Idee nutzt dir nichts, wenn du nicht ins Tun kommst.

Ehrlich, manche Menschen warten ewig auf die geniale Idee oder planen ein Projekt zu Tode, statt die Dinge anzugehen, die sie jetzt anpacken können.

Derek Sivers, Musiker, Unternehmer, Programmierer und Gründer von CD Baby hat eine geniale Gleichung aufgestellt.
[Siehe: Ideas are just a multiplier of Exekution]

Erfolg = Idee x Tun

Grottenschlechte Idee = -1
Schwache Idee = 1
So-lala Idee = 5
Gute Idee = 10
Großartige Idee = 15
Brilliante Idee = 20
Nichtstun = €1
Wenig Tun = €1000
So-lala Tun = €10,000
Produktives Tun = €100,000
Großartiges Tun = €1,000,000
Brilliantes Tun = €10,000,000
Um sich die Erfolgschancen für eine Idee auszurechen, musst du die beiden Faktoren multiplizieren.

Die brillanteste Idee ist demnach nur € 20,- wert, wenn du nichts dafür tust. Umgekehrt kannst du mit einer schwachen Idee, durchaus ein Vermögen machen, wenn du sie einzigartig und brilliant umsetzt.

An diesem Punkt geht es also um die Kombi von Punkt 1 und Punkt 2. Besser eine – aus unternehmerischer Sicht – schwächere Idee, die du mit Leidenschaft und Herzblut anpackst, als die Woooow-Idee, bei der du nicht ins Tun kommst.

Mit diesen drei einfachen Fragen und der Kombination daraus kannst du deine Ideen prüfen und ausfiltern, so dass idealerweise eine Idee übrigbleibt, der du dich die nächste Zeit voll verschreibst.

Vier kleine Tricks, um an deinem Highlight-Projekts die nächste Zeit dranzubleiben, finden du hier.

Go for flow!
Su Coach

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar