Erfolgsrezept

Das beste Erfolgsrezept für Ihr (Berufs-)Leben

Huuuch! Ich nehme den Mund ganz schön voll, wenn ich Ihnen das beste Erfolgsrezept verspreche.

Obwohl ich nicht weiß, wo Sie stehen, was sich in Ihrem (Business-)Leben abspielt, wo Sie hinwollen und welche Ressourcen Ihnen zur Verfügung stehen.

Obwohl gefühlte Millionen Erfolgstipps kursieren, die sich nicht selten widersprechen, und ich überzeugt bin, dass nur massgeschneiderte, zu Ihrem Wesen passende Empfehlungen wirklich weiterhelfen.

Trotzdem behaupte ich, dass es einen Dauerbrenner gibt, der immer erfolgversprechend ist. Für jeden.

Ziemlich gewagt, gell.

Ich will gar nicht lang um den heißen Brei herumreden.
Das Rezept lautet – Trommelwirbel:

Voll und ganz präsent zu sein – da, wo Sie sind!
Zu geben, was Sie geben können, und das Beste aus dem Jetzt zu machen.

Jochen Schweitzer, ein deutscher Unternehmer und Investor, hat´s mal so formuliert:

Der Kern des Erfolgs ist operative Exzellenz.
Das ist eine Grundhaltung, in allem, was ich tue,
danach zu streben, immer das Beste zu geben.

Wer nicht hinterm Mond lebt, hat schon öfters von diesem Rezept gehört.
Aber Hand auf´s Herz: Wie oft beherzigen Sie es?

Jeden Moment?
Jede Stunde?
Jeden Tag?
Einmal die Woche?
Oder nur alle heiligen Zeiten?

Dieses Rezept ist im Grunde einfach. Es konsequent umzusetzen, aber nicht leicht. Lassen Sie uns genauer unter die Lupe nehmen, was es dazu braucht.

3 essentielle Erfolgszutaten:

1. Das Hier und Jetzt annehmen

Ich habe Träume und Ideen. Projekte, die ich verwirklichen möchte. Vorstellungen, wie ich sein und was ich tun möchte. An sich kein Problem. Wenn… ja, wenn ich nicht so ungeduldig wäre und vor lauter Warum-geht-das-nicht-schneller-und-besser mit dem Hier und Jetzt ins Hadern käme.

Gerade wenn Sie ein Ziel erreichen, eine Vision verwirklichen, Ideen umsetzen oder neue Wege einschlagen möchten, kann der Ist-Zustand durchaus frustrierend sein. Sie sind jetzt eben (noch) nicht dort, wo Sie sein wollen.

Je weiter Ist und Soll auseinanderklaffen, desto schwieriger ist es, die momentane Situation voll und ganz anzunehmen und ganz einfach jetzt sein Möglichstes zu tun. Selbst wenn es nur ein winziger Schritt ist, der so unbedeutend wirkt wie ein Pünktchen auf einer kilometerlangen Geraden.

[Siehe auch: 3 Gründe in kleinen Schritten zu denken]

Das Hier und Jetzt anzunehmen, ist noch schwieriger, wenn es im Moment mies läuft. Der Job zu wünschen übrig lässt. Das Arbeitsklima verseucht ist. Der Haussegen schief hängt. Stress und Druck im Übermass vorhanden sind. Oder sonstige Probleme das Dasein verleiden.

Ja, der Widerstand gegen das, was Jetzt ist, ist oft durchaus verständlich und gerechtfertigt, aber niemals sinnvoll.

Warum?

Ihr Leben ist Jetzt. Nicht erst, wenn´s anders ist. Nicht erst, wenn Sie an Ihrem Ziel angekommen sind oder mehr Erfolg haben. Nicht erst, wenn Sie einen anderen Job haben oder ein anderes Privatleben. Ihr Leben ist nur Jetzt.

Ihr Leben wird niemals besser, wenn Sie mit dem Jetzt im Widerstand sind.

Warum?

  • Ihre Zukunft hängt davon ab, was Sie jetzt denken und tun.

Sie können jetzt weder sinnvoll denken noch produktiv handeln, wenn Sie im Widerstand sind. Innerer Widerstand blockiert. Sie und den Fluss des Lebens.

Wann immer Sie denken, dass irgendetwas anders sein müsste oder anders sein sollte, als es ist, streiten Ihre Gedanken mit der Wirklichkeit. Ein Streit, der nicht nur viel Energie kostet, sondern auch ein Streit, den Sie niemals gewinnen können.

  • Etwas, dem Sie sich widersetzen, bleibt bestehen.
    Was Sie anschauen wird mehr.

Das ist das Gesetzt der Resonanz. Durch den Fokus auf das Problem, ziehen Sie mehr von dem an, was Sie nicht wollen: Probleme!

Damit das auch gesagt ist: Annehmen, was ist, bedeutet nicht alles hinzunehmen und nichts mehr zu verändern. Sondern sich auf das zu konzentrieren, was Sie verändern können, und beim Rest die Kontrolle loszulassen und dem Leben zu vertrauen.

Nur wenn Sie bereit sind, das anzunehmen, was hier und jetzt ist,
haben Sie die Energie und die Kraft, Ihr Bestes zu geben und das Beste aus allem zu machen.

2. Präsent sein

Eine recht bekannte Geschichte aus dem Zen-Buddhismus bringt das Problem auf den Punkt:

Ein Zen-Meister wurde einmal gefragt, wie er trotz seiner vielen Aufgaben so ausgeglichen und glücklich sein könne. Er sagte: „Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich spreche, dann spreche ich …“

Die Fragesteller fielen ihm ins Wort und sagten: „Das machen wir auch, aber was tust du sonst noch?“
Er wiederholte: „Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich spreche, dann spreche ich …“

Wiederum unterbrachen sie ihn: „Das tun wir doch auch!“
Der Meister aber antwortete: „Nein! Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon. Wenn ihr steht, dann lauft ihr schon. Wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel …“

Erwischt! Die meisten von uns sind im Geist oft schon einen Schritt weiter, abgelenkt oder gleich ganz woanders.

Während Sie mit Ihrem Kunden, Kollegen oder Freund sprechen, hören Sie vielleicht nicht richtig zu, weil Sie schon überlegen, was Sie als nächstes sagen und welche Argumente Sie vorbringen werden. Oder Sie sind mit Ihren Gedanken schon beim nächsten Punkt auf Ihrer To-do Liste oder schon am Weg aus dem Büro.

Üben Sie sich in Ihrem Alltag darin, ganz präsent zu sein. Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf das zu lenken, was hier und jetzt ist. Egal ob Sie eine bestimmte Aufgabe erledigen, ein Gespräch führen, in einem Meeting sitzen oder am Heimweg sind.

Egal was Sie tun: Nur wenn Sie voll und ganz präsent und bei der Sache sind, können Sie Ihr Bestes geben. Dann haben Sie Zugriff auf alle Ihre Ressourcen und mehr noch, Sie finden in Ihren Flow.

3. Ihr Bestes geben

Hier gibt es grob gesagt zwei große Fallen:

Die Perfektionismus-Falle:

Diese Falle betrifft Sie, wenn Sie alles perfekt machen wollen oder mit der Ich-bin-(noch)-nicht-gut-genug oder Ich-schaff-nicht-genug Krankheit infiziert sind.

Wenn Sie sich die Latte zu hoch legen, die Ansprüche an sich selbst unmenschlich sind bzw. ständig daran zweifeln, ob Sie wohl genug können und genug tun, lähmen und blockieren Sie sich selbst.

Ihr Bestes wird – abhängig von Ihrer Verfassung und abhängig von dem, was gerade ansteht – mal mehr und mal weniger sein. Mal besser mal schlechter. So ist das Leben.

Ihr Bestes zu geben heißt, das zu tun, was eben jetzt möglich ist.
So gut Sie eben jetzt können. Nicht mehr und nicht weniger. Das genügt.

Die Routine-Falle:

Achtung bei Routineaufgaben. Bei Dingen, die wir im Schlaf erledigen können, werden wir leicht schleißig. Wir sind weder bei der Sache noch geben wir unser Bestes. Geht ja auch so.

Aus dem Zen stammt ein Konzept, das uns hier weiterhilft: der Anfängergeist.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen inneren Schalter, mit dem Sie vom „Routinegeist“ auf den „Anfängergeist“ umschalten können. Im Modus des Anfängergeistes tun Sie so, als ob alles zum ersten Mal passiert.

Gehen Sie an alle Dinge mit Frische und Aufmerksamkeit heran – selbst wenn Sie etwas schon tausendmal getan haben.

Egal ob es sich um den Weg ins Büro, um die Begegnung mit Ihren Mitarbeitern oder Kunden oder um eine Routinetätigkeit handelt. Anstatt davon auszugehen, dass alles so ist, wie es immer ist, öffnen Sie sich für den gegenwärtigen Augenblick. Seien Sie präsent und geben Sie Ihr Bestes, was immer das jetzt ist.

Rezepte muss man bekanntlich ausprobieren, um herauszufinden, ob sie wirksam sind. Machen Sie einen Praxis-Test:
Verschreiben Sie sich  für den nächsten Monaten diesem simplen Erfolgsrezept! So gut es geht.

Lassen Sie mich wissen, wie sich das auf Ihr (Berufs-)Leben und auf Ihren Flow auswirkt.

Go for flow!
Su Busson

3 Responses to Das beste Erfolgsrezept für Ihr (Berufs-)Leben

  1. irmgard 5. November 2015 at 17:45 #

    mir gefallen die texte,sie bauen auf. Ich hab schon einige bücher von ihr gelesen, aber die kurzen abschnitte im Internet sind für mich sehr interessant. Danke

    • Su
      Su 5. November 2015 at 20:25 #

      Schön Dich auch in meinem neuen Blog „wiederzusehen“! Danke für Dein Feedback! Alles Liebe Su

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