Egoistisch

Warum du egoistisch sein musst, wenn es um dein Wohlbefinden geht!

Wann bist du das letzte Mal im Flieger gesessen? Erinnerst du dich an die Sicherheitshinweise der Flugbegleiter?

Im Notfall musst du zunächst dir selbst die Sauerstoffmaske überziehen und dich erst dann um deine Sitznachbarn kümmern. Egal, wer da neben dir sitzt. Erst wenn du Sauerstoff zum Atmen hast, kannst du sicher sein, für deine Mitflieger eine nützliche Hilfe zu sein.

Das gilt nicht nur in der Luft, sondern auch auf der Erde:
Dein eigenes Wohlbefinden hat höchste Priorität!

Ja, du darfst egoistisch sein

Du musst zuerst darauf achten, dass es dir gut geht.

Das heißt, dass du nicht „Ja“ sagst, wenn du „Nein“ meinst. Dass du nicht ständig zurücksteckst und deine Bedürfnisse hinten anstellst. Dass du nicht versuchst, es anderen Recht zu machen und die Erwartungen anderer zu erfüllen, nur um gut dazu stehen (Siehe auch: Lieber gut dastehen oder zu sich selbst stehen?). Dass du nicht gegen deine eigenen Überzeugungen und gegen deine Intuition handelst. Das heißt:

Du tust, was sich für dich jetzt gut, richtig, authentisch und stimmig anfühlt. 

Aber bin ich dann nicht total egoistisch?

Es kursieren unzählige Glaubenssätze, die besagen, dass wir zuerst auf andere achten müssen, dann erst auf uns selbst. Sich selbst und das eigene Wohlbefinden an erste Stelle zu setzen, das scheint für viele Menschen fast sündhaft zu sein oder zumindest reichlich egoistisch. Viele haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie es tun.

Wenn du dich zuerst um deinen mentalen, emotionalen und körperlichen Zustand kümmerst und für dein persönliches Wohlbefinden sorgst, dann ist das egoistisch. Ja!

Und das ist gut so! Kein Grund ein schlechtes Gewissen zu haben.

Gesunder Egoismus

Schauen wir uns die ganze Sache näher an:

1. Du kannst nur geben, was du selbst hast!

Betrachten wir die Angelegenheit einmal von einer anderen Warte: Du kannst jemandem nur dann Geld geben, wenn du Geld hast. Du kannst anderen nur dann dein Wissen vermitteln, wenn du etwas weißt. Du kannst dein Essen nur teilen, wenn du etwas zu essen hast.

Das leuchtet jedem ein. Viele meinen aber, andere glücklich machen zu können, ohne selbst glücklich zu sein, und für andere sorgen zu können, ohne für sich selbst zu sorgen.

Wie willst du etwas geben, das du selbst nicht hast?
Löse dich von der Illusion, zuerst für andere da sein zu können, wenn es dir nicht gut geht. Das ist nicht möglich. Wenn du keine Energie und Kraft hast, hast du anderen nichts zu geben. So einfach ist es.

2. Nur in einem guten Zustand hast du Zugriff auf dein Potenzial

Mit Sicherheit hast du Situationen erlebt, in denen du schlecht drauf warst und dich nicht so verhalten, wie du das eigentlich wolltest.

Streit ist ein typisches Beispiel. Oder hast du im Zuge eines Streites noch nie Dinge gesagt oder getan, die du später bereut hast? In der Situation selbst konntest du einfach nicht anders – andere Optionen waren wie ausgeblendet. Wenn du nicht so außer dir gewesen wärst, hättest du ganz anders agiert, das weißt du.

Anderes Beispiel: Sagen wir, du bist ohnehin schon angespannt und total gestresst und dann kommt irgendjemand mit einem Problem daher. Du weißt beim besten Willen nicht, wie du das jetzt auch noch meistern sollst.
Nehmen wir an, du bist an dem Tag entspannt und gut drauf und derselbe Jemand kommt mit dem selben Problem auf du zu. Du weißt genau, was zu tun ist, wie du am besten damit umgehst und wie du helfen kannst.
Du bist derselbe Mensch in derselben Situation – der einzige Unterschied ist deine Gemütsverfassung.

Nicht umsonst sage ich immer: Wenn du im Flow bist, geht dir alles leichter von der Hand! Und das weißt du auch aus eigener Erfahrung.

Noch einen weiteren Grund wollen wir uns anschauen, warum dein persönliches Wohlbefinden Priorität hat:

3. Was du ausstrahlst, ziehst du an.

Das Gesetz der Resonz lautet: Gleiches zieht gleiches an. Wie du selbst drauf bist, bestimmt, was du anziehst und erlebst. Die Ereignisse, Menschen und Situationen, die in deinem Leben auftauchen, sind eine Reflektion deines Gefühlsniveaus. Dein Umfeld ist ein Spiegel deiner Innenwelt.

Der Spiegel des Lebens lächelt nicht bevor du nicht lächelst.

Ein Beispiel aus meinem Leben: Wenn ich genervt am Computer sitze, erlebe ich ganz oft, dass meine Technik anfängt zu spinnen – mein Computer ständig hängen bleibt, Mails nicht reinkommen, meine Homepage nicht funktioniert und so weiter.
Mittlerweile hab ich´s mir angewöhnt, SOFORT zu schauen, wie es mir geht, wenn technische Probleme auftauchen und zuerst irgendetwas zu tun, damit es mir besser geht, bevor ich weitermache.

Das mag für dich komisch klingen. Aber achte einmal bewusst darauf, wie unterschiedlich deine Tage verlaufen und welche Situationen auftauchen, wenn es dir gut geht und wenn nicht. Es ist mir noch niemand untergekommen, der den Unterschied nicht sehr genau kennt.

Bleiben wir noch kurz beim Gesetz der Resonanz, dann ist auch eines glasklar:

Egositisch ≠ Rücksichtslos

Für das eigene Wohlbefinden zu sorgen bedeutet NICHT, rücksichtslos zu sein, andere Menschen auszunutzen oder anderen zu schaden. Das ist nicht egoistisch, sondern selbstsüchtig.
Und unterm Strich bescheuert: Was du ausstrahlst, kommt zurück!

4. Du hast MEHR zu geben

Zuerst auf dich selbst zu schauen bedeutet auch nicht, keine Anteilnahme zu zeigen, andere Menschen nicht zu unterstützen und nicht für andere da zu sein.

Im Gegenteil: Menschen, denen es gut geht, sind in der Regel wesentlich toleranter, offener und verständnisvoller. Sie sind angeschlossen an ihre Quelle der Freude und haben damit genügend Kraft, für andere da zu sein, andere anzunehmen, wie sie sind, und anderen wirklich zu helfen.

Wer hingegen versucht, aus einem schlechten Zustand hilfreich zu sein und die Welt zu verändern, der richtet am Ende meist mehr Schaden als Nutzen an.

So paradox es auch klingen mag: Du hilfst anderen am meisten, wenn du zuerst dir selbst hilft. Du verbesserst die Welt, wenn du deine Befindlichkeit verbesserst.

Denk aus diesen Gründen immer an die „Flugzeugregel„:
Verwende deine „Sauerstoffmaske“ sofort und ohne schlechtes Gewissen, wenn du merkst, dass dein Wohlbefinden zu wünschen übrig lässt. Alles, was dazu beiträgt, dein Gefühlszustand zu verbessern (und sei ein nur ein wenig), ist von Wert.

Sei egoistisch, wenn es darum geht, dich besser zu fühlen. Das schuldest du nicht nur dir selbst. Du machst damit auch anderen Menschen ein großes Geschenk: dein ganzes Umfeld profitiert von deiner positiven Schwingung.

Und, was tust du heute noch für dein Wohlbefinden?

Go for flow!

Su Coach

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5 Responses to Warum du egoistisch sein musst, wenn es um dein Wohlbefinden geht!

  1. Andy 24. März 2016 at 15:50 #

    Eine gute Erinnerung. Darauf vergisst man viel zu oft.

    • Su
      Su 24. März 2016 at 16:37 #

      Jö! Dein Rückmeldung freut mich! Muss mich auch selbst immer wieder daran erinnern :-)!

  2. ANN 29. März 2016 at 10:17 #

    der feed funktioniert nicht!

    • Su
      Su 2. April 2016 at 16:09 #

      Zuerst einmal: Bitte um Entschuldigung für meine späte Antwort und vielen Dank für den Hinweis!
      Leider hab ich es noch nicht geschafft das Problem zu lösen. Da brauche ich wohl einen technisch versierteren Menschen als ich es bin :-)!
      Ich arbeite daran. Und nochmals vielen Dank!

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