Müll

Gedankenmüll rausschaffen

[Jeden Sonntag gibt es hier eine Intention der Woche – eine Absicht, die ich mir für die nächsten 7 Tage setze. Du bist herzlich eingeladen mitzumachen.]

Schaff den Mülll raus.

Dieser Satz ist bei mir hängengeblieben. Er stammt aus dem Film „Peacefull Warrior – Der Pfad des friedvollen Kriegers“, die Verfilmung von Dan Millman‘s autobiografischen Roman. 

„Schaff den Mülll raus.“ sagt der weise Lehrer mit dem Spitznamen Sokrates zu seinem Schüler, dem jungen, ambitionierten Sportstudenten Dan.
„Bring den Müll doch selbst raus.“ erwidert Dan bockig.
Sokrates tippt auf Dan´s Kopf und sagt: „Ich spreche aber nicht von dem physischen Müll. Ich spreche von dem Müll in deinem Kopf. Schaff den Müll raus. Du musst den Müll rausschaffen, um wirklich frei zu sein.“

In meinem Kopf ist auch noch einiges an Müll. Wenn ich nicht aufpasse, neigt mein Kopf dazu in einer Tour zu quasseln und mir Dinge zu erzählen, die entweder völlig irrelevant und belanglos oder gar destruktiv und unerfreulich sind. Mit seinem Gelabber übertönt er gerne meine leise innere Stimme, macht es mir manchmal ganz schön schwer meinem Herz zu folgen und lässt mich viel zu oft das Hier und Jetzt vergessen – bekanntlich das einzige, was wirklich zählt.

Mehr als genug Gründe, das „Müllraustragen“ zur Intention der Woche zu machen.

Diese Woche schaff ich gedanklichen Müll raus

Wie geht das? Leider gibt es ja keinen Schalter im Gehirn, den wir auf „Off“ drehen können, wenn wir unsere Gehirn gerade nicht für produktive Zwecke benutzen, und auch kein einfaches Aussortiersystem. Den gedanklichen Müll rauszuwerfen ist schlicht und einfach Arbeit. Arbeit, die Achtsamkeit erfordert. Es macht allerdings recht wenig Sinn, Gedanken ständig zu prüfen, dazu ist im Oberstübchen viel zu viel los.

Diese Woche nutze ich vielmehr meine eigene Gefühle und mein Energieniveau als „Müllalarm“. Sobald ich bemerke, dass unangenehme Gefühle auftauchen, sich meine Stimmung merklich verschlechtert oder meine Energie spürbar abfällt, halte ich inne und frage mich:

  • Was ist in meinem Kopf los?
  • Worum kreisen meine Gedanken?
  • Wo bin/war ich gerade mit meiner Aufmerksamkeit? 

Vielleicht kiefle ich gerade an einem Problem, führe in Gedanken mit jemandem ein unangenehmes Gespräch oder denke darüber nach, was ich heute noch alles erledigen sollte und wie wenig Zeit ich habe. Vielleicht ärgere ich mich über etwas, sorge mich um jemanden oder grübele über ein Ereignis nach. Vielleicht drehen sich meine Gedanken darum, wie müde ich bin, oder dass heute nicht mein Tag ist.

Kurz: Ich nehme ganz bewusst zur Kenntnis, was mein Kopf so treibt und womit er sich so beschäftigt, und fande nach Müll.

Den Gedankenmist, den ich auf diese Weise entdecke, stecke ich in meiner Vorstellung in ein Mistsackerl und werfe es in eine große, schwarze Mülltonne – in so eine, die die Müllabfuhr ausleert.

Dann entscheide ich ganz bewusst, womit ich mich jetzt gedanklich lieber beschäftigen möchte, worauf ich meine Aufmerksamkeit lenken will bzw. wie ich produktiver denken kann.

Und wie schaffst du den Müll raus?

Go for flow

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