Gelassenheit

Gelassenheit und wie mir Buddha dabei hilft

[Jeden Sonntag gibt es hier eine Intention der Woche – eine Absicht, die ich mir für die nächsten 7 Tage setze. Du bist herzlich eingeladen mitzumachen.]

Manche Menschen sind wie ein Fels in der Brandung. Egal wie hoch die Wogen schlagen, sie sind zentriert in ihrer Mitte. Nichts scheint sie aus der Ruhe zu bringen.

Die Menschen, von denen hier die Rede ist, regen sich nicht über Kleinigkeiten auf, und sie beschweren sich nicht über Dinge, die sie nicht ändern können. Mit Problemen gehen sie entspannt und souverän um. Sie tun, was sie tun können. Ohne Panik. Ohne Stress. Ohne Drama.

Was diese Menschen auszeichnet ist: Gelassenheit.

Gelassenheit ist eine sehr nützliche, bewundernswerte und inspirierende Eigenschaft, finde ich. Jedenfalls sehe ich Grund genug, mich diese Woche darin zu üben.

Diese Woche übe ich mich in Gelassenheit

Damit hab ich wohl auch schon verraten, dass ich nicht immer die Gelassenheit in Person bin. Mein wundester Punkt ist zurzeit – wieder einmal – die Technik. Immer wieder ertappe ich mich dabei, lauthals vor mich hinzuschimpfen, wenn mein Computer und alle damit verbundenen Systeme nicht so funktionieren, wie ich das möchte. Unlängst bin ich deswegen sogar in Tränen ausgebrochen 😰. Was meinen Computer nicht sehr beindruckt und mir nicht wirklich weitergeholfen hat.

  • Was ist dein wunder Punkt? Was bringt dich am leichtesten aus der Ruhe?
  • In welcher Hinsicht wünscht du dir mehr Gelassenheit?

Wenn du diese Woche mitmachen möchtest, verrate ich dir noch, was ich tun werde, wenn sich meine Gelassenheit zu verabschieden droht.

4 Tipps für mehr Gelassenheit

1. Atmen

OK! Das ist wirklich ein banaler Tipp, ich weiß. Doch ist er äußerst hilfreich und viele – ich auch – vergessen im Alltag immer wieder darauf. Diese Woche erinnere ich mich daran ruhig, tief und gleichmäßig durch die Nase zu atmen, sobald ich merke, dass ich innerlich ins Wanken gerate.

2. Erden

Wenn ich mich aufrege und meine innere Ruhe verliere, hat das in aller Regel damit zu tun, dass meine ganze Energie im Kopf steckt. Meine Gedanken kreisen um ein Thema oder beurteilen eine Situation so, dass ich nicht mehr in meiner Mitte bin. Was normalerweise wiederum dazu führt, dass ich noch mehr denke und das Problem nur verschlimmerbesser.

Diese Woche starte ich stattdessen eine bewusste Energieverlagerung nach unten. Ich gehe mit meiner Aufmerksamkeit in meine Füße und stelle mir Wurzeln vor, die aus meinen Fußsohlen in die Erde wachsen. Jeder weiß, wie fest ein Baum steht der tief verwurzelt ist. Über diese Wurzeln kann ich die Kraft der Erde aufnehmen und inneren Halt finden.

Ganz von allein „entziehe“ ich dem Kopf damit Energie und verbunden mit einer tiefen Atmung verändert sich auf diese Weise die innere Unruhe erstaunlich schnell.

Wenn du das Gefühl hast, dass dir mehr Erdung gut tun würde, lies hier nach: Sich erden

3. Die zeitliche Perspektive

Die allermeisten Dinge, über die wir uns heute aufregen, haben wir in Kürze vergessen oder sie haben einfach keine Bedeutung mehr für uns.

Über meinen Technik-Heulkrampf von letzter Woche kann ich heute lachen. An das, was mich vor einem Jahr noch total aus der Ruhe gebracht hat, kann ich mich heute nur noch dunkel erinnern, oder es zumindest völlig gelassen sehen.

Wenn ich mich aufrege, hilft mir daher oft schon die Frage, welche Relevanz ein Ereignis wohl in Zukunft für mich hat:

  • Welche Bedeutung hat diese Situation nächste Woche/nächsten Monat/nächstes Jahr oder in fünf Jahren?
  • Wie lange werde ich mich wohl noch darüber aufregen?
  • Wie lange MÖCHTE ich mich noch darüber aufregen?

Vor allem Kleinigkeiten rücken auf diese Weise schnell wieder in die richtige Perspektive – die Aufregung über den Stau oder die lange Wartezeit lässt sich damit beispielsweise deutlich verkürzen. Bei „größeren“ Angelegenheiten finde ich diesen Ansatz zumindest entlastend.

4. Die gelassene Perspektive

Last but not least, ich hole mir ein Vorbild zu Hilfe. Du hast sicherlich schon erlebt, wie die Energie eines anderen Menschen auf dich abfärbt – dich die gute Stimmung des anderen angesteckt hat oder im schlechteren Fall die miese Laune auf dich übergesprungen ist.

Diese Erfahrung und mein Vorstellungsvermögen mache ich mir hier zu nutze: Ich denke an einen Menschen, der für mich das Gefühl von Gelassenheit verkörpert – an Buddha, den Dalai Lama oder an einen Bekannten von mir, der für mich die Gelassenheit in Person ist– und stelle mir für wie sein Energiefeld der Gelassenheit auf mich und mein Energiefeld wirkt. Ich lasse mich also quasi mit Gelassenheit anstecken.

Auf eine gelassene Woche!

P.S: Du braucht dringend mehr Gelassenheit in deinem Leben, dann hol dir ein Life-Coaching.

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