Glücklich-sein-leicht

Glücklich sein leicht gemacht

[Jeden Sonntag gibt es hier eine Intention der Woche – eine Absicht, die ich mir für die nächsten 7 Tage setze. Du bist herzlich eingeladen mitzumachen.]

Wenn es darum geht glücklich zu sein, gibt es einen fatalen Denkfehler: den Fehler, zu denken, dass uns äußere Lebensumstände glücklich machen.

Dieser Denkfehler ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und macht glücklich sein sau schwer. Wir knüpfen unser subjektives Wohlbefinden an externe Bedingungen und rennen ständig irgendwelchen Dingen hinterher.
Sei es dem Traumpartner, dem Geld, der Idealfigur, der Karriere, dem Erfolg, dem Urlaub, der ewigen Jugend, der Gesundheit, dem neuen Auto, den Designerklamotten, dem Wetter oder der Erleuchtung.

Ich wäre glücklicher, wenn ich …. hätte/wäre.

Halt kurz inne und frag dich nach deinen „Wenns“:

  • Was denkst du, müsste passieren oder sein, damit du glücklicher wärst?
  • Was denkst du, würde dein jetziges Glücksniveau steigern?

Lies erst weiter, wenn du dir die Frage beantwortet hast.
Meinem Kopf fällt jedenfalls immer wieder etwas ein. Und: Ich muss mir immer wieder bewusst machen, dass das nur eine Geschichte ist, die mir mein Kopf erzählt. Eine Geschichte, die nicht wahr ist.

Dank moderner Glückswissenschaft ist erwiesen, dass wir:

  1. alle schlecht darin, vorherzusagen, was uns glücklich machen wird. 
  2. äußere Umstände kaum Einfluss auf unser Glück haben.

Erstaunlicherweise macht uns der neue Traumjob, das höhere Gehalt, die Selbstständigkeit, das neue Auto, die verlorenen Kilos, die Botox-Spritze, der Urlaub, die neuen Schuhe… lange nicht so glücklich, wie wir dachten. Zumindest nicht dauerhaft.

Wir passen uns an die neuen Gegebenheiten an; was anfangs noch unser Glückempfinden erhöht, wird auf Dauer vollkommen normal und wir fallen wieder auf unser gewohntes Glücksniveau zurück.

Das gilt sogar in Extremfällen: Wer im Lotto gewinnt, ist nach einem Jahr im Durchschnitt nicht glücklicher als jemand, der durch einen Unfall gelähmt wurde. Krass, oder?

Glücklichsein schwer gemacht

Wenn wir denken, dass irgendwelche äußere Umstände uns dauerhaft glücklich machen können, dann

a.) laufen wir einer Fatamorgana nach oder
b.) wenn die Umstände wirklich toll sind, haben wir ständig Angst und Sorge, die glücklichen Umstände wieder zu verlieren.

Oftmals machen wir uns dabei sogar so viel Stress, dass wir uns im Hier und Jetzt schlecht fühlen. Vor lauter Bedingungen, was zu unserem Glück sein muss und sein darf und was nicht, vergessen wir total, unser Leben zu genießen – einfach glücklich zu sein, mit dem was ist.

Wie oft betrachten wir wunderbare Menschen, Dinge oder Erlebnisse als selbstverständlich und sind blind für das, was wir haben? Wie oft machen wir große Pläne für die Zukunft, statt dankbar zu sein für das Hier und Jetzt? Wie oft wollen wir unbedingt etwas haben, weil wir es wertschätzen, und schätzen es nicht mehr wert, sobald wir es haben?

Genau genommen ist Wohlbefinden und Glücklichsein unser Naturzustand. Ohnehin immer da. Unabhängig von äußerem Umständen. Maximal überlagert von unseren Gedanken in diesem Moment. Diese Gedanken haben oft damit zu tun, dass wir denken, dass es besser wäre, wenn´s anderes wäre.

Selbstgemachte Bedingungen

Aus der Glücksforschung wissen wir wie gesagt längst, dass es nicht die Ereignisse und Umstände in unserem Leben sind, die über unser Glücklichsein bestimmen. Es ist die Art und Weise, wie unser Gehirn die Ergebnisse und Umstände ins unserem Leben verarbeitet. Wie wir sie bewerten. Wie wir damit umgehen. Was wir daraus machen.

Glücklicherweise sind die Bewertungskriterien für unser Leben und die Glücksbedingungen, die wir meinen zu brauchen, nicht in unseren Genen festgeschrieben. Wir können sie verändern: Wir bestimmen selbst, wie wir die Dinge beurteilen und welchen Wert etwas für uns hat. Wir bestimmen auch selbst, welche Gründe wir brauchen, um glücklich zu sein.

Und: Wirklich glücklich sind nicht die Menschen, die alles bekommen, was sie wollen, sondern jene, die zu schätzen wissen, was sie haben, und dankbar sind für all das, was sie bekommen. Und durch den Fokus auf das Gute im Leben, wird das Gute bekanntlich mehr.

Diese Woche mache ich mir glücklich sein leicht

Ich achte mehr darauf, was ich habe, anstatt darauf was ich nicht habe.
Ich bin dankbar für das, was Hier und Jetzt ist.
Ich schätze, die Dinge, die Menschen und Erlebnisse aus ganzem Herzen wert.

Und es gibt tausende Dinge, für die ich glücklich und dankbar sein kann: das Leben selbst, ein Dach über dem Kopf, meine Familie und engste Vertrauten, Liebe, gute Freunde, mein Körper, Gesundheit, besondere Augenblicke, Humor, ein Lächeln, die Sonne am Himmel, interessante Gespräche, ein köstliches Essen, eine Umarmung, Blumen, ein Spaziergang, ein Sonnenaufgang, ein schöner Film, Arbeit, ein Projekt, mein Zuhause, mein Auto, die Natur, Kreativität, Inspiration, Helfer, Musik, Ehrlichkeit, Engagement, Unterstützung, …

Mit anderen Worten: Ich mache meinem Hirn bewusst, dass es mehr als genug Gründe gibt, glücklich zu sein. Und mache es damit meinem Hirn leicht, Glück zu empfinden.

Wie machst du dir Glücklichensein leicht?

Go for flow!

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