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Wie du dein falsches Ich-Ideal in 3 Schritten loslässt

Dein Ich-Ideal

Im 1. Teil diese Artikels hast du deine Ich-Idealliste erstellt. Nein, hast du noch nicht, dann fang hier an: Welchem Idealbild meinst du entsprechen zu müssen

Schwarz auf Weiß steht auf deiner Liste, wie du glaubst, sein zu sollen, denkst, sein zu müssen oder meinst, nicht zu sein. Jetzt ist Zeit, sich von diesen Vorstellungen – die dich in aller Regel nur blockieren – zu verabschieden.

1. Nimm deine Ich-Ideal-Punkte unter die Lupe

Das geht am leichtesten, wenn du jeden Punkt auf deiner Liste Schritt für Schritt hinterfragst, aufweichst und korrigierst. Du nimmst jedes „Ich müsste“, „Ich sollte“ und „Ich dürfte nicht“ auf deiner Liste genau unter die Lupe:

  • Wer sagt, dass du so sein solltest/müsstest/nicht sein dürftest?
  • Lautet deine Antwort „Ich“? Wie kommst du auf die Idee?
  • Wer auch immer das sagt: Ist es wirklich wahr?
    Bist du ganz sicher, dass das wahr ist. Du tatsächlich so sein solltest/müsstest oder das tun solltest/müsstest?
  • Entspricht diese Erwartung an dich selbst deinem wahren Wesen?
    Oder müsstest du dich dafür verbiegen? Oder etwas tun, was sich für dich nicht gut, richtig, stimmig oder authentisch anfühlt?
  • Müssten alle Menschen so sein oder betrifft diese Vorstellung nur deine Person?
  • Was würdest du einem anderen Menschen raten, der diese Vorstellung über sich hat?
  • Was ist gut daran, dass du nicht so bist, wie du glaubst, sein zu sollen?
  • Wie würdest du dich fühlen, wenn du dich von dieser Vorstellung befreist?
  • Was wäre anders, wenn du wüsstest, dass du nicht so sein solltest/müsstest?

2. Filter Deine Wachstumspunkte heraus

Vielleicht hast du auf deiner Liste den ein oder anderen Punkt gefunden, der dir wirklich wichtig ist und dir entspricht. Ein Punkt, bei dem du wachsen und dich entwickeln möchtest – nicht weil du solltest, müsstest oder es besser wäre, sondern weil du das möchtest.

Gut, dann schreib diese „Ist mir wirklich wichtig“-Punkte irgendwo extra auf.
Das ist deine Wachstumsliste.

Achte unbedingt darauf, dass auf deiner Wachstumsliste nicht zu viele Punkte stehen. Wenn du nicht zig Verbesserungspunkte auf deiner Liste hast, wird es dir wesentlich leichter fallen, dort anzusetzen, wo es für dich wirklich zählt.

Dann such dir deinen wichtigsten Wachstumspunkt aus. Ein (1!!!) Punkt. Und frag dich:

  • Was kann, möchte und werde ich in dieser Hinsicht tun?
  • Was ist der erste Schritt, denn ich jetzt – noch heute oder spätestens morgen – setzen kann?
  • Was oder wer kann mir helfen, in dieser Hinsicht zu wachsen oder diesen Punkt tatsächlich anzupacken?

3. Mach ein Abschiedsritual mit deiner Ich-Ideal Liste

Die für dich wirklich wichtigen Punkte hast du herausgefiltert. Den Rest kannst du jetzt getrost loslassen. Und zwar im Bewusstsein, dass du damit Raum schaffst für dein echtes Wachstum.

Nimm dir Zeit, dich von deiner Ich-Idealliste zu verabschieden, in dem du ein kleines Abschiedsritual machst. Das kannst du ganz einfach halten, in dem du die Liste bewusst zerreißt und wegschmeißt. Du kannst die Liste auch verbrennen – fackle nur bitte nicht deine Wohnung ab :-). Oder du übergibst sie einem Fluss. Oder du beseitigst sie auf eine andere Weise, die für dich stimmig ist.

Was zählt ist deine innere Absicht, diese Idealbild loszulassen und stattdessen DEINES zu leben.

Als ich vor vielen Jahre diese Übung das erste Mal gemacht hab, war meine Liste elendslang. All meine So-wäre-ich-idealerweise Punkte standen auf einem Flipchart, so viel Platz hab ich gebraucht. Seither hab ich die Übung einige Mal wiederholt – die Liste ist immer kürzer geworden und das ist jedes Mal sehr befreiend und Flow förderlich.

Du kannst also diese Übung jederzeit wiederholen. Vor allem dann, wenn du merkst, dass du unzufrieden mit dir bist und anfängst zu denken, was du nicht alles besser machen könntest/solltest/müsstest.

Es lohnt rauszufiltern, was für dich wirklich zählt und wo du einfach nur einem Idealbild hinterherläufst.

Go for flow!
Su Coach

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