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„Ich weiß nicht, was ich will!“ Wirklich nicht?

„Ich möchte mich beruflich verändern, aber ich weiß nicht, was ich wirklich tun will!“ So hat eine Klientin mit einem Satz ihr vermeintliches Problem auf den Punkt gebraucht.

„Das stimmt nicht!“, hab ich widersprochen. Das hab ich so kühn behauptet, weil in den Karten (ein Teil der Persönlichkeitsanalyse, die ich vor der 1. Sitzung mache) ganz klar ein beruflicher Traum zu sehen war.

Die Frage, was sie denn am allerliebsten beruflich tun würde, konnte sie tatsächlich ziemlich konkret beantworten. Und dann…

…dann kam ihr großes ABER.
Aber das machen doch schon viele und ich weiß nicht, ob ich Talent dazu hab…
Aber ich müsste dafür eine Ausbildung machen, die ziemlich teuer ist…
Aber ich weiß nicht, ob ich damit jemals genug Geld verdienen kann…

Und so verwirft sie ihren Traum immer wieder und redet sich selbst ein „Ich weiß nicht, was ich will.“

Mit dieser Strategie ist sie kein Einzelfall. Oft wissen wir im Grunde unseres Herzens sehr genau, was wir eigentlich wollen.

Sei es, sich beruflich zu verändern. Sei es, endlich ein Herzensprojekt anzupacken. Oder sei es, ins Grüne zu ziehen oder gar ins Ausland zu gehen. Irgendwie spüren wir: „Das wär´ genau „meines“. Wir trauen uns dann nur oft nicht, dem nachzugehen. Das ist durchaus normal und menschlich.

Halten wir aber mal fest:

Es ist ein riesen Unterschied, ob du wirklich nicht weißt, was du willst, oder ob du nur (noch) nicht weißt, wie du das, was du willst, realisieren kannst!

Im ersten Fall schau bitte hier: 5 Ursachen & Lösungsansätze.

Im zweiten Fall macht es wenig Sinn, sich immer und immer wieder zu sagen: „Ich weiß nicht, was ich will.“

Mit dieser Affirmation schaffen wir uns selbst ein Problem – ein Problem, das in Wahrheit gar nicht da ist! Wir ignorieren unsere innere Stimme und den Ruf unseres Herzens, fühlen uns orientierungslos und glauben irgendwann, tatsächlich nicht zu wissen, wo es für uns eigentlich langgeht.

Du weißt, was du willst, aber…

Wenn du also die Frage: „Was würdest du am liebsten tun?“ beantworten kannst, aber eine Litanei von Gründen hast, warum das (vielleicht) (jetzt) nicht möglich ist, dann hör bloß auf mit „Ich weiß nicht…“ und stell dir stattdessen Fragen wie:

  • Wer könnte mich dabei unterstützen, meinen Wunsch zu verwirklichen?
    Um herauszufinden, wie du das, was du tun willst, am besten in die Realität umsetzen kannst, kannst du dir jederzeit Hilfe holen. Das kann beispielsweise jemandem sein, der diesen Schritt bereits gegangen ist. Oder ein Coach oder Berater. Aber auch jemandem, dem du ganz einfach vertraust und der dich in deinem Vorhaben bestärkt.
  • Wenn jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt ist: Wann kann ich mit der Verwirklichung beginnen? Und wie kann ich die Zeit bis dahin am besten nutzen?
    Ich kenne einige Menschen, die sich einen großen Traum erst in späteren Jahren erfüllt haben – vorher waren Kinder großzuziehen oder die finanzielle Situation war zu eng oder es hat sich einfach kein Weg ergeben. Was vielleicht nicht GLEICH möglich ist, kann sehr wohl eines Tages möglich werden.
  • Oder, wenn sich der „große“ Traum nicht mehr verwirklichen lässt: Wie könnte ich einen kleinen Aspekt davon umsetzen?
    Eine Klientin von mir wollte beispielsweise immer Primabellerina werden – hat aber bereits als Kind aufgehört zu tanzen. Mit fünfundvierzig war es für die große Staatsopernkarriere also tatsächlich zu spät, aber für´s Tanzen nicht. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie dann begonnen Salsa Kurse zu besuchen und die beiden gehen heute sogar auf Salsa-Turniere – ziemlich erfolgreich sogar.

Falls du dich in diesem Beitrag wiedererkennst, streiche mal das „Ich weiß nicht, was ich will“ für eine Weile aus deinem Wortschatz.
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ hat Kafka gesagt und das stimmt. Der erste Schritt ist aber in jedem Fall einmal, sich seinen Wunsch wirklich einzugestehen!

Go for flow!
Su Coach

P.S: Ich liebe es, zu helfen, Träume, Wünsche und Ideen auf die Welt zu bringen :-)! Wenn du Geburtshilfe brauchst, schick mir ein Mail.

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2 Responses to „Ich weiß nicht, was ich will!“ Wirklich nicht?

  1. Karin meister 4. April 2016 at 0:07 #

    Hallo Su
    Ich kann deinem Artikel voll und ganz zustimmen, es braucht nur mit sich selbst ehrlich zu sein. Am besten lässt man los sich selbst zu belügen und sich die eigenen Wünsche zu verbieten. Ich bin gerade in einem loslassen Prozess und kann dies nur empfehlen!
    Herzliche Grüsse
    Karin
    Karinmeister.blogspot.com

    • Su
      Su 12. April 2016 at 9:59 #

      Hallo liebe Karin,
      jö! Das freut mich. Danke Dir sehr für Dein Feedback!
      Ja, so ein Loslass-Prozess ist total reingehend und bringt viel Klarheit. Danach geht auch alles wieder viiiel leichter!
      Ich wünsche Dir alles alles Gut und freu mich auf ein Wiederlesen.
      Alles Liebe
      Su

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