Mehr-Zeit-fürs-Leben

Unnötiges streichen. Mehr Zeit für Wichtiges.

[Jeden Sonntag gibt es hier eine Intention der Woche – eine Absicht, die ich mir für die nächsten 7 Tage setze. Du bist herzlich eingeladen mitzumachen.]

In letzter Zeit hab ich zu wenig Zeit. Das stimmt natürlich nicht, denn jeder Tag hat wie immer 24 Stunden – nicht mehr und nicht weniger. Ich hab nur einfach das Gefühl, dass sich nicht alles ausgeht. Genauer gesagt: Nicht alles, was mir wichtig ist.

Die britische Unterhaltungselektronik-Kette Richer Sounds hat angeblich ein eigenes Cut-the-Crap Komitee. Eine Gruppe von Topmanagern trifft sich regelmäßig, um Überflüssiges zu finden, das sie von der To-do-Liste streichen können: „Kleine Fussel von Zeitverschwendung, unnötige Berichte, überflüssige Meetings, umständliche Abläufe und all dieses Zeugs, das keinen Wert schafft, dafür aber Zeit raubt, Energie verschwendet, Lust tötet und Frust erzeugt.“

Diese Cut-the-Crap-Idee gefällt mir und lässt sich gut auf das eigene Leben übertragen.

Wie wir unsere Zeit verbringen

Wenn ich mir anschauen, wie ich meine Tage, Monate und Jahre verbringen, lässt sich das, was ich tue, grob in vier Schubladen stecken:

  1. Freudvolles: alles, wozu ich motiviert bin, was ich gerne tun, was mir wichtig ist, Freude macht oder mit Spaß verbunden ist.
  2. Notwendiges: alles, was zu tun ist, ob ich will oder nicht. Wie z.B: schlafen, essen, mich anziehen, einkaufen, Wäsche waschen, u.ä.
  3. Verpflichtendes: alles, wozu ich mich verpflichtet habe oder anderen Menschen gegenüber verpflichtet bin – auch wenn mich das gerade nicht freut.
  4. Unnötiges: alles, wo ich das Gefühl habe, meine Zeit und meine Energie nur zu verschwenden.

Schätz mal spontan, wie die Verteilung in deinem Leben ausschaut.
Wie viel Prozent entfallen auf jeden dieser Bereiche?

Wenn unser Leben vollgepflastert ist mit Notwendigkeiten und Verpflichtungen und vielleicht auch noch mit viel Unnötigem, haben wir nicht mehr genug Zeit, Energie und Nerven für das Wesentliche.
Erfülltes Leben, tschüss!

Schlimmer noch: Wenn wir uns nicht mit dem beschäftigen, was wir aus unserem Innersten heraus tun wollen, sondern mit dem, was wir gerade meinen, tun zu müssen, entstehen Stress und Frust.
Von Flow keine Spur – es fließt nicht.

Sobald ich merke, dass das, was ich eigentlich tun möchte, zu kurz kommt, hab ich mir angewöhnt, mich auf die Suche nach To-dos und Aktivitäten zu machen, die ich streichen kann. Und das ist diese Woche der Fall.

Diese Woche streiche ich Unnötiges und tue mehr Freudvolles.

Gleich nachdem ich diese Intention gepostet hab, schaue ich mir – in meinem Kalender, auf meiner To-do-Liste und bei meinen Gewohnheiten – genau an, wo ich im Moment meine Zeit und Energie mit Dingen verplempere, die eigentlich für die Katz sind. Was ich tue, was mir nichts bringt – weder meinem Wohlbefinden, noch meiner Seele, noch meinem Business, noch sonst etwas. Und das streiche ich für die nächste Zeit.

Eines weiß ich jetzt schon: Ich verbringe zu viel Zeit auf Facebook.

Außerdem schau ich, welche Notwendigkeiten vielleicht gar nicht so notwendig sind bzw. was ich delegieren oder auslagern kann. Und auch meine Verpflichtungen nehme ich unter die Lupe und streiche, was nicht sein muss.

Bewusst NEIN zu sagen, schafft Raum, JA zu sagen, zu all den Dingen, die ich tun möchte. Und diese Woche sorge ich ganz bewusst dafür, dass diese Dinge wieder mehr Platz in meinem Leben bekommen.

Und du: Was streichst du diese Woche? Wofür schaffst du jetzt Raum?
Go for flow!

P.S: Die Freude ist in deinem Leben schon länger abhanden gekommen? Stress und Frust groß? Du wünscht dir Unterstützung, um deine Lebensqualität deutlich zu verbessern? Dann hol dir ein Life-Coaching!

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