Mittel-Stress

Das einfachste Mittel gegen Stress: Beobachte deinen Atem!

Lies bitte noch einmal die Überschrift!

Wetten, du atmest schon ein wenig tiefer, länger und voller als zuvor.

Sobald uns irgendetwas daran erinnert, den Fokus auf die Atmung zu lenken, passiert das automatisch. Und wenig später… fallen wir in unser Standard-Atemmuster zurück und das ist in der Regel zu flach, zu kurz und zu schnell.

Und weißt du was:

Wer dauernd so atmet, als wäre er gestresst, ist immer gestresst!

Das 24/7 verfügbare Mittel gegen Stress

Im Flow-Blog beschäftigen wir uns immer wieder damit, wie es gelingt, sich zu entstressen und entspannt zu sein. Bei allem, was es da so gibt, ist der Atem das Mittel, das dir immer und überall, zu jeder Zeit zur Verfügung steht und sofort hilft. Schon mit wenig Aufwand, hast du einen großartigen Effekt.

Trotzdem wird dieses Mittel oft gröblich vernachlässigt! Schade darum.

Einfach nur beobachten

Während du diesen Artikel weiterliest, beobachte gleichzeitig deinen Atem.

Ohne ihn bewusst zu verändern. Lass ihn fließen, in deinem Rhythmus, ohne Anstrengung. Nimm deinen Atem einfach nur bewusst wahr.

Die Atmung ist das essentiellste Bedürfnis, das wir haben. Es gibt Menschen, die nichts essen – glaub ich sofort. Es gibt angeblich Menschen, die nicht einmal Wasser trinken – fällt mir schwer zu glauben, aber wer weiß. Es gibt aber sicher keinen Menschen, der lebt ohne zu atmen. Nur wenige Minuten ohne Sauerstoff, dann ist es vorbei. Game over!

Wie du Lebensenergie einatmest

Während du weiterhin deinen Atem beobachten, mach dir bewusst, dass du mit jedem Einatmen Lebensenergie aufnimmst – Prana nennen die Inder diese universelle Lebenskraft, die das ganze Universum erfüllt. Du atmest nicht nur Sauerstoff, sondern das Leben selbst. Und diese kosmische Kraft fließt zu jeder Zelle deines Körpers und versorgt dich mit allem, was du brauchst.
Ob du dir darüber gerade bewusst bist oder nicht.

Kannst du spüren, wie die Lebensenergie in deinem Körper fließt?

Egal wie stressig dein Leben gerade ist, die Lebensenergie ist da! Ohne dass du irgendetwas dazu tun musst. Ein entspannender Gedanke, oder?

Wie du Altes und Unnötiges ausatmest

Und dann lenk deine Aufmerksamkeit auf deine Ausatmung. Während du weiterliest, nimm einfach nur wahr, wie dein Atem ausströmt. Mit jedem Ausatmen reinigt sich dein Körper und gibt Kohlendioxid und andere Abfallstoffe ab. Heißt, mit jedem Ausatmen fließt Altes ab – lässt los, was du nicht mehr brauchst. Ohne Anstrengung. Ganz von allein.

Erstaunlich, worum wir uns selbst gar nicht kümmern müssen.

Der Atem und die Qualität deines Lebens

Sagen wir du machst – wie ein durchschnittlicher Erwachsener – 14 Atemzüge pro Minute. Damit kommst du auf 840 Atemzüge in einer Stunde. Das macht 20.160 Atemzüge pro Tag. Leuchtet also ein, dass die Qualität deines Atems einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Qualität deines Daseins hat.

Und? Wie fließt dein Atem gerade? Beobachte ihn einfach. Ohne Urteil.

  • Atmest du durch die Nase oder durch den Mund ein bzw. aus?
  • Bewegt sich dein Bauch beim Einatmen? Dehnt er sich aus oder bleibt er eher unbewegt?
  • Was tut sich in deinem Brustraum? Zwischen Brust und Bauchraum sitzt das Zwerchfell, der wichtigste Atemmuskel. Senkt sich das Zwerchfell beim Einatmen ab, so dass sich der Brustkorb ausdehnt und der Bauchraum weitet oder ist hier wenig Bewegung zu spüren?

Kontrolliere nichts! Atme auf deine Weise weiter, so wie es dir angenehm ist.

  • Atmest du aktiv aus oder geschieht das nahezu passiv? Brauchst du Energie, um auszuatmen? Bläst oder stößt du die Luft heraus oder lässt du den Atem einfach los?
  • Ist da eine Atempause, bevor du wieder einatmest?
  • Wie sieht es beim Einatmen aus? Atmest du aktiv ein oder holt dein Körper wie ganz von allein Luft? Wie tief geht der Atem?
  • Gibt es eine Pause bevor du wieder ausatmest?

Deinen Atem auf diese Weise einfach nur wahrzunehmen ist eine ganz simple Übung. Egal, wie deine Antworten ausfallen, sobald du dich mit deinem Atem beschäftigst, schlägst du gleich drei Fliegen mit einer Klappe:

  1. Du kommst ins Hier und Jetzt.
  2. Dein Atemmuster verbessert sich und
  3. Du entstressst.

Anfangs dauert das vielleicht noch ein wenig länger, aber mit ein bisschen Übung geht das immer schneller. Bis der Gedanken an deinen Atem ausreicht, um dich sofort zu entspannen.

Während ich den Artikel geschrieben hab, hab ich so tief geatmet, dass ich jetzt ein wenig high bin :-). Ja, ja, unterschätzen deine Atem nicht!

Go for flow!
Su Coach

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