Abschalten können

Nicht abschalten können, weil so viel zu tun ist.

Ich liege im Bett und warte sehnsüchtig darauf, einzuschlafen, aber…
Ich möchte den Abend mit meinen Freunden genießen, aber…
Ich geh joggen, um mein Hirn frei zu bekommen, aber…

… mein Kopf gibt keine Ruhe!
Meine Gedanken drehen sich ständig darum, was ich alles zu tun hab.

Das Phänomen kennst du vielleicht.

Wenn viel los ist, fällt abschalten besonders schwer. Statt einen kühlen Kopf zu bewahren und die Dinge einfach so gut es geht, der Reihe nach zu erledigen, setzen wir uns selbst unter Druck, blockieren unseren Flow und bringen uns auch noch um die dringend benötige Erholungszeit.

Warum läuft der Kopf auf Hochtouren?

Im So-viel-zu-Tun Fall ist der Kopf von sich aus meist nicht sonderlich hilfreich. Er verhält sich vielmehr wie eine wiederkäuende Kuh:
Der Kopf versucht nämlich den inneren Stress zu VERDAUEN,  in dem er darüber NACHDENKT, was alles zu tun ist.

Das macht er insbesondere dann, wenn du eigentlich zur Ruhe kommen möchtest. Was äußerst unangenehm sein kann, ist im Grunde gut gemeint:

Er will dir damit eigentlich nur helfen, den inneren Druck loszuwerden.

Was bei der Kuh produktiv ist, bringt dir aber nix.
Durch Nachdenken erledigen sich ja bekanntlicher Weise die Dinge nicht!

Im Gegenteil ständig darüber nachzudenken, was nicht noch alles erledigt gehört und was sich vielleicht alles nicht ausgeht… erzeugt noch mehr Druck. Druck, den der Kopf dann wieder durch Nachdenken versucht zu kompensieren.

Willkommen im Hamsterrad der Gedanken!

Die Lösung wäre, endlich ALLES erledigt zu haben. Denken wir zumindest.
Und stressen uns damit noch mehr.

Denn genau da liegt ja der Hund begraben: Wenn wirklich viel zu tun ist, ist ALLES ganz einfach nicht machbar. Zumindest nicht in dem Zeitraum, der wünschenswert wäre. Und kaum ist etwas weggeschaufelt, kommen neue Aufgaben nach.

Die gute Nachricht: Du musst nicht alles erledigen, um den Kopf wieder frei zu bekommen.

Ein einfacher Trick hilft, um abschalten zu können

Damit der Gedankenstrom ruhiger wird, wir uns zwischen dem Tun erholen und die Aufgaben dann mit neuem Elan angehen können, müssen alle „To-dos“ erst einmal raus aus dem Kopf. Und damit meine ich nicht nur die übliche Büro-To-do-Liste.

ALLES muss raus!

Schreib Deine Monster-To-do Liste

  • Schnapp dir Papier und Bleistift.
  • Setz dir einen Timer auf 15 Minuten.
  • Schreib dir alles auf, was sich auf deiner geistigen To-do Liste befindet.
    Alles, was dazu in deinem Kopf rotiert darf jetzt raus.
  • Berufliches und Privates.
  • Ohne Zensur – frei von der Leber weg.
  • Wenn die 15 Minuten um und du noch nicht fertig bist, häng einfach eine weitere Runde an.

Wenn du fertig bist, suche nach den Punkten, die wirklich und wahrhaftig überlebenswichtig sind.
Meist ist das kein einziger. Falls doch, bekommen diese Punkte logischerweise höchste Priorität und in dem Fall macht deine innere Unruhe auch absolut Sinn. Beim Rest nicht!

Manches ist vielleicht dringend und wichtig, aber schwarz auf weiß und nüchtern betrachtet, hängt dein Leben nicht davon ab. Heißt, deine Welt geht nicht unter, wenn´s ein bisschen länger braucht. Und diese Punkte kannst du viel besser in Ruhe, ohne Druck, der Reihe nach im Flow erledigen.

Dann gibt es sicher auch Punkte auf deiner Monster-To-do Liste, die du getrost in Klammern setzen kannst. Das sind die Aufgaben, die jetzt mal wirklich nicht sein müssen, und die du erst dann wieder aufnimmst und angehst, wenn dein innerer Stress-Level wieder weiter unten ist.

[Mehr dazu: Wie du mit dem Eisenhower-Prinzip Prioritäten setzt &  To-do Liste für Kreative und Intuitive]

Als erstes gehts tatsächlich nur darum, die Dinge aus dem Kopf auf´s Papier zu bekommen und das Drama rauszunehmen.

Dabei muss die Liste natürlich nicht monsterlang sein. Wann immer eine Aufgabe ständig in deinem Kopf herumspukt, schreibe dir möglichst genau auf, was zu tun ist. Wenn du das nächste Mal aus so einem Grund nicht einschlafen kannst, raus damit aufs Papier. Leg dir schon mal prophylaktisch einen Notizblock zum Bett.

Der simple Akt des Niederschreibens lässt den Gedankenzirkus aus deinem Kopf abwandern.

Go for flow!
Su Coach

PS: Hier findest Du einen tierisch guten Umgang mit Stress.

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