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3 Tipps, um eine problematische Beziehung zu verbessern

Als Frust-Killerin bekomme ich logischer Weise oft zu hören, was Menschen frustriert – was sie aus ihrer Mitte und aus ihrem Flow bringt.

Auf der Hitliste weit oben stehen andere Menschen – genauer gesagt, ist es oft ein bestimmter Mensch. Zum Beispiel:

  • Mein Partner.
  • Meine Mutter.
  • Mein Chef.
  • Mein Kollege.
  • Der Kunde XY, mit dem ich ständig zu tun habe.
  • Mein Nachbar.

Kurz: eine problematische Beziehung

Du hast wahrscheinlich Menschen in deinem Leben, mit denen du gut klar kommst. Menschen, bei denen du einfach du sein kannst. Die dich annehmen, wertschätzen und mögen, wie du bist. Und umgekehrt: Menschen, deren Eigenschaften und Verhaltungsweisen du Großteils schätzt oder die du aus irgendwelchen Gründen einfach magst und mit denen du gern zu tun hast.

Selbst in guten Beziehungen gibt es Auf und Abs und hin und wieder Problemen. Das ist völlig normal.
Wenn es einen Wickel (= wienerisch für Ärger oder Konflikt) gibt, dann lässt sich der aber in aller Regel lösen. So eine Beziehung wirft dich vielleicht kurz Mal aus der Bahn, ist aber kein dauerhafter Flow-Killer.

Und dann gibt es – zumindest bei vielen Menschen – die eine oder andere Beziehung, in der es eben NICHT so unproblematisch läuft.

Sei es, dass von Anfang an eine Antipathie da ist. Oder sei es, dass die Probleme im Laufe der Zeit aufgrund von Situationen und Verhaltensweisen entstanden sind.
Bekanntlich können selbst die besten und harmonischsten Beziehungen kippen und problematisch werden.

In so einer Beziehung gibt es oft irgendwelche Reibungen und unangenehme Erlebnisse, die einen aus dem Flow bringen. Probleme, die eben nicht so einfach zu lösen sind.

Du hast eine Wahl!

Zunächst wollen wir mal festhalten, dass wir immer eine Wahl haben:
Dem Himmel sei dank dürfen wir uns in unseren Bereitengraden selbst entscheiden, mit wem wir unsere Zeit verbringen.

Problematische Beziehungen tauchen nur dort auf, wo wir der Beziehung mit diesem Menschen aus irgendwelchen Gründen nicht aus dem Weg gehen WOLLEN.

Weil wir beispielsweise in einer Partnerschaft bleiben wollen – auch wenn die Beziehung schwierig ist.
Weil wir den Kontakt zur Mutter nicht abrechen wollen – auch wenn es da immer Auseinandersetzungen gibt.
Weil wir den Job nicht aufgeben wollen – auch wenn der Chef ein Horror ist.
Weil wir den geldbringenden Kunden nicht absägen wollen – auch wenn er fürchterlich nervt.

Schon ist das Dilemma da. Wohlgemerkt ein freiwilliges Dilemma!

Die Suche nach der Lösung

Variante 1: Problematisch ist der andere

Aus einer sehr menschlichen Perspektive betrachtet ist die Sachlage ganz einfach: In einer problematischen Beziehung verhält sich die andere Person „falsch“. Wenn der andere anders wäre, wäre das Problem gelöst. Fertig.

Nur leider verändern sich andere Menschen ausgesprochen selten, nur weil wir das wollen oder meinen, dass sie anders sein sollten.

Mit ein wenig mehr Selbstreflexion müssen wir uns außerdem eingestehen, dass zu jeder Art von Beziehung immer zwei gehören. Dass wir selbst zumindest einen gewissen Beitrag leisten, wenn es problematisch läuft.

Variante 2: Die Schuldverteilung

Mit dieser Erkenntnis beginnen dann viele, die Schuld hin und her zu wälzen. Mal den anderen mit ausgesprochenen oder unausgesprochenen Vorwürfen zu überhäufen. Mal sich selbst die Schuld aufzuladen.

In keinem Fall wird die Beziehung dadurch besser.

Variante 3: Die Außenwelt austauschen

Wenn´s nicht besser wird, dann verändern viele Menschen die Außenwelt.

Sie suchen sich zum Beispiel einen neuen Partner, einen neuen Job und damit einen neuen Chef und neue Kollegen, eine neue Wohnung und damit einen neuen Nachbarn. In der Hoffnung, dass dann alles anders wird.

Doch viele stellen schon nach kurzer Zeit fest, dass sich nicht wirklich etwas verändert hat. Ähnliche Probleme und Muster in ihrem Leben immer wieder auftauchen.

Wie Innen so außen

Wer das Gesetz der Resonanz kennt, weiß: Wie innen, so außen.

Menschen – auch die, die uns aufregen, nerven, kränken oder sonst wie problematisch sind – sind in unserem Umfeld, weil sie mit unserer Schwingung übereinstimmen. Ihr Verhalten ist in irgendeiner Form mit uns selbst in Resonanz.

Wir kreieren unsere Außenwelt von Innen heraus.

Wenn wir in unserem Inneren nichts verändern, sondern nur die Außenwelt austauschen, verändert sich auf Dauer gar nichts.

Der nächste Partner hat die gleichen Macken oder noch schlimmere.
Der neue Chef ist genauso ein Horror – und wenn es nicht der Chef ist, dann ist es eben der Kunde oder der Kollege.
Der neue Nachbar ist zwar ordentlicher und lässt den Müll nicht überall rumstehen, hat aber dafür einen Hund, der ständig kläfft.

Was hilft wirklich?

Die echte Lösung beginnt im Kopf

Beziehungen spielen sich Größtenteils im Kopf ab.
Damit beginnt auch dort die Lösung.

1.)    Stell das fixe Bild vom anderen in Frage

Du hast ein Bild vom anderen – eine Vorstellung, wie dieser Mensch ist oder wie er eben nicht ist. Das Bild hat meistens wenig mit der „realen“ Person zu tun. Du siehst sie vielmehr durch deine eigene Wahrnehmungsbrille. Du blendest Eigenschafen aus, verzerrst die Wirklichkeit oder generalisiert  Verhaltensweisen.

Das ist normal. Tut jeder bei jedem.

Das ist übrigens auch so, wenn du in jemanden verliebst bist. Allerdings ist das Bild in dem Fall wesentlich rosiger als das Bild, das du von jemandem hast, mit dem die Beziehung schwierig ist.

In einer problematischen Beziehung ist das Bild im Kopf meistens ziemlich starr und unveränderlich – und natürlich nicht sehr positiv. Der Mensch steckt in einer negativen Schublade, aus der er nicht so leicht wieder herauskommt.

Es ist faszinierend: Wenn wir mal ein fixes Bild von einer Person haben, verhält sich diese Person doch tatsächlich fast immer diesem Bild entsprechend. Damit fühlen wir uns wiederum bestätigt, dass das Bild, das wir haben wirklich wahr und richtig ist und kommen gar nicht auf die Idee, dass dieses fixe Bild in unserem Kopf das Problem verschlimmert und einzementiert.

Du erlebst andere Menschen so, wie du DENKST, dass sie sind.

Wenn du eine problematische Beziehung verändern möchtest, dann beginn als erstes damit, dein inneres Bild zu überprüfen und in Frage zu stellen.

  • Solange du denkst, der Mensch ist ein Trottel, wirst du ihn als Trottel erleben.
  • Solange du denkst, dass der Mensch schwierig ist, wirst du ihn als schwierig erleben.
  • Solange du denkst, der Mensch schätzt dich (oder deine Arbeit) nicht, wirst du keine Wertschätzung erleben.
  • Und so weiter.

Lass den Menschen aus der Schublade raus: Öffne dich für die Vorstellung, dass dieser Mensch auch anders sein oder sich anders verhalten könnte, wenn du dein fixes, inneres Bild loslässt.
Sei bereit, dich überraschen zu lassen.
Sei bereit, dass in eurer Beziehung ein Wunder passiert.

Achtung: Die Versuchung ist groß, das ein-, zweimal zu probieren, die gleichen Probleme zu erleben und gleich wieder den Hut drauf zu werden. Dann heißt es: „Wusste ich es doch! Der ist einfach so!“

Tu das nicht!

Bleib offen. Vertrau darauf, dass sich die Beziehung irgendwie auf positive Weise verändert. Du musst nicht einmal wissen, wie das passiert. Es wird passieren.

2.)    Fokussier dich auf irgendetwas, dass du am anderen schätzt

In problematischen Beziehungen haben wir den Fokus meistens auf den Problemen. Die Eigenschaften, die wir am anderen nicht mögen, das Verhalten, das uns stört, das, was nicht funktioniert oder das, was fehlt, bekommen viel Aufmerksamkeit.

Das, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst, wird mehr!
Wundere dich also nicht, wenn es immer schlimmer wird.

Um eine schwierige Beziehung zu verbessern, lohnt es sich, irgendetwas – und selbst wenn es nur eine Kleinigkeit ist – zu finden, das du an der anderen Person wirklich wertschätzen kannst. Etwas, das du gut findest. Wofür du den anderen vielleicht bewunderst oder zumindest respektieren kannst. Was dir am anderen gefällt.

Richte deinen Fokus immer wieder ganz bewusst auf etwas Gutes statt auf die Fehler! Und lass dich überraschen, wie sich dadurch die Beziehung entwickelt.

3.)    Dein Kopfkino

Beziehungsprobleme entstehen im Kopf. Mehr noch, viele Beziehungsprobleme spielen sich gar nicht real ab, sondern NUR im eigenen Kopf.

Oder hast du noch nie in deinem Kopf mit jemandem ein Streitgespräch geführt, der in Wahrheit gar nicht da war. Oder dich innerlich über etwas geärgert, was jemand anderer (noch) gar nicht getan hat. Oder du warst wütend, weil du dir vorgestellt hast, was passieren könnte.

In einer problematischen Beziehung neigen wir außerdem dazu, selbst eine harmlose Bemerkung überzuinterprertieren, ein SMS oder einen Mailtext misszuverstehen oder Dinge persönlich zu nehmen, die mit uns gar nichts zu tun haben.

So zerbrechen wir uns viel zu oft sinnlos den Kopf über diesen Menschen und diese Beziehung. Stricken zusätzliche Probleme im Kopf, wo tatsächlich gar keine sind – oder zumindest nicht in dem Ausmaß.

Stopp!

Wie sinnlos Kopfkino ist, wissen wir. Und hier erfährst du, wie du den negativen Gedankenfilm stoppen kannst.

Um eine problematische Beziehung zu verbessern, ist es besonders wichtig, dich darin zu üben. Ja, das braucht Training.

Möglicherweise wirst du feststellen, dass du diese negativen Filme ganz gerne hast. Dass es ein Teil von dir fast genießt, Dramen im Kopf zu stricken und sich hineinzusteigern. Dass du die Beziehungsprobleme gar nicht so leicht aufgibst, weil du irgendwie daran hängst.

In dem Fall sei nicht schockiert, das ist menschlich. Ja, manchmal lieben wir unsere Dramen. Aber wenn du dir das einmal eingestehst, dann sind diese Dramen nur noch halb so schlimm. Du weißt, dass du eine Wahl hast. Und dass es nur deine Bereitschaft braucht, davon loszulassen.

Eines noch einmal ganz klar:
Wenn dir eine Beziehung ernsthaft schadet, eine Form von Missbrauch oder Gewalt im Spiel ist, tust du gut daran, diese Beziehung zu beenden und diesem Menschen aus dem Weg zu gehen. Bring dich zuerst in Sicherheit und dann kümmere dich um dein Innenleben!

In allen anderen Fällen kümmere dich ZUERST um dein Innenleben, probiere diese 3 simplen Tricks aus und warte ab, wie sich die Außenwelt und die problematische Beziehung dadurch verändern.

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