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Einen schlechten Tag gut überstehen – mein 3 Schritte Notfallprogramm

Heute ist nicht mein Tag! Das wusste ich schon in der Früh. Mein Kaffee am Küchenboden verschüttet. Das Mail, auf das ich so dringend warte, wieder nicht in meinem Posteingang. Dann stehe ich auch noch gefühlte Stunden im Stau und komme zu spät zu einem Termin.

Meine Laune sinkt auf den Gefrierpunkt.

Kennst du diese Tage, an denen einfach nichts rund läuft?
Kleine Missgeschicke deine Stimmung vermiesen?
Das leise Gefühl, die ganze Welt ist gegen dich?

Solche „Unglückstage“ erlebt fast jeder. Wir sind einfach nicht im Flow.

Gar kein Drama! Solange wir solche Zeiten ganz entspannt als das betrachten, was sie sind – eine vorübergehende Phase – sind die Auswirkungen nicht weiter schlimm und wir schon bald wieder in der Spur.

Schwierig wird es nur dann, wenn wir mit unseren Gedanken und unserer schlechten Laune, die Situation noch verschlimmern.

Das Gesetz der Resonanz

Vermutlich hast du schon vom Gesetz der Resonanz gehört:
Gleiches zieht gleiches an.

An „schlechten“ Tagen, geraten wir auf diese Weise leicht in einen Teufelskreis und ziehen – negativ denkend und übel gelaunt – ein schlechtes Ereignis nach dem anderen an. Von Flow keine Rede mehr!

Je länger wir in solchen Phasen drinnen stecken, desto schwieriger ist es wieder rauszukommen. Schließlich haben wir ja allen Grund, schlecht darauf zu sein, wenn ein Problem das andere jagt, denken wir.

Henne oder Ei? Egal was zuerst da war – die schlechten Vibes oder der „schlechte Lauf“, wirklich beeinflussen und verändern können wir nur unsere eigenen Gedanken und unsere Stimmung. Aber wie?

Was tun gegen schlechte Laune an einem „schlechten“ Tag?

Sicherlich kennst du den weit verbreiteten Rat, positiv zu denken oder Affirmationen zu verwenden – so etwas wie die Augen schließen und sich selbst versichern:

„Ich ruhe gelassen in meiner Mitte!“ oder „Alles ist gut!“

Ja, diese Strategien sind theoretisch gar nicht schlecht, scheitern aber leider oft an der Umsetzung. Vor allem dann, wenn´s gar nicht rund läuft und eben NICHT alles gut ist.

Aus diesem Grund hab ich noch ein Notfallprogramm für schlechte Tage auf Lager, das ich dir hier verrate.

Das 3 Schritte-Notfallprogramm

Schritt 1: Ja, ich bin jetzt…

Statt zu versuchen, deine Stimmung schön zu reden, gesteh dir deine schlechte Laune erst einmal ein. Erlaub dir zu fühlen, was du fühlst und nenn das Kind beim Namen.

Zum Beispiel: „Ja, ich bin jetzt gerade grantig!“ Oder „Ich bin jetzt gerade genervt.“ Oder „Ich bin jetzt gerade verärgert.“

Punkt.

Hör auf nach Erklärungen, Gründen oder Rechtfertigungen für die schlechte Laune zu suchen oder dir gar Vorwürfe dafür zu machen.

Üblicherweise klingt das nämlich so: „Ich bin so ungeschickt, wie kann ich nur den Kaffee verschütten. Das kann wirklich nur mir passieren. Jetzt lässt mich auch noch mein Kollege so im Stich lässt. Ich bin echt verärgert, der weiß doch wie dringend ich die Unterlagen brauche. Wie kann man nur sooo unzuverlässig sein….“

Oder so: „Heute ist nicht mein Tag. Aber das sollte ich wirklich nicht denken. Ich weiß doch, dass das eine negative Wirkung hat und bei meiner Laune kann es ja gar nicht besser werden. Und dass ich mich jetzt über meinen Kollegen ärgere bringt mich jetzt auch keinen Deut weiter. Ich sollte….“

Stopp!

Die Stimmung, das Gefühl, der Gedanke ist da. Punkt. Und aus.

Schritt 2: Ja, ich will jetzt…

Ersetz das „Ich bin“ durch „Ich will“. Also zum Beispiel:

Ja, ich W I L L jetzt grantig sein!

Das klingt vielleicht absurd, befreit dich aber aus der Opferrolle: es ist nicht mehr das Leben, das dich zwingt, schlecht gelaunt zu sein, sondern deine Entscheidung.

Im Ernst: Weder der verschüttete Kaffee, noch das fehlende E-Mail oder die Verkehrslage haben mich dazu gezwungen oder gar dazu genötigt, verärgert zu sein. Ich hab mich – wenn auch unbewusst – dazu entschieden, so zu reagieren.

Eigene Entscheidungen kann man bekanntlich ändern, wenn man will.

Du willst nicht? Kein Mensch muss immer gut drauf sein. Ich persönlich bin zumindest kein Fan vom Gute-Laune-Zwang und meine Stimmung verbessert sich in aller Regel von ganz allein, wenn ich die Gefühle einfach sein lasse ohne ein Drama daraus zu machen.

In diesem Fall empfehle ich dir den nächsten Schritt.

Schritt 3: Das geht auch vorbei!

Du musst deine Gemütslage nicht verändern, aber du kannst dir bewusst machen, dass diese Stimmung wieder vergehen wird.

Ja, es geht vorbei! 

Denk an ein kleines Mädchen, dass anfängt zu heulen, weil ihre Sandkastenfreundin ihr die Schaufel weggenommen hat. Kurz darauf ist alles wieder vergessen und das Mädchen grinst wieder von einem Ohr zum anderen. Ja, so schnell kann´s gehen.

Wenn du deine momentane Stimmung weder zu Tode analysierst noch überbewertest, sondern einfach wahrnimmst und zulässt, dann zieht sie vorbei wie Wolken am Himmel.

Schon schaut alles wieder anders aus. Die Kette der Missgeschicke reißt ab. Du findest wieder in den Flow.

Der Termin, zu dem ich zu spät gekommen bin, lief übrigens erstaunlich gut und das dringende Mail, auf das ich so verzweifelt gewartet hab, hat sich erübrigt, weil mein Kollege die Sache bereits für mich erledigt hat :-).

Probier dieses 3 Schritte Notfallprogramm aus!
Oder hast du eine eigene Methode, um „schlechte“ Tage gut zu überstehen?

Go for flow!
Su Coach

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