Aufschieberei

Schluss mit Aufschieberei: Unangenehmes erledigen

[Jeden Sonntag gibt es hier eine Intention der Woche – eine Absicht, die ich mir für die nächsten 7 Tage setze. Du bist herzlich eingeladen mitzumachen.]

Mein Auto, meine Gegensprechanlage, meine Vermieterin, ein Domain-Umzug, ein Telefongespräch – objektiv betrachtet wohl eher harmlose Worte, die mir schon länger im Magen liegen, weil in meinem Kopf mit „unangenehm“ verknüpft.

Jeder kennt wohl solche Aufgaben, die man einfach ungern erledigt. Sei es weil sie anstrengend oder langweilig sind, viel Zeit brauchen, Überwindung kosten, eine Konfrontation erfordern, unangenehme Folgen haben könnten oder aus sonst einem Grund nicht verlockend sind.

Idealerweise erledigen wir solche „unangenehmen“ Dinge SOFORT – oder zumindest so schnell wie möglich. Wenn du zu diesen superkonsequenten Menschen gehörst, gratuliere. Ehrlich.

Tja, mein Unterbewusstsein ist leider sehr erfinderisch, wenn es darum geht Ausreden zu finden, um die Erledigung dieser unangenehmen Dinge aufzuschieben und hinauszuzögern. Mir fällt garantiert immer etwas Besseres ein – etwas, das ich jetzt viiiel lieber tun möchte ?.

Aufschieben hat einen Preis

Diese „Leichen im Keller“ kosten blöderweise Kraft und Lebensenergie.

Dinge, vor sich herzuschieben ist anstrengend. Unangenehme Dinge, vor sich herzuschieben ist nicht nur anstrengend, sondern sorgt auch für Unruhe im Kopf – irgendwie geistert das ständig im Oberstübchen herum. Saugt an der Aufmerksamkeit, Nagt am inneren Frieden.

Bei mir ist jedenfalls wieder mal höchste Zeit, diese „Leichen“ zu entsorgen.

Diese Woche erledige ich Unerledigtes

Ich schreibe mir jetzt gleich eine Liste mit den Dingen, die erledigt gehören.

Damit das klar ist: Hier geht es nicht, um alle meine To-dos und auch nicht um irgendwelche zukünftigen Vorhaben. Auf diese Liste kommen nur die Dinge, die ich vor mir herschiebe – egal ob beruflich oder privat. Dinge, die ich eigentlich schon längst hinter mich bringen hätte sollen.

Neben jeden Punkt notiere ich, was genau zu tun ist, wie lange das in etwa dauert und wann ich das erledige. Wenn möglich, trage ich mir dafür gleich einen Termin in meinen Kalender ein oder blockiere ein Zeitfenster dafür. Falls mir etwas einfällt, das mir dabei helfen oder die ganze Sache ein bisschen angenehmer machen könnte, schreib ich das auch auf die Liste.

Zum Glück weiß ich aus Erfahrung, wie gut es sich anfühlt, wenn das Zeug mal vom Tisch ist – und dieses Gefühl der Erleichterung und Zufriedenheit rufe ich mir immer wieder in Erinnerung. Dann pack ich es der Reihe nach an – Schritt für Schritt hake ich die Punkte auf meiner Liste ab.

Wie wir wissen: Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Ich freue mich also, wenn du mitmachst.
Go for flow!

P.S: Du hast „Unerledigtes“, das du schon ewig für dir herschiebst, weil du Bauchweh hast davor oder nicht sicher bist, wie du das gut auf die Reihe bekommst, hol dir eine Session Life-Coaching.

2 Responses to Schluss mit Aufschieberei: Unangenehmes erledigen

  1. Barbara 28. Februar 2017 at 11:09 #

    Danke für den Anstoß! 🙂 Für mich ist es wirklich wirklich an vielen Tagen schwierig, mich nicht von Anfang an zu verzetteln, sondern mal das zu machen, was dringend oder endlich gemacht werden muss. Der Fluch der freien Zeiteinteilung! Aber mit deinen Anleitungen komme ich immer besser mit meiner Aufschieberitis zurecht – auch wenn es Rückschläge gibt, die mich aber längst nicht mehr so arg stressen wie früher. Dennoch bleibt es „work in progress“… 😉

    • Su
      Su 28. Februar 2017 at 14:56 #

      Liebe Barbara, das freut mich, dass wir gemeinsam an der Aufschieberitis arbeiten :-)! Mir hilft eine guter Morgenstart wirklich sehr dabei, auf entspannte Weise produktiv zu sein. Und, wie du sagst, sich selbst nicht fertig zu machen und zu stressen, wenn es mal nicht so ist. Alles Liebe Su

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