Sich erden

Sich erden: 9 Mittel und Wege für mehr innere Stabilität

90 km Windböen. Die Bäume vor meinem Fenster klappern, singen und pfeifen.

Jetzt fällt gleich einer um, schießt es mir durch den Kopf.
Aber nichts da. Die bleiben stehen. Alle.

Und warum?

Weil Bäume gut geerdet sind. Sie haben Wurzeln. Wurzeln, die weit in die Erde hineinreichen. Wurzeln, die den Baum nicht nur nähren, sondern ihm Halt geben und für einen sicheren Stand sorgen, so dass ihn nichts so schnell umhauen kann.

Bei uns Menschen ist es nicht viel anders. Wir müssen gut geerdet sein, damit uns nicht jeder „Windstoß“ von außen aus dem Gleichgewicht bringt.
Ohne gute Erdung fehlen Stabilität und der innere Halt, um die Dinge im Hier und Jetzt ruhig und gelassen anzupacken.

Der Kontakt zur Mutter Erde

Naturvölker waren sich stets bewusst über die Macht und Kraft der Mutter Erde. Sie ehren und würdigen die Natur. Leben an der frischen Luft. Gehen noch bloßfüßig. Sitzen und schlafen am heiligen Boden. Diese Menschen sind dank ihrer inneren Einstellung und dank ihres Lebensstils gut geerdet.

Was ist mit uns? Also zumindest viele von uns: Wir hocken die meiste Zeit im Büro. In geschlossenen Räumen. Atmen Stadtluft. Stecken in Schuhen. Gehen auf Asphalt. Schlafen weit vom Erdboden entfernt.
Da kann es mit der Erdung ordentlich hapern und das wirkt sich aus.

Schlechte Erdung

Nehmen wir mich: Wenn ich nicht gut geerdet bin, werde ich unkonzentriert und schusselig. Ich fange beispielsweise eine Aufgabe an und lass mich ständig ablenken. Geh ins Nebenzimmer, um etwas zu holen, und dort angekommen, weiß ich nicht mehr, was es war. Oder fange einen Satz an und vergesse mittendrin, was ich sagen wollte.

An Tagen ohne Erdung fehlt mir die innere Balance. Das merke ich körperlich und seelisch. Die Balanceübungen im Yoga fallen mir wesentlicher schwerer. Auch fühle ich mich leichter von irgendjemandem angegriffen oder verunsichert, wenn jemand meine Meinung nicht teilt oder mir keine Anerkennung zollt.

Wenn solche Symptome auftauchen, weiß ich, es ist höchste Zeit, mich zu erden und mich gut im Hier und Jetzt zu verwurzeln.

Ein paar weitere Beispiele, wie sich zu wenig Erdung sonst noch zeigen kann:

  • Tagträumerei – geistig oft abwesend sein
  • Luftschlösser – viele gute Ideen, aber keine kommt am Boden der Realität
  • Hirnwichsen – Grübeleien und sinnloses Gedankenkreisen
  • Kopfweh – zuviel Energie steckt im Kopf fest
  • Kalte Füße – zu wenig Energie in den Füßen
  • Heißhunger auf Süßes – die unvermeidbare Schoko-Orgie
  • Überempfindlichkeit – die Dinge zu persönliche nehmen
  • Sich zerfransen – trotz Anstrengung nicht viel ausrichten können

Woran merkst, dass dir Erdung fehlt?

Wenn ich nicht geerdet bin, dann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Bleibt die Frage, was du dagegen tun kannst, wenn du merkst, dass dir der Boden unter den Füßen fehlt.

9 Mittel und Weg, um sich zu erden

1. Den Kontakt zum Boden spüren

Gerade bei „Kopfarbeitern“ steckt oft ganz viel Energie im …..
Einmal darfst du raten. Richtig! Im Kopf. Schon allein die Aufmerksamkeit bewusst in die Füße zu lenken und den Boden unter den Füßen wahrzunehmen, ist ein erster Schritt, um sich zu erden.

Stell dir vor, wie du mit deiner ganzen Aufmerksamkeit in deine Füße hineinschlüpfst und spüre die Verbindung zum Erdboden.

2. In deiner Vorstellung verwurzeln

Geh mit deiner Aufmerksamkeit zu deine Füßen. Stell Dir vor, dass aus dein Fußsohlen dicke Wurzeln wachsen in die Erde hinein. So wie bei deinem Lieblingsbaum.

Mit jedem Atemzug werden deine Wurzeln tiefer und verbinden sich mit der wohltuenden Energie der Erde. Mit jedem Atemzug geben dir deine Wurzeln mehr inneren Halt und Stabilität.

Mit dem Ausatmen kannst du über deine Wurzeln der Erde alles Alte anvertrauen und loslassen, was du jetzt nicht mehr brauchst. Mit der Einatmung nimmst du über deine Wurzeln die nährende Energie der Erde auf.

Atme solange über deine Wurzeln, bist du das Gefühl hast, gut geerdet und energetisiert zu sein. Mit ein bisschen Übung reichen ein paar Atemzüge, um gut geerdet durch den Tag zu gehen.

3. Raus in die Natur

Die Natur ist noch immer unschlagbar, wenn es um Erdung gehen. Geh in der Mittagspause raus ins Grüne oder dreh wenigstens eine Runde in einem Park. Wenn das unter der Arbeitswoche nicht möglich ist, gönne dir am Wochenende Zeit in der Natur. Vor allem dann, wenn Erdungsmangel-Symptome auftauchen.

Auch wenn du dich ausgebrannt fühlst, kann so etwas simples wie regelmäßige Waldspaziergänge echte Wunder bewirken.

4. Barfuss gehen

Geh sooft wie möglich barfuß. Am schönsten ist das natürlich in einer frisch gemähten grünen Wiese, aber wer hat die schon immer zu Verfügung. Und im Winter … brrrr. Aber du weißt schon, worauf ich hinaus will: Befreie deine Füße regelmäßig davon, in Schuhen eingeschnürt zu sein und gönne dir den unmittelbaren Kontakt zum Boden.

Ja, manchmal hilft es auch, sich im Büro die Schuhe auszuziehen und eine Runde barfuß durch´s Bürozimmer zu laufen. Falls das deinem Image schaden könnte, sperr notfalls vorher die Tür zu :-)!

5.  Laufen oder Walken

Regelmäßiger Sport – natürlich wieder am besten im Freien – ist ein geniales Erdungsmittel. Laufen oder schnelles Walken toppt einen Spaziergang noch in seiner Wirkung. Nicht umsonst ist immer wieder von Top-Managern zu lesen, die sich in aller Herrgotts früh die Laufschuhe anziehen und ihre Runde drehen. Viel harte Arbeit, braucht eine gute Erdung.

6.  Gartenarbeit

Wer´s nicht so mit Sport hat, aber dafür einen Garten besitzt, kann auch in der Erde puddeln, Unkraut jäten und Pflanzen pflegen. Hier haben wir wieder den unmittelbaren Kontakt zur Erde und jeder Hobby-Gärtner kann in ein Lied davon singen, wie gut die Gartenarbeit Körper und Seele tut und wie sehr es hilft, sich zu erden.

7.  Kochen

Als absolutes Anti-Kochtalent kann ich hier nicht mitreden. Mich persönlich stresst das Kochen, aber viele schwören auf die beruhigende, entspannende und erdende Wirkung. Schnippeln, rühren, kneten, würzen, abschmecken… hilft vielen runterzukommen.

Wenn du gerne kochst, weißt du ohnehin, wovon die Rede ist, und du kannst dieses „Mittel“ ganz bewusst zum Erden nutzen.

8.  Ein Fußbad nehmen

Eine bequeme Variante ist ein Fußbad. Einfach eine kleine Wanne mit warmen Wasser füllen. Eventuell Meersalz hineinstreuen oder ein ätherische Öl dazu. Für ca. 30 Minuten die Füßlein hineinhalten. That´s it.

Abgesehen davon, dass es angenehm und entspannend ist, bringt ein Fußbad das zuviel an Energie aus dem Kopf in die Füße.

9. Nahrungsmittel mit süßem Geschmack

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin zählen Nahrungsmittel mit süßem Geschmack zum Erd-Element. Die Süße erdet, stärkt, harmonisiert und entspannt den ganzen Organismus. Das ist auch der Grund, warum viele Unmengen an Süßigkeiten verdrücken, wenn sie nicht gut geerdet sind.

Schokolade oder sonstiges Zuckerklumpert hat allerdings viele unerwünschte Nebenwirkungen. Was du brauchst und dir wirklich gut tut, ist natürliche Süße. Also z.B: süßes Obst, Trockenfrüchte, viele Gemüsearten (Karotten, Kürbis, Kartoffeln, Sellerieknolle etc.), Nüsse, Hülsenfrüchte, Hirse, Fleisch, Milch, Ei, Maroni, Zimt, Vanille, Honig u.ä.

Ohne gute Erdung fehlt dir innere Stabilität und Halt, um Herausforderung gut zu meistern, Aufgaben sinnvoll anzupacken und deine Ideen Realität werden zu lassen.

Sorge also sorgfältig dafür, den Kontakt zum Boden nicht zu verlieren und lass mich wissen, welches Mittel dir hilft, dich gut zu erden.

Go for flow!
Su Coach

P.S: Zu wissen, wie du tickst, worauf, du dich in dir verlassen kannst, deine Stärken und deine „Fallen“ zu kennen, gibt dir enorm viel innere Stabilität. Wenn du da Klarheit brauchst, hol dir deine Persönlichkeitsanalyse.

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