Warnsignale

Warnsignale des Körpers: Zeit, Kraft zu tanken!

Gestern hab ich´s mit Müh und Not zur nächsten Tankstelle geschafft – das Benzin war fast alle. Ich fahre einen Fiat 500 – süßes Auto, aber der Reservetank ist echt klein. Sobald das Warnlicht leuchtet, muss ich SOFORT neuen Kraftstoff holen, sonst bleib ich irgendwo unerwünscht liegen. Da gibt´s kein langes Herumgefaxe.

Stell dir einmal vor, du hättest so ein inneres Warnlicht, das dir sagt:

Bitte jetzt Kraft tanken!

Diese Vorstellung wird dir sicherlich nicht besonders schwerfallen, denn immerhin hat jeder von uns tatsächlich so etwas wie ein inneres Warnlicht in seinem Körper.

Sehr wahrscheinlich hast du diese Warnsignale schon das ein oder andere Mal ignoriert und einfach weitergemacht, OHNE dir vorher neue Kraft zu holen. Mindestens ebenso wahrscheinlich hast du das später bereut.

Körperliche Warnsignale

Die ersten Warnsignale des Körpers sind subtil

Leider blinkt unser inneres Warnlicht nicht ganz so unmissverständlich, wenn sich unser Kraftreserven dem Ende zuneigen, wie bei einem Auto. Auch gibt es keine innere Tankanzeige, die so etwas sagt wie „Du kannst jetzt noch so und soviel tun, dann bleibst du auf der Strecke liegen.“
Wäre ganz praktisch, oder?

In Wahrheit sind es kleine und manchmal sehr subtile Warnsignale, die uns unser Körper schickt, wenn es an der Zeit ist, aufzutanken.

Vielleicht Müdigkeit, Kopfschmerzen oder ein Zwicken im Rücken. Vielleicht macht sich Lustlosigkeit breit, die Konzentration verabschiedet sich oder Heißhunger tritt auf. Vielleicht sind die Nerven angespannt und die Reizschwelle sinkt oder die Haut wird empfindlich dünn.

Es ist leicht, diese subtilen Zeichen zu übergehen.

Irgendwo nehmen wir vielleicht noch die leise Stimme wahr, die uns darauf aufmerksam machen möchte, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dass uns da irgendetwas gerade zuviel wird. Dass Zeit ist innezuhalten, sich eine Pause zu können und Abstand zu gewinnen.

Doch in der Regel schaltet sich blitzschnell der Kopf dazu. Und der sagt dann Dinge wie „Ah, das geht schon noch.“, “ Das muss ich unbedingt noch erledigen.“, „Keine Zeit für eine Pause.“ oder ähnliches. 

Der innere Antreiber übertönt die innere Stimme, die dafür sorgt, dass wir uns wohlfühlen, in unserer Mitte und im Flow sind.

Das ist a) nicht sehr effizient und b.) geht auf Dauer nicht gut.

Früher oder später meldet sich der Körper unmissverständlich

Wenn wir die harmlose Zeichen lange genug ignorieren und trotzdem mit Vollgas weitermachen, werden die Botschaften immer deutlicher. Bis wir sie irgendwann nicht mehr übergehen können.

Dann ist beispielsweise aus den leichten Ziehen im Rücken, ein Bandscheibenvorfall geworden, der uns an Bett fesselt; aus der Müdigkeit ein Burnout und aus den angespannten Nerven ein Nervenzusammenbruch. Aber Schluss mit Schwarzmalerei. Wir müssen es nicht soweit kommen lassen.

2 entscheidende Warnsignal-Fragen

1. Woran erkennen du, dass du Kraft tanken musst?

Was sind typische kleine Signale, durch die dir dein Körper zeigt, es ist Zeit, Kraft zu tanken? Und wie macht es sich bemerkbar, wenn du längere Zeit auf Reserve fährst?

Ich merke es zum Beispiel tatsächlich an meinen Nerven. Ich bin leicht gereizt und viel empfindlicher als sonst. Außerdem neige ich dann auch dazu, über sinnlose Dinge nachzugrübeln, an die ich sonst keinen Gedanken verschwende. 

Ein Klient hat auf diese Frage mal geantwortet: „Ich beginne dann meine Mitarbeiter anzupflaumen – was ich sonst nicht mache.“ Kann ich gut verstehen.

Was ich auch schon gehört hab: „Ich hab dann ständig so leichtes Herzklopfen als hätte ich zuviel Cafe getrunken.“ Oder „Mir wird schwindelig.“

Die Zeichen können sehr individuell und durchaus sehr verschieden sein – natürlich auch situationsabhängig. Egal, was es ist, wichtig ist, dass du deine Zeichen bemerkst!

2. Hörst du rechtzeitig auf die Warnsignale deines Körpers?

Die Zeichen zu bemerken ist eine Sache. Darauf zu hören eine andere. Nimmst du dir Zeit, um Kraft zu tanken, wenn du merkst, dass du auf Reserve fährst? Oder machst du einfach weiter und ignorierst deinen Körper?

Im Coaching höre oft:

Ja, ja! Ich weiß, dass es wichtig wäre,
aber ich hab einfach keine Zeit, um aufzutanken.

Das ist ein Kardinalfehler!

Du schaffst deine „To-dos“ wesentlich leichter, schneller und besser,
wenn du in deiner Kraft bist!
Selbst ein Ferrari kommt ohne Benzin nicht weit!

Das heißt: Auch wenn du ein Macher oder eine Powerfrau bist, kannst du deine volle Leistung nur bringen, wenn du rechtzeitig und regelmäßig Boxenstopps einlegst. Und aus Erfahrung weiß ich, dass gerade diese Menschen dazu neigen, ihr inneres Warnlicht immer wieder zu übergehen.

Tu das bitte nicht! Oder mach es zumindest sehr bewusst, damit du später keine bösen Überraschungen erlebst, und dich nicht wunderst, warum der Flow immer mehr verloren geht.

Beobachte Dein Warnlicht!
Beobachte in nächster Zeit, wie dein inneres Warnlicht im Alltag funktioniert und wie oft und aus welchen Gründen, du nicht darauf hörst. Ohne Urteil.
Mach es dir einfach nur bewusst. Und denk an das Beispiel vom Auto, von dem erwartet auch keiner, dass es ohne Benzin fährt.

Go for flow!

Su Coach

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