Bedeutung-Arbeit

Warum arbeiten Menschen? Welche Bedeutung hat Arbeit für dich?

Warum stehst du in der Früh auf und gehst deiner Arbeit nach?

Lass dir einen Moment Zeit bevor du weiterliest und beantworte diese Frage. Manchmal ist das gar nicht so einfach zu sagen.

Wenn wir jetzt einmal in großen Schubladen denken, dann können wir Arbeit in vier „Bedeutungskategorien“ stecken.

4 Bedeutungen von Arbeit

Geldbeschaffung

Deine Arbeit ist ein reines Mittel zur Geldbeschaffung. Du arbeitest um Kohle zu bekommen – that´s it.

Es gibt einen Witz über einen Mann, den ein Straßenräuber anschreit:
„Geld oder Leben!“
und der antwortet: „
Nehmen sie mein Leben. Das Geld brauche ich später.“

Viele verschenken tatsächlich ihr Leben für Geld.

Die Mehrheit von uns muss wohl arbeiten, um den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen (ich gehöre jedenfalls dazu). Aber viele Menschen verbringen unzählige Stunden ihres Lebens mit einer Arbeit, die in keinster Weise erfüllend ist, nur um genug zu verdienen und sich in Folge Dinge leisten zu können, die sie dann glücklich machen sollen.

In einem Durchschnittsjob sind das vierzig Stunden in der Wochen (meistens mehr), in denen sie etwas tun, was sie  freiwillig und ohne Kohle nicht tun würden. Der Großteil ihrer wertvollen Lebenszeit ist fremdbestimmt. Weit entfernt von Flow!

Manche Menschen sehen das sehr pragmatisch und finden sich damit ab. Ich kenne ein paar, die nicht einmal unzufrieden damit sind, soviel Zeit ihres Lebens einzutauschen. Beziehungsweise beziehen sie ihre Sinnhaftigkeit und Zufriedenheit vielmehr aus ihrem Privatleben und ihrer Freizeit! OK!
Und manche Menschen haben tatsächlich keine andere Wahl.

Aber viele DENKEN auch nur, dass sie keine andere Wahl haben und nur der Verstand, die Vernunft und die Angst halten sie davon ab, einen neuen Weg einzuschlagen.
Falls dich das betrifft und du spürst, dass es eigentlich längst Zeit ist für eine Veränderung, dann sieh diesen Artikel jetzt als Zeichen. Ich unterstütze dich sehr gerne dabei, Klarheit zu gewinnen und deinen „Sprung“ zu machen, und es gibt mit Sicherheit noch genug andere Stellen, wo du dir Hilfe holen kannst. Mit Support geht es jedenfalls leichter. Just do it!

Karriere

Du willst Karriere machen. Der Wunsch nach Erfolg, Macht, Status und Anerkennung treibt dich an und Arbeit ist für dich ein Mittel, um dich zu definieren, zu beweisen, zu messen und etwas zu  leisten.

Das könnte jetzt negativ klingen, aber so ist es nicht gemeint. In meinen Werbeagenturzeiten wollte ich selbst unbedingt Karriere machen und nur weil mich meine Karriere nicht glücklich gemacht hat, heißt das noch lange nicht, dass das bei dir nicht völlig anders sein kann.

Falls du klassischer Karrierist / Karrieristin bist, darf ich dir nur zwei kurze Tipps geben, um deinen Lebensflow nicht zu gefährden:

1. Vergieß vor lauter Karriere dein Privatleben nicht!
Sonst hast du irgendwann ein dickes Bankkonto, einen fetten Firmenwagen, einen tollen Titel auf der Visitkarte, aber deine Ehefrau hat die Scheidung eingereicht, deine Kinder, sprechen nicht mehr mit dir, und daran, dass du einmal Freunde hattest, erinnerst du dich nur noch dunkel.

2. Identifiziere dich nicht zu sehr mit deiner Karriere – mit deiner Position, mit deinem Status oder deinem Titel!
Das alles kann verloren gehen und wenn du dich zu sehr daran klammern, hast du – bewusst oder unbewusst – ständig Angst. Du kannst nicht entspannt und im Flow sein.  Und bei Licht betrachtet, ist gar nichts davon etwas, was dich wirklich ausmacht.

Ansonsten, viel Spaß bei deiner Karriere!

Berufung

Du fühlst dich dazu „berufen“, deine Arbeit zu machen. Sei es durch deine innere Stimme, durch eine besondere Gabe, durch eine Vision oder eine Eingebung, die du hattest, oder aus sonst einem Grund. Jedenfalls hast du das Gefühl für diese Aufgabe bestimmt zu sein. Schön!

Menschen, die ihre Berufung leben, ziehen in der Regel tiefe Befriedigung aus ihrer Arbeit. Wenn es Schwierigkeiten gibt, dann eher beim Geld und dabei genug zu verdienen, um gut zu leben.

Achtung! Falls du ständig auf der Suche nach deiner Berufung bist:

Ich erlebe genug Menschen, die verzweifelt nach ihrer Berufung suchen und meinen, durch irgendeinen schrecklichen Fehler oder durch falsche Entscheidungen, an ihrer Bestimmung vorbeizuleben. Sie haben das Gefühl, nicht das Beste aus ihrem Arbeitsleben zu machen, weil sie sich eben nicht unbedingt BERUFEN dazu fühlen, dass zu tun, was sie tun.

Solltest du da dazugehören, kann ich dich beruhigen:

Es ist eher normal und keineswegs schrecklich, nicht die einzig wahre Berufung für sich gefunden zu haben.
 Für die meisten Menschen, sind Fragen wie „Wofür bin ich geboren?“, „Was ist meine Berufung?“ und „Wozu bin ich bestimmt?“ nicht so einfach zu beantworten.

Viele, die ich kenne und die von sich sagen, sie leben ihre Berufung, hatten nicht eine plötzliche göttliche Eingebung, sondern haben sich vielmehr selbst irgendwann entschieden, dass das, was sie tun, ihre Berufung ist. Punkt.

Die meisten Menschen haben nun einmal nicht ein besonderes Talent, eine herausragende Fähigkeit oder eine einzigartige Gabe, sondern eine bunte Mischung aus Begabungen, Stärken, Leidenschaften und Interessen. Damit haben sie mehrerer Möglichkeiten und sind nicht schicksalhaft für eine spezielle Tätigkeit bestimmt.

Könnte das auf dich zutreffen? Dann kannst du dich jetzt entspannen und aufhören, verzweifelt nach deiner Berufung zu suchen. Du darfst dir aussuchen, was du arbeiten möchtest! Und das darf sich im Laufe deines Lebens auch verändern.

Erfüllung

Du magst deine Arbeit. Du wachst in der Früh auf und freust dich auf den kommenden Arbeitstag. Deine Arbeit liegt dir am Herzen, macht Spaß und fordert dich heraus. Was du tust, entspricht deinem Wesen, deinen Interessen, deinen Talenten und Stärken. Du kannst dich persönlich weiterentwickeln und mit deinem Tun einen sinnvollen Beitrag leisten. Zumindest großteils.

Kurz, dein Job ist deine Leidenschaft oder so was wie ein Hobby – das ist nicht ganz so bedeutungsschwanger wie der Begriff „Berufung“.  Du fühlst dich nicht schicksalshaft dazu verpflichtet, diesem Beruf nachzugehen, sondern tust es einfach gerne. Und wer innerlich motiviert ist bei dem, was er tut, kommt wesentlich leichter in den Arbeitsflow.

Viele Menschen, die einen erfüllenden Job haben, würden ihre Arbeit auch ohne Geld tun oder sagen wir´s anders, Geld ist ein sehr angenehmer Nebeneffekt.

Wenn du so einen Job hast, brauche ich dir nicht zu sagen, wie toll das ist!
Oder bin ich da jetzt etwa voreingenommen :-)?

Hast du nicht, hättest du aber gerne? Da kann ich dich beruhigen, so ein erfüllender Job lässt sich wesentlich leichter finden als deine einzigartige Berufung! Mach dich auf die Suche!

Diese vier Schubladen sind natürlich nicht ganz so klar unterteilt, wie es hier scheinen mag. In der Realität gibt es viele Überschneidungen:
Für einen Karrieristen kann die Arbeit total erfüllend sein. Wer in seinem Job erfüllt ist oder sich zu seiner Arbeit berufen fühlt, kann trotzdem Karriere machen wollen und muss auch Geld verdienen. Und so weiter.
Es kann auch sein, dass du an manchen Tagen deine Arbeit liebst und an anderen Tag nur dranbleibst, weil du das Geld brauchst.

Noch wichtiger: Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Du entscheidet, was für dich richtig ist. Wenn du nur arbeitest, um Geld zu verdienen, und das passt für dich, dann passt das für dich. Und aus.

Entscheidend für deinen Lebensflow ist, dass die Arbeit in deinem Leben die Bedeutung hat und die Rolle spielt, die du dir wünscht. Wenn du dir in Wahrheit mehr Erfüllung oder mehr Karriere oder mehr Geld wünscht, dann tust du gut daran etwas zu verändern.

Schließlich verbringen wir alle viel wertvolle Zeit unseres Lebens mit Arbeit.
Zuviel Zeit, um sie nicht so zu gestalten, wie es uns entspricht.

Go for flow!

Su Coach

P.S.
Wünscht du dir Hilfe, um dein Berufsleben zu verbessern? Bist du dir nicht sicher, ob du (noch) im richtigen Job bist? Oder kennst du deine Stärken und Talente nicht so genau? Dann schick mir ein Mail oder ruf mich (+43/664-4236789) an, dann klären wir, was ich für dich tun kann.

, ,

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar