Sorgen

Zu viele Sorgen? Mach sie dir ganz bewusst!

Sich ständig zu sorgen, macht keinen Sinn – das wissen wir alle!

Jeder, den schon mal Sorgen und Ängste geplagt haben, weiß aber auch, dass sich die kreisenden Gedanken eben nicht auf Befehl abschalten lassen.

Bestenfalls klappt es, sie für eine Weile zu verdrängen. Sich in die Arbeit zu stürzen, Süßigkeiten in sich hineinzustopfen oder Alkohol zu trinken sind beispielsweise typische Ablenkungsstrategien. Aber spätestens, wenn man wieder zur Ruhe kommt – vorzugsweise vorm Einschlafen – sind sie alle wieder da, die lieben Sorgen.

Was hilft wirklich, wenn du dir Sorgen machst?

Sorgen laufen in der Regel sehr unkontrolliert ab. Negative Zukunftsszenarien tauchen auf, werden aber weder logisch überprüft noch wirklich zu Ende gedacht. Stattdessen ziehen sie magnetisch weitere negative Gedanken an. Das ist das Gesetz der Anziehung.

So entsteht eine diffuse Gedankenspirale, die äußerst unangenehm und nicht greifbar ist.

Um belastende Gedanken loszuwerden, macht es also erst einmal Sinn, ihnen bewusst Aufmerksamkeit zu schenken. So etwas wie eine offizielle „Sorgenzeit“ einzuplanen.

Sorgen

Eine Sorgenzeit einplanen

Such dir dazu am besten einen Ort, an dem du ungestört nachdenken kannst. Das sollte nicht die gemütliche Coach oder das Bett sein – ich gehe davon aus, dass das Plätze sind, an denen du dich lieber entspannst. Schaff dir lieber einen guten “Grübelplatz”.

Schritt 1: Raus mit den Sorgen

In deiner Sorgenzeit schreib dir erst einmal alles von der Seele, was dich im Moment belastet. Alle Sorgen, die dir im Moment im Kopf herumspucken, und die damit verbundenen Gefühle, die auftauchen, dürfen jetzt einfach mal da sein.

Schritt 2: Wie wahrscheinlich ist das?

Die meisten Sorgen, die wir uns machen, treffen nie ein.

Wenn du fertig bist mit deiner Sorgenliste, sei also mal ganz nüchtern und realistisch. Das heißt: Schau dir an, welche deiner Sorgen, wirklich berechtig sind und welche völlig oder eher unnötig sind.

Wenn du zum Beispiel in den Medien von Wirtschaftskrise und Entlassungen liest, und du dich dann um deinen Job sorgst, ist das verständlich, denn dein Gehirn verwertet gerne die Geschichten, die es aufschnappt, und reimt sich alles mögliche zusammen. Aber es ist deswegen noch lange nicht wahrscheinlich, dass du deinen Job tatsächlich verlierst.

Ganz anders schaut es aus, wenn dir bereits eine Kündigung angedroht wurde, dein Vertrag ausläuft oder dein Aufgabengebiet in Kürze gestrichen wird – deine Sorgen also auf eine realistische Gefahr aufmerksam machen wollen.

Mir hilft´s, Prozentangaben zu vergeben. Also:
100% das passiert ganz sicher,
0,01% das passiert mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht.
So bekommt also jede Sorgen gefühlsmäßig einen Prozentwert zugeordnet.

Alles was unter 50% ist, streiche ich auf meiner Liste ganz bewusst durch.
Je höher der Wert, desto wichtiger ist für mich der nächste Schritt.

Schritt 3: Was kann ich tun?

Im Gegensatz zu den passiert-wahrscheinlich-ohnehin-nicht Sorgen, sind manche Sorgen eine Vorahnung und Vorwarnung, dass in nächster Zeit tatsächlich etwas geschehen wird, auf das du vorbereitet sein solltest.

In so einem Fall macht es natürlich Sinn, auf die Botschaft der Sorge zu hören und dir zu überlegen, was du ganz konkret tun kannst, um vorzusorgen.

Was kannst du jetzt oder in den kommenden Wochen unternehmen, um für den Ernstfall gewappnet zu sein?

Sobald wir einen – zumindest ungefähren – Plan haben, was wir aktiv tun können und wie wir mit der möglicherweise eintreffenden Situation am besten umgehen könnten, lassen diese Art von Sorgen nach. Sie haben ihren Zweck erfüllt.

Wenn du generell dazu neigst, dir Sorgen zu machen oder gerade in einer sorgenvolle Phase steckst, nimm dir diese Sorgenzeit wirklich regelmäßig – am besten jeden Tag. Eine Zeit lang werden dieselben Sorgen immer wieder auftauchen – auch die unnötigen. Lass sie da sein und geh die 3 Schritte einfach immer wieder durch.

Tauchen hingegen sorgenvolle Gedanken im Alltag auf, dann nimm sie nur kurz zur Kenntnis und sag so etwas wie: “OK, ich hab´s gehört. Ich kümmere mich in meiner Sorgenzeit am Grübelplatz um euch, jetzt ist etwas anderes dran!“

Go for flow!
Su Coach

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar