Burnout Anzeichen

Burnout-Anzeichen: Wie äußert sich Ausgebranntsein?

Als ich selbst vor neunzehn Jahren kurz vorm Burnout stand, hatte ich keine Ahnung, was mit mir los war. Ich war ständig erschöpft, fühlte mich innerlich leer und hatte an nichts mehr richtig Freude.

Ein höchst ungewöhnlicher und vor allem unerklärlicher Zustand für mich. Erstens war ich damals noch relativ jung. Zweitens kannte ich mich bislang als „Energiebündel“, das kaum zu bremsen war. Drittens hatte ich zu dem Zeitpunkt so ziemlich alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte: Ich sollte doch bitteschön glücklich sein und voller Lebensfreude.

Das Burnout-Syndrom

1999 war der Begriff Burnout noch nicht in aller Munde. So verstand ich erst rückblickend, was ich damals wohl hatte. Heutzutage hat jeder gewisse Vorstellungen, was Burnout ist, und Millionen Menschen haben diesen Zustand schon am eigenen Leib erfahren müssen.

Allein in Österreich waren laut ergoogelter Statistik im vergangenen Jahr rund 600.000 Menschen von einem Burnout betroffen. 1,36 Millionen waren akut gefährdet. In Deutschland waren es bis zu 13 Millionen.

Sollten Sie sich erschöpft und ausgebrannt fühlen, sind Sie eindeutig nicht alleine.

Weit weniger eindeutig ist, wie sich ein Burnout genau zeigt. Burnout ist in dem Sinn keine Krankheit und keine eigenständige psychiatrische Diagnose. Der Begriff beschreibt vielmehr eine Anhäufung verschiedener Symptome, die unter dem Burnout-Syndrom zusammengefasst werden (siehe z.B: Wikipedia Burnout). In vielen Fällen gibt es Überlappung mit dem Krankheitsbild einer Depression.

Praktisch gesprochen: Burnout tritt in vielen Facetten, mit unterschiedlichsten Symptomen und in verschiedensten Ausprägungsgraden auf. Jeder erlebt das ein wenig anders.

Welche Anzeichen gilt es also zu beachten und als Warnzeichen ernst zu nehmen?

Burnout-Anzeichen

Das zentrale Burnout-Anzeichen ist eine Kombination aus emotionaler, körperlicher, mentaler und/oder sozialer Erschöpfung.

Jeder Mensch fühlt sich mal erschöpft, antriebslos und leer. In aller Regel hilft dann ein bisschen Entspannungszeit, ein paar Nächte erholsamer Schlaf oder ein langes Wochenende, um die eigenen Batterien wieder aufzuladen. Sofern man sich das dann auch gönnt.

Kritisch wird es, wenn der Erschöpfungszustand und die Energielosigkeit über einen längeren Zeitraum anhält und die Lebensqualität beginnt darunter zu leiden. Wer ausgebrannt ist, kann nicht mehr ganz so leicht und schnell regenerieren. Das ist wie ein überbeanspruchter Akku, der nicht mehr richtig auflädt.

Wie sich das Ausgebranntsein äußert

Zu den häufigsten Anzeichen, die auf ein Burnout-Syndrom hinweisen können, zählen:

  • auf der emotionalen Ebene Symptome wie Hoffnungslosigkeit, Lustlosigkeit, Motivationslosigkeit, innere Leere, chronische Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Angstgefühle bis hin zu Panikattacken.
  • auf der körperlichen Ebene Symptome wie permanente Müdigkeit, chronische Erschöpfung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, häufige Infekte.
  • auf der mentalen Ebene Symptome wie Gedächtnis- oder Konzentrationsschwäche, Verlust von Kreativität, zunehmender Zweifel am Sinn seines Tuns und seines Lebens, negative Gedankenschleifen bis zu Suizidgedanken.
  • auf der sozialen Ebene ein ungewöhnlich hohes Rückzugsbedürfnisse, andere Menschen als Belastung empfinden, Teilnahmslosigkeit.

Diese Anzeichen können, wie gesagt, in unterschiedlichsten Kombinationen und Ausprägungen auftreten, sich schleichend oder in Phasen entwickeln.

Für mich fühlte sich der Zustand damals so an, als hätte mir jemand den Stecker gezogen – als wäre ich nicht mehr angeschlossen an meine Energiequelle. Von Flow keine Spur. Bis es soweit war, habe ich allerdings viele Warnhinweise ignoriert.

Übliche Verdrängungsmechanismen

Die völlige Erschöpfung setzt nicht von einem Tag auf den anderen ein. Burnout ist vielmehr ein Prozess. Wenn wir ganz ehrlich mit uns selbst sind, gibt es da sowohl eine leise innere Stimme und eben auch Anzeichen, die uns darauf hinweisen, dass da irgendetwas nicht stimmt. Nur leider neigen viele – ich damals auch – dazu diese Hinweise zu verdrängen. Und zwar oft solange bis wir am persönlichen Tiefpunkt angelangt sind und uns endlich dämmert, dass es so nicht weitergehen kann.

Gerade in den frühen Stadien des Erschöpfungssyndroms ist das Ignorieren der körperlichen Warnsignale  und die Missachtung der eigenen Bedürfnisse typisch. Statt sich genügend Erholung zu gönnen und bildlich gesprochen zur Tankstelle zu fahren und aufzuladen, wird einfach weitergemacht – oft sogar mit noch mehr Einsatz und übersteigertem Ehrgeiz. Nach dem Motto “Geht schon noch.”

Im weiteren Verlauf werden die Warnhinweise deutlicher und es treten immer Probleme auf, die dann allerdings oft geleugnet werden. Wir gestehen uns selbst nun einmal ungern ein, dass etwas nicht in Ordnung ist. Das Verleugnen von Problemen ist zwar sehr menschlich, aber leider höchst kontraproduktiv. Erstens verschlimmert sich die Situation so in aller Regel und oft kommen dann auch noch Ersatzbefriedigungen ins Spiel. Um uns irgendwie besser zu fühlen, stopfen wir uns beispielsweise mit Essen voll, greifen zum Alkohol oder gehen shoppen. Das ist höchstens ein kurzes Vergnügen, aber dauerhaft weder befriedigend noch eine Lösung.

Was tun bei Burnout-Anzeichen

Zunächst einmal: Holen Sie sich Unterstützung. Sie müssen da nicht alleine durch.

Hören Sie bitte auf Ihren Hausverstand und gehen Sie zu einem Arzt Ihres Vertrauens, wenn Ihr Zustand danach verlangt.

Entdecken Sie Ihre Matrix

Als Berater und Coach bin ich auf das Thema Stress & Burnout spezialisiert. In der Burnout-Beratung arbeite ich mit Ihrer persönlichen Matrix – Ihrem einzigartig “Bauplan”. In meinem Blog-Artikel Burnout-Ursachen finden Sie aber ein paar allgemeine Hinweise auf zwei tieferliegende Ursachen, die mir in der Praxis oft begegnen und was dementsprechend zu tun ist.

Go for flow!
Su Busson

P.S: Sie wollen meine Unterstützung, um wieder in Ihre Kraft zu finden? Schreiben Sie mir und wir vereinbaren ein unverbindliches Gespräch, in dem wir klären, was ich für Sie tun kann.

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