Entscheidungen treffen

Entscheidungen treffen ohne Kopfzerbrechen

Heute verrate ich Ihnen etwas über meine “gespaltene” Herkunft und, was das damit zu tun hat, gute Entscheidungen zu treffen. Vor einigen Jahren erstellte ich für eine Familienaufstellung einen Stammbaum bis zu meinen Ururgroßeltern zurück und etwas sprang mir dabei sofort ins Auge: 

Auf der väterlichen Seite waren die Äste voller hochgebildeter und intellektueller Menschen (Doktoren, Doppeldoktoren und Professoren).  Darunter auch ein Schriftsteller (nach dem sogar eine Gasse in Wien benannt ist), meine Ururgroßmutter, die als besonders weise galt, und dann war da noch mein blitzgescheiter, älterer Bruder (der offensichtlich auf diese Seite gehörte).

Auf der mütterlichen Seite waren vor allem Handwerker zu finden und so bodenständige Berufe wie Fleischhauer und Kunstschlosser.

Und dann war da ich. 

Nachdem ich schon als Kind Tiere lieber gestreichelt habe, als sie zu essen oder gar zu schlachten, und meine handwerklichen Fähigkeiten leider, leider sehr zu wünschen übrig ließen, bemühte ich mich immer redlich darum, wenigstens die Sache mit dem Intellekt hinzubekommen.

Nach einem Studium in Mindestzeit und einer steilen Karriere in der Kommunikationsbranche, war ich allerdings so ausgebrannt und leer, dass mir langsam eines dämmerte: Ich bin zwar nicht blöd. Aber mein Verstand ist nicht sehr hilfreich dabei, meinen Weg zu finden und korrekte Entscheidungen für mich und mein Leben zu treffen.

Was mir damals noch nicht bewusst war: Der Verstand ist NICHT dazu gemacht, persönliche Entscheidungen zu treffen.

Der Verstand beim Treffen von Entscheidungen

Bevor Sie jetzt vielleicht heftig widersprechen, schauen wir uns die Sache näher an. Schließlich lernen wir alle, unseren Verstand zu benutzen, um uns vernünftig zu entscheiden und korrekt durchs Leben zu navigieren. Und jetzt behaupte ich das Gegenteil. Aber einmal ehrlich:

1. Der Verstand weiß nicht, was für Sie korrekt ist.

Wie soll Ihr Verstand wissen, was beispielsweise für Sie das richtige Essen, was der richtige Job, wer der richtige Partner, was die richtige Wohnung, die richtige Investition oder der richtige, nächste Schritt ist? 

Wie soll Ihr Verstand wissen, ob es richtig ist, Ihren Partner zu verlassen, Ihren Job zu kündigen und einen Neustart zu machen oder gar ins Ausland zu ziehen?

Nehmen wir ein einfaches Beispiel: die richtige Ernährung. 
Vermutlich wissen Sie, wie verwirrend es wird, wenn Sie darüber nachdenkenund recherchieren, was die richtige Ernährung ist. Selbst wenn Sie sich alle Informationen, Untersuchungen und Statistiken über eine gesunde Ernährung beschaffen – mal abgesehen davon, dass das Jahre dauert und in Wahrheit unmöglich ist, weil minütlich neue Infos rauskommen –, wüssten Sie höchstens, was eine optimale durchschnittliche Ernährung ist. 
Das könnte für den Großteil der Menschen perfekt sein, aber für Sie trotzdem noch immer vollkommen falsch. 
Auch wenn Sie sich so ernähren wie ich, weil Sie denken, bei mir funktioniert es ja offensichtlich, heißt das noch lange nicht, dass es bei Ihnen ebenfalls funktioniert. Und das gilt genauso für jede andere Erfolgsstrategie, Herangehensweise, Methode, etc.

Das Thema Essen ist da vergleichsweise noch einfach. Denken Sie an all die Faktoren, die sonst oft bei Entscheidungen eine Rolle spielen, die der Verstand einfach nicht WISSEN kann. Da hilft kein noch so langes NACHDENKEN. Weder hat er in der Gegenwart alle nötigen Informationen, noch kann er die Zukunft vorhersehen – schon gar nicht, wenn dabei viele Dinge miteinander zusammenhängen und voneinander abhängen. 

Ganz abgesehen davon, gibt es im realen Leben immer auch andere Möglichkeiten, an die Ihr Verstand gar nicht gedacht hat oder die er gar nicht für möglich hält. Wenn Sie sich nur auf Ihren Verstand und Ihr eigenes Denken beschränken, gehen unzählige Optionen verloren, die das Leben zu bieten hat. In meinem Dasein haben sich jedenfalls schon viele Probleme und innere Knoten, über die ich lange grübelte, letztlich ganz anders gelöst, als gedacht.

2. Der Verstand will Sicherheit, die Seele will Wachstum. 

Wenn wir den Verstand entscheiden lassen, entscheiden wir uns in aller Regel für den “sicheren” Weg: dafür, an Vertrautem festzuhalten; dafür, es anderen recht zu machen; dafür, keine Unannehmlichkeiten oder Konflikte zu haben; dafür, etwas zu tun, um von anderen geliebt zu werden oder Anerkennung zu bekommen; dafür, Ziele zu verfolgen, die uns gar nicht entsprechen, in der Hoffnung dann endlich glücklich zu sein etc. 

Kurz: Wenn wir den Verstand entscheiden lassen, folgen wir nicht der Absicht unserer Seele, blockieren unser eigenes Wachstum und sabotieren unbewusst unser natürliches Glück.

3. Der Verstand überlegt immer hin und her

Wir leben in einer dualen Welt und denken auch dual. Auf Deutsch: Der Verstand hat IMMER ein Für und Wider. Es ist gerade die besondere Fähigkeit des Verstandes, beide Seiten sehen zu können. 

Damit beginnt das große Kopfzerbrechen.

Trifft der Verstand eine Entscheidung, kann er sie keine fünf Minuten später wieder infrage stellen: “Wäre es nicht doch besser …”, “Ich sollte doch …” 
Darum sind wir oft so hin- und hergerissen. Was wir heute für eine gute Entscheidung halten, schaut morgen – mit anderen Gedanken im Kopf – schon wieder anders aus. 

Willkommen im Gedankenkarussell.

Vielleicht haben Sie ja auch schon einmal eine Pro- und Contra-Liste geschrieben, um zu einer Entscheidung zu finden. Nur um dann festzustellen, dass Sie das auswählen, was wesentlich mehr Contra-Punkte hat.

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Damit wir uns nicht missverstehen: Der Verstand ist großartig.
Großartig im Sammeln von Informationen, im Erforschen von Optionen und darin, Ihnen eine bestimmte Auswahl an Möglichkeiten bewusst zu machen. Inder Freude am Denken. Im Analysieren von Daten und Erkennen von Mustern. In der menschlichen Kommunikation, um sich mit anderen auszutauschen. Und er ist auch nützlich, um eine einmal getroffene Entscheidung umzusetzen und durchzuführen. 

Aber auch all das funktioniert wesentlich besser, wenn der Kopf ruhig und klar ist – statt ununterbrochen mitzureden und sich überall einzumischen. 
Wie Goethe schon sagte: 

Der Verstand ist ein guter Diener – aber ein schlechter Herr.

Wie treffen wir die richtigen Entscheidungen?

Jeder Mensch ist unendlich weise ist. Nicht hochintelligent und mit einem messerscharfen Verstand ausgestattet, sondern mit der universellen Intelligenz gesegnet, die ganze Planeten und Galaxien steuert. 
Sie sind keine einsame Insel – getrennt von allem. Sie sind mit dem Kosmos und allem, was ist, verbunden. Und jenseits des Verstandes, gibt es eine Instanz in Ihnen, die all die Antworten hat, die Sie gerade brauchen.

So wie Ihr Körper weiß, wie eine Wunde zu heilen hat, gibt es einen Teil in Ihnen, der weiß, was für Sie jetzt korrekt ist – und zwar nicht im Sinn von moralisch korrekt, sondern richtig, stimmig, authentisch für Sie.

Vielleicht ist das Zufall, doch ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der diese “innere Instanz” nicht kennt oder zumindest ahnt, dass es sie gibt. Ohne es logisch erklären zu können, spürt doch jeder, dass da etwas in uns istdas wirklich Bescheid weiß.

Manche nennen das Intuition, andere Bauchgefühl, Instinkt, innere Stimme  oder inneres Wissen. Diese weise Instanz kann sich auch auf unterschiedliche Weise zeigen und funktioniert nicht bei jedem Menschen gleich. Der Name ist selten das Problem. 

Die meisten von uns lernen allerdings, so “kopflastig” zu sein oder sich so sehr am Außen zu orientieren, dass sie den Zugang zur universellen Intelligenz und zu ihrer inneren Führung verlieren. Beziehungsweise Schwierigkeiten haben, diese “Instanz” deutlich zu hören, ihr zu vertrauen und ihr zu folgen. Und dadurch wird das Leben kompliziert.

Entscheidungen treffen

Je mehr Sie auf Ihre innere Weisheit vertrauen, desto weniger müssen Sie sich über Ihr Leben den Kopf zerbrechen. Sie müssen auch nicht mehr darüber nachdenken, WIE Sie Ihr Ziele und Vorhaben verwirklichen können. Ihr Kopf kommt somit wesentlich mehr zur Ruhe. Was wiederum dazu führt, dass Sie Ihre innere Weisheit besser hören und in Echt-Zeit erfahren, was für Sie zu tun ist und was nicht. So wird es immer einfacher, korrekte Entscheidungen zu treffen – ohne Kopfzerbrechen.

Zur Reflexion:

  • Wie treffen Sie üblicherweise Entscheidungen?
  • Wie viel Grübelei und Nachdenkerei ist damit verbunden? 
  • Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrer inneren Weisheit?

Was außerdem noch wesentlich ist, lesen Sie hier:
Gehen oder bleiben? 3 Hinweise, um sich richtig zu entscheiden

Wenn Sie basierend auf Ihrer Matrix – Ihrem persönlichen Bauplan – maßgeschneidert lernen wollen, wie Sie Ihre innere Weisheit hören und Ihrer inneren Führung folgen, hilft Ihnen eine Matrix-Persönlichsanalyse ein großes Stück weiter.

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