Innere Weisheit

Der inneren Weisheit folgen trotz Angst?!

Beschäftigen wir uns heute wieder einmal mit Ihrer inneren Weisheit – Ihrer Intuition, Ihrem Bauchgefühl, Ihrer inneren Stimme oder welchen Namen Sie gerne dafür verwenden. Die Rede ist von dem weisen Teil in Ihnen, der Sie erfolgreich durch Ihr Leben navigiert. Besser als das Ihr Verstand je könnte.

Mal ehrlich:

  • Wie oft hatten Sie schon eine innere Ahnung und sind ihr nicht (gleich) gefolgt?
  • Wie oft haben Sie sich schon im Nachhinein gedacht: Hätte ich nur auf meinen Bauch / mein Gefühl / meine innere Stimme / meine Intuition gehört?
  • Wie oft haben Sie innerlich längst gewusst, was Sie tun oder lassen sollen, aber lange gebraucht, um sich und anderen dieses Wissen einzugestehen und es umzusetzen?

Die innere Weisheit wahrzunehmen ist eine Sache, ihr zu vertrauen und ihr zu folgen eine andere. Hier funkt der Kopf gerne dazwischen. Er beginnt in Windeseile, die Botschaft oder den inneren Impuls zu analysieren, infrage zu stellen oder massiv zu bezweifeln, mögliche Konsequenzen zu prüfen oder Pro und Kontra abzuwägen. Und schon wird es schwierig. ​
Schwierig, zu unterscheiden, was der Kopf und was die innere Weisheit sagt. Schwierig zu wissen, welchen Antworten wir trauen können. Schwierig zu entscheiden, was wir tun sollen.

Innere Weisheit versus Kopf

Der Bauch sagt zum Beispiel: Melde dich für das zweiwöchige Seminar an. 
Der Kopf sagt: Ja, aber ich habe doch nicht genug Geld und kann mir nicht so lange Urlaub nehmen. Ich würde ja gerne, aber meiner Familie ist das sicher nicht recht. Und überhaupt weiß ich doch gar nicht, ob das wirklich das Richtige für mich ist … 

Die Intuition sagt: Nimm dieses Projekt nicht an.
​​​Der Kopf sagt: Das ist doch eine große Chance und das hört sich doch alles gut an. Und der Auftrag ist außerdem sehr lukrativ und ich brauche das Geld dringend. Das wäre ja verrückt, das auszuschlagen.

Oder die innere Stimme sagt: Dein Beruf entspricht nicht deinen wahren Talenten. Wenn du deine Fähigkeiten nutzen willst, geh einen anderen Weg. 
Der Kopf sagt: Ja, aber ich weiß nicht, was ich sonst arbeiten sollte. Ich hab doch gar keine besonderen Talente. Außerdem verdiene ich gutes Geld und mein Job ist sicher. Und, mit dem, was ich wirklich gerne tue, kann man kein Geld verdienen …

Dem Kopf fallen in aller Regel viele Einwände ein. Selbst wenn ein innerer Impuls anfangs vollkommen klar und eindeutig war, können wir ihn so lange analysieren und zerdenken, bis wir nicht mehr wissen, was richtig ist, oder wir so durcheinander geraten, dass wir nicht mehr unterscheiden können, was der Kopf sagt und was die innere Weisheit.

Als Quicktipp ein paar hilfreiche Unterscheidungsmerkmale:

Ihr innere Weisheit ist ruhig, klar und eindeutig. Die Botschaften sind nicht immer angenehm und nicht unbedingt das, was Sie hören wollen, aber sie sind stets konstruktiv, freundlich und lebensbejahend. Auf gewisse Weise neutral und nüchtern. Jedenfalls ohne Drama. 

Ihr innere Weisheit kann zwar in Gefahrensituation sehr bestimmt sein. Doch sie macht keinen Druck, weil dieser Teil in Ihnen weiß, dass es in Wahrheit keine falschen Entscheidungen gibt – alles, was Sie machen, sind Erfahrungen. 
Sie weiß auch um die Einheit allen Seins. Alles, was Sie oder andere Menschen schwächt, schlecht macht oder irgendjemandem schadet, kommt daher nichtvon Ihrer inneren Weisheit.

Ihre innere Weisheit liefert keine großartigen Erklärungen und keine langen Begründungen mit, warum Sie etwas tun oder lassen sollen. Sie ist kurz und bündig in ihren “Anweisungen”. Sie schlägt Ihnen beispielsweise vor, ein bestimmtes Projekt anzufangen, ohne irgendwelche Gründe dafür zu nennen. Oder Sie haben den Impuls, jemanden anzurufen, ein bestimmtes Buch zu kaufen oder einen Kurs zu belegen, ohne zu wissen warum.

Ihre innere Weisheit ist nicht immer logisch. Im Gegenteil. Oft ist sie für den Verstand schwer nachvollziehbar und es ist unberechenbar, was dabei herauskommt, wenn Sie ihr vertrauen. 

Diese Ungewissheit führt leider häufig zu angstvollen Gedanken, die uns blockieren und lähmen. Selbst wenn wir ganz genau wissen, dass das, was die innere Führung uns rät, wahr ist, fällt es oft schwer, ihr zu folgen. Der Verstand hat lieber einen klaren Plan. Doch das Leben ist nicht logisch und planbar. Oder sagen wir so: Logik ist kein Weg zu einem erfüllten Leben.
Schauen wir uns das näher an.

Angst vor dem Ungewissen

Der Kopf will alles verstehen, er will Sicherheit und Garantien. Auf alles Unbekannte, Unvorhersehbare und Neue reagiert er hingegen mit Angst. Genauer gesagt, mit angstvollen Gedanken.

So kann sich das, was die innere Weisheit sagt, zwar einerseits klar, gut, stimmig und richtig anfühlen, gleichzeitig aber – sobald sich der Kopf einmischt – mit einem mehr oder weniger mulmigem Gefühl einhergehen. Je mehr der Kopf dem widerspricht, was die Seele weiß, desto schlechter fühlen wir uns. Und desto mehr Angst haben wir. Und dann wird es verwirrend.

Unsere Seele will Wachstum und Entwicklung. Dem Ruf des Herzens zu folgen, heißt nicht selten, Entscheidungen zu treffen, die der Verstand überhaupt nicht nachvollziehen kann oder die sogar völlig unlogisch zu sein scheinen. Der Weg der Seele ist für den Kopf nicht berechenbar.

Die innere Weisheit kann uns nur im Hier und Jetzt lotsen. Ihr zu folgen bedeutet, mit dem Moment zu fließen und von Augenblick zu Augenblick zu leben. Schritt für Schritt zu gehen. Und manchmal ist das wie ein Blindflug.
Ich vergleiche das auch gerne mit einem Spaziergang im dichten Nebel, bei dem wir uns nur am nächsten Wegpfosten orientieren können. Den Rest des Weges sehen wir oft nicht, geschweige denn, dass wir das Ziel, das wir ansteuern, klar erkennen können. Das macht dem Kopf Angst.

Irrtümlicherweise verstehen wir das oft als Signal, dass wir etwas lieber sein lassen sollten und lassen uns von der Angst blockieren oder sogar lähmen. In Wahrheit ist die Angst lediglich ein Signal, dass wir gerade angstvoll denken und alles unter Kontrolle haben wollen statt uns auf unsere innere Weisheit zu verlassen und dem Leben zu vertrauen.

Wohl gemerkt heißt das nicht hirnrissig und unvernünftig zu sein, sondern die Angst – besser gesagt die angstvollen Gedanken – zu erkennen und dann mutig auf Ihrem Weg voranzuschreiten, bis sich der „Nebel“ wieder lichtet.
Vieles werden Sie erst im Rückblick verstehen und oft erst im Nachhinein erkennen, wie genial Ihre innere Führung funktioniert und wie sich alles perfekt zusammenfügt. 

Und damit das auch gesagt ist: Ihre innere Weisheit kann sich auch in einem ganz banalen, gesunden Hausverstand zeigen. Der Kopf an sich ist also keineswegs schlecht und wenn Sie klar denken, wissen Sie, was jetzt für Sie zu tun ist oder nicht.
Aus besagten Gründen verlieren wir jedoch alle – und das ist menschlich – diese innere Klarheit immer wieder und neigen dazu, viel zu viel zu denken. Und ein unruhiger Geist überlagert die innere Weisheit.

Innere Weisheit oder Wunschdenken

Aber Achtung! Während Ängste und Zweifel oft dazu führen, dass wir unserer inneren Weisheit nicht vertrauen, führen Wunschdenken und unsere eigenen Projektionen dazu, dass wir dem falschen Ratgeber folgen. In dem Fall nehmen wir nicht wahr, was wirklich von innen kommt, sondern das, was nach unseren Vorstellungen und Überzeugungen wahr sein soll. Wieder einmal mischt sich der Kopf ein. Diesmal mit “Schönfärberei”.

Ein klassisches Beispiel wäre ein neuer Partner, von dem wir glauben, ihn intuitiv als den/die Richtige(n) erkannt zu haben. Und schon sind wir blind für die Wirklichkeit und ignorieren die leise innere Stimme, die uns warnt.
Oder eine tolle Geschäftsidee, auf die wir uns euphorisch einlassen, weil wir schon so lange darauf gewartet haben und denken, dass es das jetzt einfach sein muss trotz komischem Gefühl im Bauch.

In solchen Fällen gehen wir unseren eigenen Wünschen und Projektionen auf dem Leim, statt unserer inneren Führung Gehör und Vertrauen zu schenken. 

Vorsicht ist also geboten, wenn Sie etwas unbedingt haben wollen, wenn Sie sich eingestehen müssen, dass Sie eigentlich gar nicht wissen möchten, was wirklich Sache ist, oder wenn Sie sich zwar im Kopf immer wieder sagen, wie großartig etwas ist, aber das ruhige, stimmige und gute Gefühl oder die innere Klarheit fehlt. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie dem falschen Ratgeber folgen und etwas ganz Wesentliches übersehen.

Das Gute ist, dass Sie aus solchen Fehlern lernen und mit jeder Erfahrung weiser werden können. Wenn Sie sich ein paar Mal verlaufen haben und Ihre innere Weisheit verkannt oder ignoriert haben, wissen Sie, wie sich das anspürt und welche Konsequenzen das hat. Umgekehrt wird jedes Mal, wenn Sie Ihrer inneren Weisheit folgen, die Verbindung stärker und klarer. Mit jedem Mal können Sie besser erkennen, wie die innere Führung mit Ihnen kommuniziert, woran Sie sie erkennen und welche Wunder sich ereignen können, wenn Sie ihr vertrauen und folgen. 


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