Schweinehund überwinden

In 10 Minuten den inneren Schweinehund überwinden

Mein ideales Ich yogisiert jeden Tag mindestens eine Stunde, meditiert täglich dreißig Minuten und investiert werktags je eine Stunde in die Entwicklung von neuen Projekten.

Wenn ich mir das vornehme, macht mein reales Ich häufig nichts davon.

Diese Reaktion auf meine Vorsätze fand ich früher höchst unlogisch. Waren das doch alles Dinge, die ich wirklich gerne tun wollte – also nichts, wozu ich mich zwingen musste.

Warum konnte ich mich trotzdem oft nicht dazu aufraffen?

Der innere Schweinehund ist schuld, dachte ich.

Früher war ich überzeugt, dass da irgendein Teil in mir sein muss, der mich boykottieren, mein Glück und meine Entwicklung verhindern will – ein innerer Schweinehund, der bekämpft gehört.

Für mich kein sehr hilfreicher Gedanke.

Bis ich irgendwann eines gelernt habe: Diese Art von innerem Widerstand ist völlig normal und sogar gesund. Es ist ein Zeichen, dass mein inneres System für meine Sicherheit und mein Überleben sorgt. Und ein Zeichen, dass ich gerade dabei bin, meine sichere Komfortzone zu verlassen und zu wachsen. Der “innere Schweinehund” möchte mich nur vor möglichen Gefahr schützen, die dabei auftauchen könnten.

Der Hund ist kein Schwein, sondern mehr so etwas wie ein innerer Bodyguard.

So taucht dieser Widerstand auch bei Aktivitäten geht, die uns gut tun und Freude machen. Bei Aktivitäten, die in unserer Wachstumszone liegen. Vor allem dann, wenn wir uns viel Neues auf einmal vornehmen.

Wenn Ihnen dieses Thema bekannt vorkommt, brauchen Sie vor allem eines: das Wissen, wie Sie mit Ihrem inneren Bodyguard besser umgehen und TROTZ Widerstand tun, was Sie tun möchten und sich vorgenommen haben.

1 Trick, um Ihren “Schweinhund-Bodyguard” zu überwinden

Verabschieden Sie sich von großen Vorsätzen!

Statt sich viel vorzunehmen und dann nichts zu tun, nehmen Sie sich lieber wenig vor. Statt zu versuchen, alles so zu tun, wie Sie meinen, es tun zu müssen, tun Sie, was Sie tun können.

Verpflichten Sie sich zu einem Minimum – auch wenn das nicht perfekt ist!

Ein Yogalehrer, Lucas Lockwood, hat mir einmal empfohlen: „Praktiziere jeden Tag und sei es nur für zehn Minuten. Mach 5 Sonnengrüße. Ein paar Asanas. Oder eine Atemübung. Und wenn das auch nicht geht, dann setze dich zumindest im Lotussitz auf deinen Schreibtischsessel.“

Und siehe da: Zehn Minuten irgendeine Form von Yoga-Praxis schaffe ich mit Leichtigkeit und ohne inneren Widerstand – und zwar jeden Tag. Manchmal werden daraus fünfzehn, manchmal dreißig Minuten und manchmal übe ich länger.

Nur zu den zehn Minuten verpflichte ich mich fix.

Genauso mach ich´s mit dem Meditieren – da klappen bei mir zehn Minuten problemlos. Auch wenn an manchen Tagen mein Kopf überhaupt nicht zur Ruhe kommt, sitze ich zumindest täglich für diese Zeit in meinem Meditations-Sessel und spring nicht gleich auf, wenn´s nicht ideal läuft. Still sitzen – das schaffe ich. Und das genügt. Und wenn mir danach ist, dehne ich die Zeit einfach aus.

Nur zu den zehn Minuten verpflichte ich mich fix.

Und 5x die Woche tue ich für mindestens zehn Minuten irgendetwas für mein neues Buch-Projekt: Und wenn es nur ein Brainstorming oder eine Recherche ist. Häufig arbeite ich dann länger dann.

Nur zu den zehn Minuten verpflichte ich mich fix.

Wenn Sie sich etwas vorgenommen haben, das Sie wirklich tun möchten (also nichts, was Sie nur meinen, tun zu sollen und tun zu müssen) und trotzdem hapert´s an der Umsetzung, dann finden Sie Ihr persönliches Minimum.

Ihr persönliches Minimum

Verpflichten Sie sich zu ein paar Minuten!

Das, was Sie wirklich bereit sind, zu tun. Es gibt ein Pensum, das wirklich immer geht.

Von mir aus beginnen Sie mit fünf Minuten.

Klingt vielleicht sinnlos, aber es ist wesentlich besser, dieses scheinbar lächerliche Minimum zu tun als gar nichts. Seien es täglich nur ein paar Minuten für ein neues Projekt arbeiten, ein paar Minuten etwas Neues lernen oder sich ein paar Minuten zu bewegen.

Es hat einen Effekt. Mehrere Effekte sogar:

  1. Es fühlt sich wesentlich besser an, Mini-Verpflichtungen einzuhalten als größere Vorsätze immer wieder auf morgen zu verschieben.  Es entsteht das Gefühl, wenigstens irgendetwas getan zu haben statt dem „wieder-nicht“ Frust.
  2. Du hast tatsächlich irgendetwas getan. Und bekanntlich summieren sich selbst Kleinigkeiten.
  3. Und das finde ich das Beste daran: Es reicht oft diese kurze Zeit aus, um den inneren Widerstand zu überwinden und von ganz alleine Lust auf mehr zu bekommen. Der innere Bodyguard merkt quasi “Ah, das ist sicher. Das tut mir gut. Da können wir ruhig mehr davon machen.”

Also: Was wollen Sie jetzt angehen. Zu welchem Minimum verpflichten Sie sich?

Go for flow!
Su Busson

Thank you for sharing!

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