Intuition oder Verstand

Was tun, wenn Ihre Intuition vom Verstand übertönt wird

Irgendwie haben Sie das Gefühl, dass Sie…

  • diesen Auftrag nicht annehmen sollten.
  • mit einer bestimmten Person dringend ein ernstes Wörtchen reden müssen.
  • dieses Projekt besser nicht länger verfolgen.

Aber Sie…

  • können doch einen Auftrag, der soundsoviel Geld bringt, nicht ablehnen.
  • mögen diesen Menschen und möchten ihm nicht am Schlipps treten.
  • haben schon so viel Arbeit in das Projekt gesteckt, dass Sie jetzt unmöglich aufgeben können.

Ja, klingt logisch!

Das Problem ist nur: Dabei kommt in aller Regel nichts Gutes raus!

Die Rede ist von Situationen, in denen Sie intuitiv ahnen, dass etwas nicht stimmt, diesem – oft nur vagen – Gefühl aber nicht nachgehen.

Die eigene Intuition zu übergehen, kostet Energie und Kraft; und führt meist zu den Geschichten, die mit dem Satz enden:

Hätte ich doch nur auf meine innere Stimme gehört!

Mit dem Auftrag gab es im Endeffekt nur Wickel und unterm Strich ist kein Gewinn übrig geblieben. Mit der Person gab es einen heftigen Streit, den ein klärendes Gespräch verhindern hätte können. Das Projekt hat noch mehr Zeit und Kosten verschlungen, nur um dann doch eingestellt zu werden.

Kennen Sie das? Haben Sie schon mal die leise Stimme Ihre Intuition überhört und es später bereut?

Intuition versus Verstand

Die Intuition ist oft sehr subtil. Ein Körpergefühl, das auftaucht, ohne großartige Begründung – im Gegenteil, manchmal sogar grundlos und unlogisch scheint.
[Siehe auch: 2 Tipps, um Ihr Bauchgefühl besser wahrzunehmen]

“Der Auftrag hört sich doch gut an und da kommt viel Geld rein. Was soll denn da schon schief gehen”, sagt der Kopf. Und genau da liegt das Problem:

Der Kopf meint, er ist schlauer.…und übertönt die leise Stimme der Intuition.

Vor allem wenn es ums Business geht, tun sich viele Menschen schwer, auf ihr Bauchgefühl zu hören. Sie packen die Dinge lieber vernünftig und logisch an. Wodurch die Intuition immer leiser wird und irgendwann gar nicht mehr ins Bewusstsein dringt. Schade um diese geniale Wissensquelle.

Worauf ich nicht hinaus will, ist, dass Sie ab sofort Ihr Hirn völlig ausschalten. Wenn Sie allerdings zu den Menschen gehören, die im Nachhinein immer wieder bereuen, nicht auf ihre leise Vorahnung gehört zu haben, wird es Zeit, Ihre Intuition ernst zu nehmen.

Stellen Sie sich regelmäßig die Frage:

Wenn ich in dieser Situation auf meine Intuition höre,
dann würde ich jetzt ….

Ergänzen Sie den Satz spontan.
Das Erste, das Ihnen in den Sinn kommt. Ohne lange nachzudenken.

Eine weitere Variante dieser Frage lautet:

Wenn ich wüsste, was mir meine Intuition jetzt zu dem Thema rät,
dann wäre das ….

Wieder geht´s um das Erste, das auftaucht.
Für den Fall, dass da jetzt nichts kommt, lassen Sie es gut sein. Halten Sie das Nicht-Wissen aus. Fragen Sie später noch einmal nach. Leicht möglich, dass Sie in der Zwischenzeit plötzlich eine intuitive Eingebung haben.

Egal, wie die Antwort lautet:

Schreiben Sie Ihre Eingebung irgendwo auf!

So haben Sie Ihre Intuition wenigstens bewusst wahrgenommen und schwarz auf weiß festgehalten, was sie zu sagen hat. Selbst wenn Sie sich anders entscheiden, würdigen Sie Ihre inneren Impulse statt sie einfach zu ignorieren.

Besser noch.

Folgen Sie der leise Stimme Ihrer Intuition!

Je öfter Sie erlebt haben, dass Sie sich auf Ihre Intuition verlassen können, desto leichter wird es auf sie zu hören. Sie zweifeln nicht. Sind sich sicher. Auch wenn Sie nicht wissen, warum Ihre Intuition jetzt sagt, was Sie eben sagt. Auch wenn Sie das im Moment nicht logisch begründen und rational erklären können. Auch wenn der Verstand aufmuckt.

Solange das noch nicht der Fall ist, sind Zweifel total normal. Vor allem, wenn es um tiefgreifende Entscheidungen geht. Das heißt: Ihre intuitiven Eingebungen sind mit einer inneren Unsicherheit verbunden.

Wenn Sie darüber reden würden, klingt das so:

  • Irgendwie spüre ich, dass ich jetzt….
  • Es fühlt sich stimmig an, dass ich jetzt… (auch wenn es vielleicht unangenehm ist).
  • Irgendeine leise Stimme in mir sagt mir, dass ich jetzt….

Und sehr oft hängt da eben ein “aber…” dran.

Trauen Sie sich, so oft wie möglich diesen “vagen Hinweisen” nachzugehen – trotz Zweifel und “Aber” Ihres Verstandes.

Üben Sie im Alltag. Bei weniger gravierenden Entscheidungen. Das wird Ihr Vertrauen in Ihre Intuition stärken; die innere Stimme wird lauter, die innere Sicherheit wächst.

Auf diese Weise werden mehr und mehr Ihrer Geschichten mit den Worten enden:

Meine Intuition war goldrichtig.
Gott sei dank habe ich drauf gehört!

Go for flow!
Su Busson

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2 Responses to Was tun, wenn Ihre Intuition vom Verstand übertönt wird

  1. Damaris 23. Oktober 2015 at 10:43 #

    Liebe Su,

    das ist ein ganz toller Artikel, der die Chance gibt, sich der Intuition auf leichte Weise anzunähern. Ich selbst treffe meine Entscheidungen schon lange im Einklang mit Kopf und Bauch (Engelchen und Teufelchen ;-)). Das tut sooo gut und es entsteht dadurch eine Leichtigkeit…und kein ständiger Kampf.
    Ein toller Weg!

    Alles Liebe,
    Damaris

    • Su 23. Oktober 2015 at 10:54 #

      Hallo liebe Damaris,
      danke sehr für Dein schönes Feedback!
      Sehe ich genauso. Wenn bei mir die Leichtigkeit dahin ist und zuviel Kampf da ist, weiß ich sofort, dass mein Teufelchen die Herrschaft übernommen hat und es höchste Zeit ist das Ruder wieder mehr meinem Engelchen zu überlassen :-)!
      Alles Liebe
      Su