Komfortzone

Warum Sie Ihre Komfortzone nicht verlassen müssen

In der Coaching-Szene werden Sie immer und immer wieder eines zu hören bekommen: Sie müssen Ihre Komfortzone verlassen. Also zumindest, wenn Sie sich verändern, wachsen und entwickeln, Ihr Bestes leben und Ihre Träume verwirklichen möchten. 

Das ist einerseits wahr und andererseits nicht. Und Ihre „Komfortzone“ zu verlassen, ist leichter als gedacht, wenn Sie sich an die Wahrheit erinnern.

Beginnen wir von vorne: Die Seele will Wachstum und Entwicklung. Der Kopf will Sicherheit und Komfort. Das ist ein wenig problematisch, weil alles, was mit Wachstum und Entwicklung zu tun hat, bringt auf jeden Fall eines mit sich: Unsicherheit. Und für die meisten von uns ist Unsicherheit alles andere als komfortabel.

Das heißt, es wohnen zwei menschliche Bedürfnisse ins uns, die in zwei verschiedene Richtungen ziehen können. 

In der Praxis schaut das beispielsweise so aus: Sie wollen Ihren Job längst hinschmeißen, tun es aber nicht, weil es finanziell zu ungewiss ist. Sie wollen ein Buch schreiben, Ihre Bilder ausstellen oder Ihre Gedichte veröffentlichen, lasen es aber lieber, weil es zu unsicher ist, wie das in der Welt ankommt. Sie tun, was von Ihnen erwartet wird, statt Ihr Ding zu machen, weil Sie Angst haben, sonst nicht mehr geliebt oder anerkannt zu werden. Oder banaler, Sie haben das Bedürfnis mit einer bestimmten Person eine bestimmte Angelegenheit zu besprechen, trauen sich aber nicht aus Angst vor der Reaktion und möglichen Konsequenzen.

So gibt es viele Beispiele, wo wir uns selbst im Weg stehen, ausbremsen oder sogar verbiegen, weil das, was wir eigentlich wollen, zu ungewiss und (zu) unsicher zu sein scheint. 

Das betrifft nicht nur äußere Veränderungen, sondern auch unseren inneren Glückslevel. Im letzten Blog-Artikel haben wir uns ja schon über die eigene Gewohnheitsfrequenz unterhalten und darüber, dass es nicht so einfach ist, das durchschnittliche innere Klima, das in uns herrscht, zu verändern und zu verbessern. 

Das liegt weniger daran, dass wir Angst vor dem Glücklichsein haben oder Glück nicht verdienen. Es liegt vielmehr daran, dass sich unsere gewohnten Gefühle ebenfalls sicher anfühlen. Oft sind es Emotionen, die uns schon aus unserer Kindheit vertraut sind. In diesem Klima kennen wir uns aus. Selbst, wenn es uns dabei nicht gut geht. Selbst, wenn wir uns dabei boykottieren.
Lassen Sie uns ein paar Dinge klarstellen:

1. Die Komfortzone ist oft alles andere als komfortabel.

Das Wort Komfortzone vermittelt oft den Eindruck als wäre das ein gemütlicher Ort bzw. eine Ansammlung angenehmer Gewohnheit. Ja, manche Menschen haben sich wirklich einen bequemen Bereich eingerichtet, auf den sie sich und ihr Leben beschränken – eng, aber cosy. Weitaus öfter ist das Ganze weniger rosig. Und manche Menschen finden sich mit vertrautem Mist ab.
In jedem Fall umfasst diese mehr oder weniger komfortable Zone die Gefühle, die Verhaltensweisen, die Situationen, die Menschen, die Orte, die sich vertraut anfühlen. Nichts wirklich Neues. Und das scheint sicher zu sein.

2. Die Komfortzone ist in Wahrheit NICHT sicher.

Wir denken, im Gewohnten sicher zu sein. Alles im Griff zu haben. Die Gefahr,  auf ungewohnte Probleme zu stoßen, Fehler zu machen, nicht gut genug zu sein, etwas zu verlieren, abgelehnt, kritisiert oder verletzt zu werden oder gar zu scheitern ist auf dem Terrain, auf dem wir uns auskennen, relativ gering – so scheint es zumindest. 

Vertraute Unannehmlichkeiten halten wir aus und nehmen wir in Kauf. Aber alles was neue, ungewohnte Schmerzen und Probleme verursachen könnte, vermeiden wir lieber. Das ist menschlich.
Diese Vermeidungsstrategie scheint durchaus sinnvoll zu sein, solange wir der Illusion unterliegen, dass äußere Umstände inneren Schmerz verursachen können. 
Je mehr wir allerdings erkennen, dass unser Erleben zu 100% durch unsere Gedanken erschaffen wird, desto mehr wird uns bewusst, dass „da draußen“ keine echte Gefahr lauert. Sich alles in uns abspielt.
Fakt ist: Es gibt keine Sicherheit im Leben. 

Alles verändert sich. Und selbst die Dinge, die wir für sicher und gegeben halten, können manchmal schlagartig anders sein. Auf einmal ist der Job weg, die Aktien fallen in den Keller, der Partner packt die Koffer, eine Krankheit erschüttert die Gesundheit oder ein Angehöriger stirbt. Schon ist es vorbei mit der Komfortzone, die so sicher schien. Und manchmal kann sogar eine Kleinigkeit alles verändern.
Weil wir unsere Sicherheit in vergänglichen Dingen suchen, übersehen wir, wo unsere wahre Sicherheit zu Hause ist. Und zwar immer.

3. Ihre wahre Komfortzone ist IN IHNEN.

Sie finden Ihre Sicherheit niemals in der Welt. Nicht in Ihrer Komfortzone und nicht außerhalb der Komfortzone. 
Sie sind ein Ausdruck universeller Lebensenergie. Während Sie in Ihrem physischen Körper inkarniert sind, sind Sie sicher eingebettet, umhüllt und durchdrungen von der universellen Quelle – egal ob Sie gerade in oder außerhalb Ihrer „Komfortzone“ sind. 

Während Sie all Ihre Erfahrungen in dieser Welt machen, ruht die Quelle in Ihnen. Bei all den Turbulenzen im Kopf und im Außen vergessen wir das nur leicht. Ihr wahre Komfortzone ist in IHNEN. Sie sind mit ALLEM ausgestattet, was Sie brauchen, um die Probleme bzw. Herausforderungen, die in Ihrem Leben auftauchen, zu meistern. Was auch immer das ist.

Komfortzone verlassen

In diesem Bewusstsein müssen Sie Ihre wahre Komfortzone niemals verlassen und was Sie dadurch verlieren ist die Angst. In diesem Bewusstsein können Sie Vertrautes genießen und genauso entspannt Neuland betreten und sich auch auf Ungewisses einlassen. Je nachdem, was eben gerade für Sie richtig und stimmig ist.

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Flow-Experte

Matrix-Coach & Go-to Expertin,
um Stress, Ängste und Sorgen loszuwerden und entspannt Ihr Bestes zu leben

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