Trataka

Kopf abschalten: Wie Ihnen einen Kerze dabei hilft

Hätten Sie gerne einen Knopf, um im Kopf abschalten zu können?
Eine Pause-Taste für Ihr Hirn?

Ja? Kann ich gut verstehen!

Leider können wir den permanenten Gedankenstrom im Kopf nicht ausschalten – schon gar nicht auf Knopfdruck. Manchmal arbeitet unser Hirnkastel auf Hochtouren, selbst wenn wir das gar nicht wollen.

Schlimmer noch: Ausgerechnet dann, wenn wir dringend Ruhe im Oberstübchen brauchen, merken wir erst, wie laut es da oben zugeht.

Im Yoga gibt es viele Techniken und Trainingsmethoden, die helfen, den Tumult im Kopf zu beruhigen und innerlich klarer zu werden. Eine simple “Kopf-beruhigen”-Methode stelle ich Ihnen hier vor:

Trataka – ein Übungen, um im Kopf abzuschalten

Übersetzt bedeutet das Wort Trataka ‘ruhiges Starren mit den Augen’. Wir starren bei dieser Übungen auf einen bestimmten Punkt oder ein bestimmtes Objekt – und zwar möglichst ohne dabei mit den Augenlidern zu zwinkern.

Nicht oder wenig zu blinzeln, ist nicht so einfach und in aller Regel mit ein paar Tränen verbunden. Keine Tränen der Trauer und der Verzweiflung, sondern vielmehr ein Zeichen für einen Reinigungsprozess.

Die Wirkung: Trataka reinigt die Augen, verbessert die Sehkraft und belebt das Gehirn über die Sehnerven.

Der Clou dabei: Der Gedankenstrom im Kopf verlangsamt und beruhigt sich, sobald sich die Augen nicht mehr bewegen. Gleichzeitig aktiviert diese Übung das dritte Auge: die Konzentrationskraft steigt, die Intuition entwickelt sich und die Fähigkeit zu visualisieren nimmt zu. Sehr flow-förderlich also!

Klingt nicht schlecht, oder?

So einfach geht´s:

Ich mache die Übung am liebsten mit einer Kerze. Sie können genauso gut einen anderen Gegenstand oder einen Punkt fixieren.

Stellen Sie eine brennende Kerze im Abstand einer Armlänge vor sich hin.
Am besten etwas unterhalb von Augenhöhe.

Nehmen Sie eine bequeme, meditative Sitzhaltung ein und richten Sie Ihren Bick in den oberen, hellsten Teil der Flamme. Starren Sie ohne zu blinzen in das Licht solange bis Ihre Augen feucht werden oder leicht zu tränen beginnen.

Schließen Sie Ihre Augen und nehmen Sie wahr, was Sie mit Ihrem inneren Auge sehen. Vielleicht taucht ein Nachbild der Flamme auf, vielleicht eine bestimmte Farbe, ein Farbspiel oder sich wandelnde Formen, vielleicht nichts.

Seien Sie neugierig und offen, ohne etwas Konkretes zu erwarten, und konzentrieren Sie sich auf das, was Sie innerlich sehen.

Wiederholen Sie die Übung 3x.

Sie können diese Übung sogar mit diesem Foto ausprobieren.

Die fortgeschrittene Version

In der fortgeschrittenen Version – lassen Sie sich bitte Zeit damit und überfordern Sie sich und Ihren Augen nicht – dehnen Sie die Zeit, die du in die Flamme schaust, langsam aus. Anschließend konzentrieren Sie sich doppelt so lange auf das innere Abbild der Kerze.

Also zum Beispiel: 30 Sekunden starren, 1 Minuten visualisieren.

Nein, Sie brauchen keinen Timer dazu. Ihr Zeitgefühl reicht.

Wenn Sie Probleme haben, einzuschlafen, weil Sie Ihre Grübelei wach hält, machen Sie diese Übung eine Zeit lang regelmäßig vor dem Einschlafen. Beobachten Sie, was sich dadurch verändert.

Oder praktizieren Sie Trataka gleich in der Früh, um mit einem klaren Kopf in den Tag zu starten.

Go for flow!

Thank you for sharing!

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