Pomodoro-Technik

Pomodoro-Technik für Kreative und Intuitive

Wenn es darum geht produktiver zu sein, finden Sie im Netz unzählige Strategien, Methode und Tipps, um sich selbst besser zu managen – strukturierter, organisierter und fokussierter zu sein.

Intuitive und kreative Seelen tun sich damit oft schwer – sowohl mit der Selbstorganisation als auch mit den üblichen Empfehlungen.
Sei es, weil das Gehirn anders designed ist und nicht gut und gerne auf logische, zielorientierte und geplante Weise arbeitet (So finden Sie herausfinden, wie Sie persönlich designed sind: Human Design Analyse).
Sei es, dass Unruhe und Widerstand im Kopf die Intuition und universelle Intelligenz überlagert und den kreativen Flow bremst.
Oder sei es, dass sie sich ständig ablenken lassen.
Oft ist es eine Mischung daraus. In Folge machen sich dann viele selbst Stress, weil es nicht so rund und produktiv läuft wie gewünscht.

Um eines wieder einmal klarzustellen: Sie brauchen keinen Strategien, Methoden und Tipps. Wenn Sie wissen, wie Sie ticken und wie Ihr Mind funktioniert, und Sie sich von Ihrer innerer Weisheit von Moment zu Moment leiten lassen, dann sind Sie auf Ihre Weise kreativ und produktiv – garantiert. Vielleicht nutzen Sie dann bestimmte Techniken oder eben nicht. Soweit so gut.
Vermutlich funktioniert das aber zurzeit nicht so reibungslos, sonst wären Sie wollen nicht bei mir gelandet.

Einen gewissen Rahmen zu schaffen kann in dem Fall sehr förderlich sein, um Ihrer Produktivität auf die Sprünge zu helfen. Vor allem, wenn Sie diese “Krücke” auf Ihre Art und Weise nutzen und spielerisch damit umgehen. Schauen wir uns an, wie das mit einer der bekanntesten Produktivitätstechniken, der Pomodoro-Technik – funktionieren kann.

Die Pomodoro-Technik nach dem Original

Die Pomodoro-Technik stammt von dem Italiener Francesco Cirillo, der eine tomatenförmigen (Pomodoro = Tomate auf italienisch) Eieruhr benutzt hat, um fokussiert zu arbeiten.

Wie Pomodoro funktioniert:

  • Sie portionieren Ihre Aufgaben in 25-Minuten Häppchen.
  • Bevor Sie mit einer Aufgabe beginnen, notieren Sie sich in aller Kürze, was Sie in den nächsten 25 Minuten erledigen möchten. Worauf Sie sich fokussieren werden.
  • Alles, was Sie in der Zeit nicht brauchen und was Sie ablenken könnte, schalten Sie aus.
  • Dann stellen Sie sich einen Timer auf 25 Minuten und legen los .
  • Wenn der Alarm klingt, haken Sie ab, was erledigt ist, und machen 5 Minuten Pause.
    Der Intervall 25 + 5 ist ein „Pomodori“.
  • Nach den 5 Minuten geht es in die nächste Runde.
    Wiederum: 25 Minuten fokussiert arbeiten. 5 Minuten Pause.
  • Nach 4 Pomodoris ist eine längere Pause dran.

Kurz:

  • 25 Fokus + 5 Pause
  • 25 Fokus + 5 Pause
  • 25 Fokus + 5 Pause
  • 25 Fokus + 30 Pause oder länger

Diese Technik hilft Ihnen, extrem fokussiert zu arbeiten. Sie wechseln zwischen kurzen Phasen höchster Konzentration und Mini-Pausen zur Entspannung. Das Gehirn liebt diese Fokusintervalle und macht es wesentlich leichter, wirklich bei der Sache zu sein und im Flow zu arbeiten.

Zum Timer

Sie können mit einer Eieruhr Uhr, einem simplen Wecker oder Timer arbeiten. Es gibt mittlerweile aber auch unzählige Apps fürs Smartphone wie Focus Booster oder Focus Keeper und browserbasierte Pomodoro-Timer wie z.B: Pomodoro-Tracker für den Computer.

Zu den Intervallen

Jetzt bringen wir ein bisschen mehr Flexibilität in die Sache: Sie können die Intervallzeiten verändern. Also zum Beispiel 50 Minuten fokussiertes Arbeiten und 10 Minuten Pause. Dann kommt nach der zweiten Runde eine längere Pause dran.

Oder: 75 Minuten fokussiertes arbeiten und 15 Minuten Pause.
Von längeren Einheiten wird oft abgeraten, weil das Gehirn eine Pause braucht. Ohne Pause sinkt der Produktivitätslevel dramatisch ab. (Ich sage es gleich: Wenn ich im Schaffensflow bin, halte ich mich nicht daran – siehe unten).

Sie können selbstverständlich schon nach zwei 25er Einheiten eine länger Pause machen, wenn Sie bemerken, dass Sie müde sind. Und so weiter. Hier geht es darum, Ihren natürlichen Rhythmus zu nutzen.

Zu den Aufgaben & Absichten

Selten kommen Aufgaben zufällig genau so daher, dass sie 25 Minuten (oder wie lange Ihr Intervall ist) dauern. Sie müssen also bei dieser Technik große Aufgaben, in passende Häppchen unterteilen. Dadurch bekommen Sie wiederum ein sehr gutes Gefühl dafür, wie lange Dinge wirklich brauchen. Bei kürzeren Aufgaben fassen Sie einfach mehrere kleine – am besten ähnliche – Aufgaben zusammen, die Sie in einer Pomodoro-Runde erledigen.

Wenn ich schreibe oder zeichne, nehme ich mir eher selten vor, wie viel ich in dieser Zeit erledigt möchte, sondern setzte mir lieber die Absicht, was ich in den nächsten Minuten schreiben oder zeichnen möchte. Entscheide also, worauf ich im nächsten Intervall meine Aufmerksamkeit lenken möchte – wie viel auch immer am Ende dabei herauskommt.

Zu den kurzen Pausen

Ein paar Inspirationen zur Pausengestaltung: Stehen Sie auf und bewegen Sie sich ein wenig. Recken und strecken Sie sich oder machen Sie ein paar einfache Dehnübungen. Atmen Sie durch. (Ich schnappe gern frische Luft.) Trinken Sie ein Glas Wasser. Waschen Sie sich die Hände mit kaltem Wasser. (Nicht aus hygienischen Gründen, sondern zur Erfrischung.) Oder beamen Sie sich gedanklich an Ihren Lieblingsstrand oder sonst einen Ort, an dem Sie sich super wohlfühlen.

Do it your way

Hier geht es  nicht darum, starr irgendwelche Methoden zu befolgen, sondern die Dinge Ihrem Wesen und Ihren Bedürfnissen entsprechen anzupacken. An dieser Stelle verrate ich Ihnen daher noch, wie ich persönlich die Pomodoro-Technik – wenn man das noch so nennen kann – weiter variiere.

Bei den 25 Minuten hatte ich ganz oft das Problem, dass mich der Alarm aus meinem Flow gerissen hat. Ich hatte gerade einen Lauf und wollte jetzt beim besten Willen nicht aufhören.
Irgendwie haben mich die 25 Minuten auch gestresst. Ich hatte ständig das Gefühl, die Zeit sitzt mir im Nacken. Am schlimmsten war für mich ein tickender Timer. Mich hat das Ticken wahnsinnig gemacht (für andere funktioniert das großartig).

Ich konnte mich aber auch mit keinem anderen fixen Intervall anfreunden. Gleichzeitig hat es meiner Produktivität aber sehr sehr gutgetan, mir ein Zeitfenster festzulegen, mir eine glasklare Absicht für dieses Zeitfenster zu setzen, fokussiert zu arbeiten und regelmäßig Pausen zu machen. Vor allem bei den Pausen bin ich sonst viel zu nachlässig.

Meine Lösung ist ein wenig flexibler als die klassische Technik:
Ich setze mir in meinen Fokuszeiten, einen Alarm auf 50 Minuten.

Wenn ich vor oder in den 50 Minuten fertig bin mit meinem Vorhaben, mache ich Pause (für ca. 5 Minuten) und setze mir den Timer auf die nächsten 50 Minuten für meine nächste Absicht. Sei es für etwas Neues oder sei es die Fortsetzung meiner 1. Runde.

Wenn der Timer allerdings läutet und ich irgendwo mitten drin und im kreativen Flow bin, mache ich weiter:

a.) Solange bis ich einen passenden Abschluss finde.
Ich schreibe als beispielsweise noch einen Absatz fertig oder notiere mir noch, welche Gedanken ich gerade im Kopf habe, und wie ich nach der Pause weitermachen möchte. Es folgen 10 Minuten Pause. Danach kommen die nächsten 50 Minuten. Spätestens nach drei Fokusrunden ist eine längere Pause dran.

b.) Solange es fließt.
Manchmal arbeite ich nach 50 Minuten deutlich länger weiter, weil es einfach fließt und ich den Fluss nicht bremsen möchte. Sobald ich aber merke, dass ich einen kleinen Einbruch habe, mache ich sofort Pause. Die Länge meiner Pause wächst proportional mit der Zeit, die ich fokussiert gearbeitet habe.

Der Kern der Pomodoro-Technik:

Sich eine klare Absicht setzen, was als nächstes dran ist.
Während das in meiner Fokuszeit schon am Vortag klar definiert ist, entscheide ich in meiner restlichen Zeit sehr intuitiv, wofür ich jetzt gerade Energie habe und was ich jetzt gut erledigen kann. (Siehe auch To-do Liste erstellen für Kreative und Intuitive).

Vorab einen Zeitrahmen festlegen, wie viel Zeit der nächsten Aufgabe gewidmet werden soll.
Wie lange ich dann tatsächlich daran arbeite, entscheide ich bewusst und intuitiv, wenn die geplante Zeit abgelaufen ist.

Regelmäßig Pause machen! Apropos, jetzt ist bei mir Erholung dran.

Go for flow!
Flow-Experte

P.S: Sie wollen produktiver sein? Und/oder mit weniger Aufwand mehr schaffen?
Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an unter 0664/4236789 und wir vereinbaren ein unverbindliches Gespräch, wie ich Sie unterstützen kann.

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