Stress macht produktiv

Stress macht produktiv – und die Wahrheit dahinter

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Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass unter Stress und Druck auf Dauer das Leistungsniveau dramatisch sinkt. Trotzdem höre ich als Coach in meiner Praxis immer wieder Statements à la: 

Stress macht mich produktiv.
Ich brauche (ein gewisses Maß) an Druck, um effizient zu arbeiten.
Unter Stress arbeite ich am besten.

Und – wie das so ist mit den Studien – gibt es auch einige, die bestätigen, dass dosierter Leistungsdruck in manchen Fällen tatsächlich die Effizienz steigert. Daraus folgt oft der Schluss: Sie brauchen nur die richtige Einstellung zum Stress, müssen das Ganze positiv sehen und dann kann Stress Ihre Produktivität ankurbeln.

Ich widerspreche solchen Aussagen gerne, obwohl ich sehr gut nachvollziehen kann, wie dieser Eindruck entsteht und ich selbst lange Zeit dachte, eine gewisse Dosis Stress sogar zu brauchen, um richtig in die Gänge zu kommen.

Das Ganze beruht auf einem Trugschluss. Stress macht NICHT produktiv.
Auch, wenn es oft so zu sein scheint.

Mein Job ist Ihnen zu zeigen, wie Sie stressbefreit Ihr Bestes leisten können. Der Glaubenssatz “Stress macht mich produktiv” ist dafür äußerst kontraproduktiv, denn er ist wie eine Absichtserklärung an das Universum, dass Sie Stress haben wollen, damit Sie etwas weiterbringen. Lassen Sie uns also gemeinsam herausfinden, was wirklich los ist und wie es ohne geht.

Stress und Produktivität

Wir haben es an dieser Stelle mit zwei Phänomenen zu tun: Stress und Produktivität. Ja, oft treten diese beiden Phänomene gemeinsam auf. Wer Druck hat, ist produktiv. Aber nur weil beides gleichzeitig auftaucht, heißt das noch lange nicht, dass das eine das andere verursacht. 

Nehmen wir ein völlig anderes Beispiele:
Wenn es irgendwo brennt, rücken Feuerleute aus. Feuer und Feuerwehrmänner sind oft gemeinsam zu sehen. Aber das Feuer verursacht keine Feuermänner. Feuerleute tauchen nur vermehrt dort auf, wo es brennt. So ähnlich ist das auch mit dem Stress und der Produktivität.

Der Schaffensprozess

Schauen wir uns an, was unter Stress und Druck sehr häufig passiert. Gehen wir jetzt einmal davon aus, dass wir irgendeine Aufgabe bis zu einer bestimmten Deadline fertigstellen müssen. Üblicherweise lässt sich der Schaffensprozess folgendermaßen darstellen:

Am “Start” ist noch alles in Ordnung. Hier beginnt typischerweise eine Phase in der Menschen (also ich zumindest) prokrastinieren – also die Aufgabe erst einmal vor sich herschieben und nichts tun. Wir befinden uns in der orangefarbenen Zone. Doch die Deadline rückt immer näher. Der Druck steigt. Und irgendwann ist Feuer am Dach. Wir sehen rot.

Echte Produktivitätsfaktoren

Wenn es brennt, rückt bei vielen die Feuerwehr aus. Das heißt, weil etwas erledigt werden muss und Druck da ist, passiert plötzlich folgendes:

  • Sie haben ein klares Ziel vor Augen.
  • Sie sagen, „Nein“ zu anderen Dingen.
  • Sie lassen sich nicht ablenken.
  • Sie sind fokussiert und ganz bei der Sache.
  • Sie sind im Augenblick präsent.

Damit kommen wir zur Wahrheit: Diese Faktoren – Ihr fokussierte Aufmerksamkeit und Ihr volles Engagement – sind die URSACHE Ihrer Produktivität. Auf diese Weise kommen Sie in den Flow. Und im Flow sind Sie hochproduktiv und zwar auf entspannte Weise. Flow ist das Gegenteil von Stress.

Viele Menschen nutzen diese hocheffizienten Produktivitätsfaktoren ohne Druck nur wesentlich seltener und weniger konsequent. Und denken dann irrtümlicherweise, Sie brauchen Stress, um produktiv zu sein. Und das ist ein Trugschluss. 

Was Sie wirklich brauchen, um produktiv zu sein, ist ein klarer ruhiger Kopf, der Ihnen erlaubt präsent und ganz bei der Sache zu sein. Diese innere Ruhe und diese fokussierte Aufmerksamkeit ist eine Option, die Ihnen immer zur Verfügung steht – auch ohne Stress und Druck.

Experimentieren Sie damit, diese Produktivitätsfaktoren in Ihrem Alltag öfters zu nutzen. Auch ohne Feuer am Dach. Setzen Sie sich eine klare Absicht, was Sie in den nächsten Minuten/Stunden erledigen und worauf Sie sich fokussieren möchten. Sagen Sie “Nein” zu Dingen, die jetzt gerade nicht dran sind und schalten Sie – so weit das möglich ist – alle Ablenkungen aus. Und dann widmen Sie sich voll und ganz dem, was jetzt ansteht.

Go for flow!

Flow-Experte

P.S: Sie haben Probleme, sich Ziele zu setzen, sich zu fokussieren und/oder sich nicht ständig ablenken zu lassen? Dann ist ein Matrix-Coaching sehr hilfreich, um Ihre natürliche Art und Weise produktiv zu sein, zu entdecken und zu fördern. Schreiben Sie mir ein Mail.

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