Systemisches Coaching

Systemisches Coaching: Was macht ein systemischer Coach?

Wenn Sie sich selbst verändern, verändert sich alles.

Diese Art der Veränderung ist im Grunde genommen einfach. Es geht dabei nicht darum, ein besserer Menschen zu werden oder all Ihre Schwächen auszumerzen. Es geht darum, zu sein, wer Sie wirklich sind und zu erkennen, wie Sie Ihre Wirklichkeit erschaffen. Es geht um Bewusstheit.

Bewusstheit bewirkt Veränderung – und zwar in jeder Hinsicht.

Was einfach ist, ist in der Praxis oft kompliziert. Wir stecken scheinbar fest in unserer Haut und kommen da nicht so leicht heraus. Erleben immer wieder ähnliche Probleme, Situationen und Herausforderungen. Drehen uns gefühlsmäßig im Kreis. Sei es im Business oder in einem anderen Zusammenhang.

Coaching hilft Ihnen diese Knoten zu lösen. Ein systemischer Coach wird dabei Ihre Themen nicht isoliert, sondern ganzheitlich betrachten und Ihnen helfen die größeren Zusammenhänge zu erkennen.

Aber was genau macht ein systemischer Coach? Schauen wir uns hier vier typische Denkweisen des systemischen Coachings an, die in Ihnen auch im Alltag weiterhelfen.

Systemisches Denken im Coaching

1. Jeder Mensch trägt das Wissen zur Lösung in sich

Jeder Mensch ist selbst Experte in seinem Leben.

Sie wissen und entscheiden, was für Sie gut und richtig ist und was für Sie funktioniert und was nicht.

Leider neigen wir dazu in unserem eigenen Reich betriebsblind zu sein oder zu werden.

Wir leben von klein auf in Systemen – im Familiensystem, im Bildungssystem, im Gesellschaftssystem, in einem Team, in einem Freundes- und Kollegenkreis. Wir werden konditioniert und verlieren leicht den Draht zu uns selbst. Erst durch die Erziehung und später durch andere Menschen. Durch fremde Tipps und Ratschläge. Aber auch durch die Vorstellung, wie wir zu sein haben.

So stecken wir fest in einem System von hinderlichen Glaubenssätzen und Denkmustern.

Wir vergessen, unsere Einzigartigkeit. Vergessen, wie wir ticken, wie wir die Dinge auf unsere eigene Weise angehen und wie wir unsere Fähigkeiten und Talente nutzen. Vergessen, auf unsere innere Weisheit zu hören.

Vor allem in stressigen, schwierigen und komplexeren Situationen erkennen wir dann nicht, wo das Problem begraben liegt und was wir verändern müssen. Oft übersehen wir bei uns selbst die genialsten Lösungen. Und drehen uns gedanklich im Kreis. Flow adé.

Wer systemisch denkt, geht jedenfalls davon aus, dass Sie Ihre Lösungen bereits in sich tragen und hilft Ihnen, diese Lösungen aufzuspüren und das Beste aus sich herauszuholen.

Als Coach bin ich persönlich spezialisiert auf die Themen Stressmanagement, Burnout-Prävention und Flow. Meine Spezialität sind Matrix-Analysen: sie zeigen Ihr “inneres System” – Ihren genetischen Bauplan, den Sie von Geburt an mitbringen. Damit bekommen Sie so etwas wie eine massgeschneiderte Betriebsanleitung für Sie selbst.
Die Matrix-Analysen basieren auf dem Human Design System und auf 64keys. Dank Bauplan wird auch sichtbar, wie Sie  für sich selbst korrekte Entscheidungen treffen – ohne sich den Kopf zerbrechen zu müssen – und wie Sie geniale Lösungen finden, die Ihrem Wesen entsprechen, und stressfrei Ihr Bestes leben.

2. Kein Mensch ist eine Insel

Alles ist miteinander verbunden, hängt zusammen, wirkt aufeinander und beeinflusst sich. Wir sind ständig unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt und reagieren ganz individuell darauf. Wie wir agieren und reagieren wirkt sich wiederum auf unser Umfeld aus.

Wer systemisch denkt, berücksichtigt diese Wechselwirkungen und sucht daher die Ursache für ein Problem, nicht (nur) in dem Menschen selbst, sondern versucht, das Verhalten im Rahmen seines Systems zu verstehen und zu beeinflussen.

Etwas praktischer: Nehmen wir an, Sie tun sich schwer, „Nein“ zu sagen und übernehmen gerne die Arbeit von anderen. Genauer betrachtet stellt sich heraus, dass Sie Ihrem besten Freund problemlos eine Absage erteilen können und auch zu Hause müssen Sie nicht alle Aufgaben übernehmen, die Ihnen irgendwer aufs Auge zu drücken versucht.

Das leidige Problem taucht beispielsweise nur im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit und bei bestimmten Personen auf. Folglich müssen Sie nicht erst lernen, „Nein“ zu sagen – das können Sie bereits. Sie müssen nur lernen, auch im Beruf Ihre Grenzen zu wahren und nicht alles zu übernehmen. Wenn Ihnen das gelingt, wirkt sich das auf Ihr ganzes Arbeitsumfeld aus. Ihre “problematischen” Personen und auch andere Menschen werden in Zukunft anders mit Ihnen umgehen.

Wenn Sie sich verändern – anders denken und sind –, verändert sich das ganze System, in dem Sie agieren.

Eine Matrix-Persönlichkeitsanalyse ist wiederum sehr hilfreich, um zu verstehen, wie Sie mit anderen Menschen interagieren. Was Sie bewusst und unbewusst ausstrahlen und wie Sie auf andere Menschen wirken. Und umgekehrt, wo Sie anfällig sind für Einflüsse von außen und Gefahr laufen, von Ihrem Umfeld konditioniert zu werden und in einen Stress-Modus zu verfallen. Gleichzeitig liegt in diesen “offenen” Bereichen auch ein enormes Weisheitspotenzial, wenn Sie wissen, wie Sie mit diesen Einflüssen korrekt umgehen.

3. Urteile nie über einen anderen Menschen…

…bevor du nicht 1000 Meilen in seinen Mokassins gegangen bist. Das sagt ein indianisches Sprichwort.

Zum systemischen Denken gehören zwei Annahmen, die mit diesem Sprichwort in engem Zusammenhang stehen:

  •  Jedes menschliche Verhalten ergibt einen Sinn. Selbst wenn es noch so unsinnig, verrückt oder dumm scheint. Diesen Sinn erkennen wir (nur), wenn wir die Gesamtsituation des Menschen betrachten i.e. „in seinen Schuhen gehen“.
  • Jeder Mensch gibt zu jedem Zeitpunkt sein Bestes. Wer sich „falsch“ verhält, hat in der Regel keine bessere Option zur Verfügung.

„Ich kann einfach nicht anders“ soll keine legitime Entschuldigung für unangemessenes Verhalten sein. Im systemischen Coaching geht es vielmehr darum, mehr Wahlmöglichkeiten zu schaffen und sinnvolle Denk- und Handlungsalternativen zu finden.

Wiederum etwas praktischer: Sie geraten immer wieder in einen Streit mit einem KollegenIn. Ihr Kollege (Ihre Kollegin) sagt irgendetwas, Sie werden wütend und es gibt eine lautstarke Auseinandersetzung. Sobald sich die Wogen geglättet haben, ist soweit wieder alles in Ordnung und doch bleiben immer ein paar Scherben zurück.
Das würden Sie gerne ändern, aber leider haben Sie, z.B.: in Ihrem Familiensystem, gelernt, auf bestimmte Aussagen wütend zu reagieren und in Ihrer Wut verletzend zu werden. Sie haben (noch) keine andere Wahl. Das lässt sich ändern.

Mehr Wahlmöglichkeiten zu haben, bedeutet bewusster entscheiden zu können und selbstbestimmter zu leben. Mehr im Flow zu sein.

4.     JETZT zählt

Gerade habe ich Ihr Familiensystem erwähnt und könnte damit den Eindruck geweckt haben, dass im systemischen Coaching viel in Ihrer Vergangenheit gestierlt wird. Nein.

Coaching ist generell lösungsorientiert.

Es geht nicht darum, was in Ihrer Kindheit schief gelaufen ist, was Ihre Eltern falsch gemacht haben oder was Ihre Kindergartentante verbockt hat. Damit könnten die meisten Menschen viele, viele Gesprächsstunden füllen und doch würde sich dadurch in ihrem jetzigen Leben wenig ändern.

[Ein kurzer Sidestep, damit das hier niemand falsch versteht: Die Vergangenheit aufzuarbeiten kann manchmal wichtig und heilsam sein. In dem Fall ist ein Therapeut (z.B: Wiener Couch) die richtige Adresse und kein Coach.
Wenn Sie beispielsweise traumatische Erlebnisse hatten, unter akuten Depressionen oder an einem massiven Burnout leiden, würde ich Ihnen immer eine Therapie empfehlen. Also dann, wenn Sie seelisch krank oder sehr angeschlagen sind. Deshalb bezahlt auch die Krankenkasse.]

Im Coaching ist es manchmal notwendig, einen Blick (oder auch mehrere) in die Vergangenheit zu werfen, um zu verstehen was Hier und Jetzt in Ihnen und in Ihrem (Berufs-)leben los ist. Im Vordergrund steht dabei aber nicht das Problem, sondern die Lösung. Nicht Ihre Vergangenheit, sondern Ihre Zukunft.

Und Ihre Zukunft hängt davon ab, was Sie JETZT denken und tun.

Aus diesen vier Denkweisen ergibt sich auch

  • die Grundhaltung eines systemischen Coaches: Unvoreingenommenheit, Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, echtes Interesse, Verständnis und Wertschätzung.
  • die Aufgabe eines systemischen Coaches: Fokus auf die Lösung, Denk- und Handlungsmöglichkeiten erweitern, Ressourcen aufdecken und Potenziale wecken.

Klingt gut? Sie wollen systemisch an sich und Ihrem (Berufs-)Leben arbeiten?

Ja, das ist Arbeit. Arbeit, die gut tut und sich auszahlt. Schon eine kleine Veränderung in Ihnen kann eine erstaunliche Wirkung auf Ihr ganzes Leben haben.

Achten Sie bei der Wahl Ihres systemischen Coaches darauf, dass die Person eine fundierte und anerkannte Ausbildung hat. Darauf, dass Ihnen dieser Mensch gefühlsmäßig als „Coach“ sympathisch ist (oder zumindest sympathisch klingt) und Sie den Eindruck haben „in guten Händen“ zu sein. Nicht für jeden passt jeder, das ist klar.

Seien Sie wählerisch.

Das bin ich mittlerweile auch. Wenn Sie herausfinden wollen, ob wir richtig für einander sind, können Sie hier ein Matching-Gespräch vereinbaren.

Go for flow!
Su Busson

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