Vergebungsritual

Vergebungsritual: In 5 Schritten verzeihen & loslassen

Wir haben geklärt, mit welchen Gedanken Sie leichter verzeihen können und warum sich das lohnt. Schauen wir uns an, wie Sie Ihren „Lebensrucksack“ durch Vergebung spürbar entleeren und ein Stück inneren Stress loswerden.

Verzeihen & Loslassen

Schritt 1: Nehmen Sie sich Zeit, herauszufinden, was und wem Sie noch nicht vergeben haben.

Schreiben Sie erst einmal die Namen der Menschen auf, die Sie in Ihrem Leben enttäuscht, verletzt oder gekränkt haben, auf die Sie vielleicht wütend oder nicht gut zu sprechen sind oder bei denen Sie das Gefühl haben, dass es noch etwas zu verzeihen gibt.

Notieren Sie sich außerdem alles, was Sie sich vielleicht selbst (noch) nicht vergeben haben.

Wundern Sie sich nicht, was da alles zu Tage tritt. Vielleicht erinnern Sie sich auch an Ereignisse, die Sie meinen, längst vergessen zu haben.

Wenn Sie fertig sind, schauen Sie sich Ihre Liste an und fragen Sie sich:

  • Was ist wirklich erledigt und wo trage ich noch etwas mit mir rum?

Einige Namen werden Sie gleich wieder von Ihrer Liste streichen können; weil es nichts mehr zu verzeihen gibt, alte Geschichten bereinigt sind oder Sie heute sogar darüber lachen können.

Mit den übergebliebenen Menschen gehen Sie einzeln die nachfolgenden Punkt durch.

Schritt 2:  Schreiben Sie sich die Erinnerung von der Seele.

Bringen Sie auf Papier, was genau passiert ist, wie Sie sich gefühlt haben und was das Schlimme daran war. Notieren Sie sich alles, was Sie jetzt loswerden wollen. Denken Sie nicht lange nach, wie Sie die Dinge formulieren, lassen Sie es einfach raus, wie es kommt.

Bekanntlich gehören immer zwei dazu. Schreiben Sie also auch auf, was vielleicht Ihr eigener Beitrag in dieser Geschichte war – auch wenn er noch so winzig war.

Am Schluss ergänzen Sie den Satz: Wenn ich wüsste, warum sich dieser Mensch so verhalten hat, dann ist das, weil…

Schritt 3: Heilen Sie sich mit einem Vergebungsmantra.

Alles ist mit Allem verbunden. Was immer da draußen in der Welt passiert und was wir erleben, hat in irgendeiner Form mit uns selbst zu tun. Erst wenn wir die volle Verantwortung für unser Leben übernehmen, kommen wir wirklich in unsere Macht und in unseren Flow.

Gerade wenn es um Vergebung geht, gilt es sich selbst aus der Opferrolle zu befreien, alte Verbindungen und Verstrickungen zu (er)lösen und schmerzhafte Erinnerungen zu transformieren. Mit anderen Worten geht es darum, sich selbst zu heilen. Dabei hilft ein Vergebungsmantra.

Ich nutze gerne eine vereinfachte Form von Ho´oponopono – einem alten Vergebungsritual aus Hawaii. Dabei wiederholen Sie immer wieder die Sätze:

  • Es tut mir leid – in mir.
  • Ich verzeih dir – in mir.
  • Ich liebe dich – in mir.
  • Ich danke dir.
  • Ich übergebe die Angelegenheit dem Universum (der universellen Intelligenz, einer höheren Kraft, Gott oder der Liebe – welchen Ausdruck auch immer Sie hier verwenden wollen).
  • Ich bin bereit ein Wunder zu bezeugen.

Sie reinigen mit diesem Mantra Ihrer Energiefeld. Sie verzeihen sich in sich – und sind bereit, loszulassen und das göttliche Prinzip (oder welchen Namen Sie verwenden möchten) um Wandlung zu bitten.

Ein paar Worte zu den Vergebunssätzen:

“Es tut mir leid” ist die Anerkennung und das Eingeständnis, dass Sie vielleicht eine kleine Rolle in diesem Geschehen gespielt haben und – zumindest auf irgendeine Weise – mitverantwortlich sind (bitte nicht mit “Schuld” verwechseln, aber das haben wir ja schon hier klärt!). Vielleicht waren Sie ein  “Vibrational-Match” (in der Schwingungsfrequenz), um diese Situation anzuziehen. Vielleicht geschah es aber auch für eine höhere Lektion oder aufgrund eines Seelenvertrages (Wenn das in Ihren Ohren nicht zu abgehoben klingt bzw. Sie offen sind für eine andere Sichtweise, kann ich Ihnen das Buch Die Macht der Seelenverträge von Désirée Baierl empfehlen).

“Ich verzeihe dir”. Diese Aussage kann manchmal schwerfallen. Was es leichter macht: Sie müssen es nicht zu 100% meinen. Es ist Ihre Intention und die innere Bereitschaft, die zählt, und Ihr Wunsch zu vergeben und loszulassen.

“Ich liebe dich”. Liebe ist die mächtigste und wirkungsvollste Kraft im Universum. Liebe kann alles heilen und transformieren. Und das heißt nicht, dass Sie die betreffende Person anrufen und Ihr ein Liebesgeständnis machen müssen. Es genügt auch hier Ihre innere Absicht, Ihre innere Haltung und der Segen, den Sie auf Seelenebene an diese Person aussenden. Und dem Ihre Energie reinigen und wieder ein Stück mehr in Ihre Kraft finden.

Ich übergebe die Angelegenheit dem Universum“.  Sie müssen die Heilung und die Transformation nicht selbst vollbringen. Sie müssen sich daher nicht den Kopf zerbrechen und sich nicht damit stressen, wie Vergebung geht und was Sie da jetzt genau tun müssen. Sie dürfen das “Packerl” abgeben und darauf vertrauen, dass die höhere Intelligenz des Lebens das Wunder für Sie vollbringt.

Schritt 4: Machen Sie ein Loslass-Ritual

Nehmen Sie das Papier mit Ihren Erinnerungen und verabschieden Sie sich davon auf Ihre Weise. Sie können es zum Beispiel verbrennen, zerreißen oder als Schiffchen in den nächsten Fluss setzen.

Schritt 5:  Entdecken Sie das Geschenk.

Nachdem Sie symbolisch losgelassen haben, fragen Sie sich:

  • Was habe ich daraus gelernt?
  • Wozu könnte das Ganze vielleicht sogar gut gewesen sein?
  • Wie hilft mir diese Erfahrung jetzt, um gestärkt in die Zukunft zu gehen?

Vielleicht wollen Sie Ihre Erkenntnisse bzw. Ihre neue Sichtweise noch in irgendeiner Form festhalten: beispielsweise aufschreiben, ein Bild dazu malen, das Ganze in einem Wort oder einen kurzen Satz zusammenfassen, sich ein Symbol dafür suchen oder eine Collage machen.

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Wenn Sie diese Schritte wirklich machen  – nicht nur lesen 🙂 – werden Sie sich befreit fühlen. Ihr Rucksack ist ein gutes Stück leichter geworden. Und Sie werden nicht mehr unbewusst Situationen anziehen, die die alte Wunde und den alten Stress wieder aufwühlen und triggern.

Go for flow!
Su Busson

P.S: Manchmal braucht es ein wenig Unterstützung, um wirklich vergeben und den eigenen Rucksack von altem Ballast befreien zu können. In so einem Fall: Schreiben Sie mir.

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