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Warum Entscheidungen schwer fallen

Probleme beim Treffen von Entscheidungen.
Das ist ein Thema, das bei mir in der Coaching-Praxis oft auftaucht.

“Das Leben ist die Summe all unserer Entscheidungen.”
Albert Camus

Laut Verhaltensforschung treffen wir pro Tag rund 20.000 Entscheidungen.
Die meisten davon unbewusst, ohne groß darüber nachzudenken. Wohl jeder kennt aber auch Entscheidungen, die mit viel Kopfzerbrechen und dem Gefühl der Unsicherheit, des Zweifels und der inneren Unruhe verbunden sind. 

6 Gründe, warum Entscheidungen schwer fallen

Schauen wir uns heute sechs weit verbreitete Gründe an, warum es schwer fallen kann, für sich selbst die richtigen Entscheidungen zu treffen. 

1. Fremde Einflüsse

Von klein auf werden wir von unserem Umfeld konditioniert und hören ständig irgendwo, was angeblich gut, richtig und erstrebenswert ist und wie wir zu sein und zu leben haben. Auch in der Lebenshilfe-Szene wimmelt es nur so vor allgemeingültigen Ratschlägen, was wir zu tun und zu lassen haben. 

Die Gefahr ist recht groß, dass wir uns verwirren lassen und Entscheidungen treffen, die uns selbst und unserem Wesen gar nicht wirklich entsprechen. Das passiert oft völlig unbewusst, macht sich aber im Leben bemerkbar.

Falls Sie irgendwie das Gefühl haben, nicht “Ihr Leben” zu leben, oder oft gar nicht wissen, was Sie wirklich möchten und für Sie korrekt ist, dann kann das schon ein untrügliches Zeichen dafür sein, dass Sie sich zu sehr am Außen orientieren und dabei sich selbst und Ihr inneres Navi vergessen.

Die gute Nachricht: Sie können Ihre innere Weisheit, die Sie verlässlich auf Ihrem Weg lotst und leitet nicht verlieren – sie ist da. Es geht “nur” darum wieder zu lernen, sie bewusst wahrzunehmen und ihr zu vertrauen. Darum, mehr nach innen zu gehen und wieder auf sich selbst zu hören.

2. Theoretische Entscheidungen

Der Großteil der Menschen – ich auch – neigt dazu, Entscheidungen treffen zu wollen, die noch gar nicht anstehen. Wir malen uns alle möglichen Szenarien aus und zerbrechen uns den Kopf darüber, wie wir uns entscheiden werden, wenn dieses oder jenes passiert. Der Kopf möchte gerne vorbereitet sein, was wirklich sinnlos ist, denn in aller Regel kommt es ohnehin ganz anders als gedacht.

Falls Ihnen das bekannt vorkommt, lohnt es sich, sich selbst einzubremsen und sich zu fragen, ob im Moment tatsächlich eine Entscheidung ansteht.

Wenn nicht, können Sie sich viel Kopfzerbrechen ersparen und darauf vertrauen, in einer realen Situation zur richtigen Zeit zu wissen, wie Sie sich entscheiden müssen.

3. Kristallkugel–Entscheidungen

Tatsächlich anstehende Entscheidungen fallen oft schwer, weil die Folgen von vielen Faktoren abhängen, die wir nicht vorhersehen können. Wir wissen nicht, wie es dann weitergeht.

Sagen wir, Sie wollen den Job wechseln oder sich selbständig machen. Überlegen ins Ausland zu ziehen. Oder denken darüber nach, Ihren Partner zu verlassen. In allen diesen Fällen bräuchten Sie eine Kristallkugel, um in die Zukunft schauen zu können und zu wissen, was bei welcher Entscheidung auf Sie zukommt. 

Eine zuverlässige Kristallkugel haben wir keine, aber der Kopf stellt gerne alle möglichen Vermutungen darüber an, wie sich etwas entwickeln wird. 
Je nachdem, was der Kopf gerade über die Zukunft fantasiert, fühlt sich dann die eine oder die andere Entscheidung richtiger an. Wahr ist nichts davon.

Die Wahrheit ist nämlich: 
Der Kopf kann die Zukunft NICHT vorhersehen.

Woran ich Sie immer und immer wieder erinnere: 
Flow ist Ihre Werkseinstellung und Wohlsein ist in Ihnen. Egal, wie Sie sich entscheiden und egal, wie sich die äußeren Umstände entwickeln, Sie können glücklich und erfüllt sein. Das heißt, Sie müssen die Umstände weder vorhersehen noch kontrollieren.

Dieses Bewusstsein kann viel Druck aus Entscheidungen herausnehmen. 
Sie müssen nicht mehr grübeln und fantasieren, was in Zukunft wohl passieren könnte, um dann dem nachzugehen, von dem Sie denken, dass es Sie hoffentlich glücklich machen wird. (OMG, das klingt schon so kompliziert.)

Stattdessen können Sie ganz einfach den Schritt setzen, der sich jetzt richtig anfühlt. Und den Rest können Sie dem Leben anvertrauen.  

Ja, aber was, wenn es schiefgeht?

4. Angst vor falschen Entscheidungen

Wir alle haben in unserem Leben schon eine “falsche” Wahl getroffen. 
Genauer gesagt, wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Entscheidung unangenehme Folgen hatte und die eine oder andere Entscheidung im Nachhinein bereut. 

Bei manchen Menschen führt das dazu, dass sie lieber abwarten, die Dinge laufen lassen bzw. ständig hin- und hergerissen sind. Aus Angst, dass ihre Entscheidung falsch sein könnte, treffen sie lieber keine. Doch auch das hat Konsequenzen, die sie tragen müssen.

Wichtig zu wissen: Häufig lähmen wir uns selbst, weil wir die Bedeutung einer Entscheidung und die damit verbundenen Auswirkungen auf unser Leben überschätzen. 

Oft macht es unterm Strich keinen Unterschied, ob Sie A oder B wählen. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Und oft lassen sich “Fehlentscheidungen” am Weg korrigieren oder stellen sich später als wichtige “Zwischenschritte” oder lehrreiche Irrwege heraus. 

Was hier nötig ist, ist, sich selbst zu vertrauen: zu vertrauen, dass Sie auch mit schwierigen Situationen, mit Hindernissen und möglichen negativen Konsequenzen umgehen können.

Mehr noch, dass Sie aus jeder Erfahrung lernen und daran wachsen können. In diesem Sinn gibt es keine falsche Wahl. Es gibt nur Entscheidungen, die Ihnen Erfahrungen bescheren. Mit jeder werden Sie weiser und treffen bessere Entscheidungen.

5. Es anderen Recht machen wollen

Dann wiederum gibt es genügend Menschen, die sehr genau wissen, wie sie sich jetzt entscheiden wollen. Doch aus Angst mit ihrer Entscheidung andere Menschen zu enttäuschen, zu verletzen, zu verärgern oder zu verlieren, fällt es ihnen schwer ihrer inneren Weisheit zu folgen oder sie verzichten sogar ganz darauf. Das kann auf Dauer niemals gut gehen. 

Ein kluger Spruch sagt: “Du kannst es nicht allen recht machen. Und wenn, hast du einen vergessen. Dich selbst!”

Hier geht es darum, einen gesunden Egoismus zu entwickeln, der letztlich allen zugutekommt.

6. Für Entscheidungen länger Zeit brauchen

Viele halten sich für entscheidungsschwach, weil sie längere Zeit brauchen, um sich zu entscheiden.

Doch das muss noch lange kein Fehler sein. Ungefähr fünfzig Prozent der Menschen sind gemäß ihrer Human Design Matrix – ihres genetischen Blauplans – so designt, dass es absolut korrekt ist, sich für Entscheidungen Zeit zu lassen und nichts zu überstürzen. Sie müssen sich in Ruhe durchfühlen, bis sie innere Klarheit gewonnen haben. 

Das heißt, möglicherweise machen Sie sich selbst Stress mit Entscheidungen, weil Sie denken, jetzt sofort etwas entscheiden zu müssen, und Sie zerbrechen sich den Kopf, um Antworten zu finden, die ganz einfach noch eine Reifungszeit brauchen.


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