Viele Sorgen machen

Wenn Sie sich zu viele Sorgen machen, helfen 3 Schritte

Sich ständig zu sorgen, macht keinen Sinn. Das weiß jeder.

Jeder, den schon mal Sorgen und Ängste geplagt haben, weiß aber auch, dass sich die kreisenden Gedanken nicht auf Befehl abschalten lassen.

Bestenfalls lassen sie sich für eine Weile verdrängen. Sich in die Arbeit stürzen, Süßigkeiten in sich hineinstopfen oder Alkohol trinken sind beispielsweise typische Ablenkungsstrategien. Aber spätestens, wenn man wieder zur Ruhe kommt – vorzugsweise vorm Einschlafen – sind sie wieder da, die lieben Sorgen. Und die sorgenvollen Gedanken verursachen Stress – meist vollkommen unnötigen Stress.

Das Problem bei der Sorgen-Macherei

Sorgen laufen in der Regel sehr unkontrolliert ab. Negative Zukunftsszenarien tauchen auf, werden aber weder logisch überprüft noch wirklich zu Ende gedacht. Stattdessen ziehen sie magnetisch weitere negative Gedanken an. Das ist das Gesetz der Anziehung.

So entsteht eine diffuse, negative Gedankenspirale, die äußerst unangenehm und nicht greifbar ist.

Um belastende Gedanken loszuwerden, macht es also erst einmal Sinn, ihnen bewusst Aufmerksamkeit zu schenken. So etwas wie eine offizielle „Sorgenzeit“ einzuplanen.

Sorgenzeit

Nehmen Sie sich eine Sorgenzeit!

Machen Sie sich Ihre Sorgen BEWUSST

Suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie ungestört denken können. Das sollte nicht die gemütliche Coach oder das Bett sein – ich gehe davon aus, dass das Plätze sind, an denen Sie sich lieber entspannen. Schaffen Sie sich lieber einen guten “Grübelplatz”.

Schritt 1: Raus mit den Sorgen

In Ihrer Sorgenzeit schreiben Sie sich erst einmal alles von der Seele, was Sie im Moment belastet. Alle Sorgen, die Ihnen im Moment im Kopf herumspucken, und die damit verbundenen Gefühle, die auftauchen, dürfen jetzt einfach mal da sein.

Schritt 2: Wie wahrscheinlich ist das?

Die meisten Sorgen, die wir uns machen, treffen nie ein.

Wenn Ihre Sorgenliste fertig ist, schauen Sie sich nüchtern und realistisch an, welche Ihrer Sorgen berechtig sind und welche völlig oder eher unnötig.

Wenn Sie zum Beispiel in den Medien von Wirtschaftskrise und Entlassungen lesen, und Sie sich dann um Ihren Job sorgen, ist das verständlich. Ihr Gehirn verwertet gerne die Geschichten, die es aufschnappt, und reimt sich alles mögliche zusammen. Aber es ist deswegen noch lange nicht wahrscheinlich, dass Sie Ihren Job tatsächlich verlieren.

Ganz anders schaut es aus, wenn Ihnen bereits eine Kündigung angedroht wurde, Ihr Vertrag ausläuft oder Ihr Aufgabengebiet in Kürze gestrichen wird – Ihre Sorgen also auf eine realistische Gefahr aufmerksam machen wollen.

Mir hilft´s, bei jeder Sorge eine Wahrscheinlichkeitsangabe zu machen:
100% das passiert ganz sicher,
0,01% das passiert mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht.
So bekommt jede Sorge gefühlsmäßig einen Prozentwert zugeordnet.

Alles was unter 50% ist, streiche ich auf meiner Liste bewusst durch.
Je höher der Wert, desto wichtiger ist der nächste Schritt.

Schritt 3: Was kann ich tun?

Im Gegensatz zu den passiert-wahrscheinlich-ohnehin-nicht Sorgen, sind manche Sorgen eine Vorahnung und Vorwarnung, dass in nächster Zeit tatsächlich etwas geschehen wird, auf das Sie vorbereitet sein sollten.

In dem Fall macht es natürlich Sinn, auf die Botschaft der Sorge zu hören und sich zu überlegen, was Sie konkret tun können, um vorzusorgen.

Was können Sie jetzt oder in den kommenden Wochen unternehmen, um für den Ernstfall gewappnet zu sein?

Sobald wir einen – zumindest ungefähren – Plan haben, was wir aktiv tun können und wie wir mit der möglicherweise eintreffenden Situation am besten umgehen können, lassen diese Art von Sorgen nach. Sie haben ihren Zweck erfüllt.

Ihre Sorgen stressen Sie und rauben Ihnen schon den Schlaf oder Ihnen fehlt ein Plan für den Ernstfall und Sie wünschen sich professionelle Unterstützung, um eine Lösung zu finden?
Schreiben Sie mir.

Wenn Sie generell dazu neigen, sich Sorgen zu machen oder gerade in einer sorgenvollen Phase stecken, nehmen Sie sich diese Sorgenzeit regelmäßig. Am besten jeden Tag. Eine Zeit lang werden dieselben Sorgen immer wieder auftauchen – auch die unnötigen. Das ist OK. Sie dürfen da sein. Gehen Sie einfach die 3 Schritte immer wieder durch.

Tauchen hingegen sorgenvolle Gedanken im Alltag auf, nehmen Sie sie kurz zur Kenntnis und sagen Sie so etwas wie: “OK, ich hab´s gehört. Ich kümmere mich in meiner Sorgenzeit um euch, jetzt ist etwas anderes dran!“

Go for flow!
Su Busson

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